Landschaftsarchitektur
Bayerischer Hauptpreis für den Prinz-Eugen-Park

Vom früheren Militärgelände zur ökologischen Mustersiedlung: Der Prinz-Eugen-Park in München gewinnt den bayerischen Landschaftsarchitektur-Hauptpreis 2026. Die Entscheidung traf eine international besetzte Jury.
Park mit wertvollen Biotopen und alten Bäumen
Auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne ist ein neues Quartier mit rund 1.800 Wohnungen entstanden, fast 600 davon in einer ökologischen Mustersiedlung. Dort spielt aus dem Bereich der nachwachsenden Rohstoffe Holz eine besondere Rolle. Wertvolle Biotope, alte Bäume und Wiesen verleihen dem Gelände einen parkähnlichen Charakter, heißt es im Münchener Online-Stadtportal. Das neue Quartier ist in eine Parklandschaft eingebettet, durch die Fuß- und Radwege verlaufen. Innerhalb der öffentlichen Grünflächen gibt es allerhand Freiräume für sämtliche Generationen. Der alte Baumbestand wurde so weit wie möglich erhalten. 2025 ist der Prinz-Eugen-Park bereits mit dem Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis in der Kategorie „Wohnumfeld/Arbeitsumfeld“ ausgezeichnet worden.
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Zusammenarbeit von Landschaftsarchitekten und GaLaBau

„Die Auszeichnungen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig landschaftsarchitektonisches Schaffen sein kann“, sagte Dietmar Lindner, Präsident des VGL Bayern, bei der Preisverleihung, „dabei handelt es sich um überaus spannende und inspirierende Projekte mit vielen innovativen Ansätzen. Sie sind gleichzeitig hervorragende Beispiele für die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Landschaftsarchitekten und Landschaftsgärtnern.“
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Den Publikumspreis erhielt die Landesgartenschau Furth im Wald 2025, die zugleich in der Kategorie „Öffentliche Parks und Grünanlagen“ ausgezeichnet wurde. Das Gelände umfasste neu gestaltete Parkanlagen entlang der Flüsse Kalte Pastritz und Chamb. Ein zentrales Element ist der sogenannte „Loop“ – ein Brückenring, der drei Ufer kreisförmig miteinander verbindet und barrierefrei nutzbar ist.
Weitere Ehrungen in fünf Kategorien
Für die gelungene Verbindung von gestalterischer Qualität und ökologischen Aspekten wurde die Neugestaltung des Oskar-von-Miller-Rings in München in der Kategorie „Pflanzenverwendung und Biodiversität“ gewürdigt. In der Kategorie „Plätze und Straßen im öffentlichen Raum“ überzeugte der Kulturhof beziehungsweise Platz der Menschenrechte in Bamberg. An der Realisierung beteiligte sich die Staubitzer Baumschule. Die Auszeichnung in der Kategorie „Freiräume für Menschen im Wohn-, Lern- und Arbeitsumfeld“ ging an die Wohnanlage Kirchheim WR 14 in Kirchheim bei München, ebenfalls unter Mitwirkung der Firma Schernthaner.
Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth setzte sich in der Kategorie „Experimentelle Landschaftsarchitektur und Bauen im Detail“ durch. In der Kategorie „Reifeprüfung – Projekte 20 Jahre und älter“ wurde die Generaldirektion der Nürnberger Versicherung in der Frankenmetropole gewürdigt. An der Umsetzung waren Hauth Garten- und Landschaftsbau sowie Benkert Dachbegrünung beteiligt.
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Quelle: VGL Bayern
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