Stadtklimakonzept
Smarte Baumbewässerung für ein besseres Mikroklima

Mit einem umfassenden Stadtklimakonzept stellt sich die bayerische Stadt Memmingen den Herausforderungen des Klimawandels. In der dicht bebauten, historischen Altstadt wurden jüngst neue Bäume gepflanzt. Um diese optimal mit Wasser und Sauerstoff zu versorgen, setzt die Kommune auf BeWa-Abläufe und Filterschächte von Funke Kunststoffe.

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Klimaschutz und Klimaanpassung haben im schwäbischen Memmingen hohe Priorität. Der hohe Versiegelungsgrad der historischen Altstadt machte ein Konzept erforderlich, um den Auswirkungen von Überhitzung und Starkregen entgegenzuwirken. Die ersten Maßnahmen wurden nun in der Zangmeister- und Herrenstraße mit der Pflanzung neuer Bäume umgesetzt.
Stadtbäume als Maßnahme gegen Hitze und Überflutung
„Bäume sind wichtig für das Mikroklima“, erklärt Andreas Jaitner von der Stadt Memmingen. „Sie spenden Schatten und kühlen im Sommer durch Verdunstung die Umgebungstemperatur. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag für das Wohlbefinden in der Altstadt.“ Neben der Hitzereduzierung mindern die Stadtbäume auch das Überflutungsrisiko bei Starkregen. Ein Teil des Regenwassers fließt nicht mehr direkt in die Kanalisation, sondern dorthin, wo es dringend gebraucht wird: zu den Baumstandorten.
Nachhaltige Regenwasserbehandlung mit dem BeWa-System
Um die neuen Bäume optimal zu versorgen, entschied sich Memmingen für die passive Bewässerungstechnik der Funke Kunststoffe GmbH. Die beauftragte Josef Hebel GmbH verbaute insgesamt 13 BeWa-Abläufe mit BeWa-Filterschächten, Bewässerungswinkeln und Belüftungen.

Das Oberflächenwasser gelangt nun zunächst in den BeWa-Ablauf, dessen Schlammeimer Grobstoffe zurückhält. Anschließend durchfließt das grob gereinigte Wasser den BeWa-Filterschacht. Dieser ist mit D-Rainclean-Substrat ausgestattet und bindet abfiltrierbare Stoffe (AFS), Schwermetalle, Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) und Mikroplastik. Die so aufbereiteten Niederschlagsabflüsse eignen sich ideal zur Baumbewässerung in den warmen Jahreszeiten.
Winterbetrieb schützt vor Streusalz
Um das urbane Grün im Winter vor Streusalz zu schützen, verfügt der BeWa-Ablauf über einen umschaltbaren Mechanismus. Mit einem Handgriff lässt sich das Leitelement so ausrichten, dass der Zulauf zum Baum blockiert ist. Das salzhaltige Niederschlagswasser fließt in diesem Modus direkt in die Kanalisation.
Optimal gerüstet für Starkregen und Dürrephasen
Funke-Fachberater Lars Köhler erklärt, warum das System gerade bei Starkregen so wichtig für gestresste Stadtbäume ist: „Heftige Niederschläge setzen oft nach anhaltenden Dürrephasen ein. Die trockenen Bodenschichten können das Wasser dann nicht schnell genug aufnehmen, es wird weggespült. Der BeWa-Ablauf ändert das.“ In Kombination mit geschlitzten, geotextil-ummantelten Bewässerungsrohren leitet das System das Regenwasser genau dorthin, wo der Baum es für eine gesunde Entwicklung benötigt. Über ein Steigrohr lässt sich zudem in Trockenperioden eine aktive Bewässerung realisieren, bei der die Rohre das Wasser sukzessive an den Wurzelbereich abgeben.

Platzsparende Lösung für die historische Altstadt
Für die 13 neuen Bäume wurden Pflanzgruben mit einem Volumen von 12 bis 15 Kubikmetern ausgehoben. Michel Lange, Polier bei der Josef Hebel GmbH, lobt die unkomplizierte Verarbeitung der Funke-Produkte und die gute Betreuung durch den Fachberater vor Ort.
Auch die Stadt Memmingen zieht eine positive Bilanz. „In unserer historischen Altstadt schied die unterirdische Speicherung von Regenwasser aus Platzgründen aus“, so Andreas Jaitner. „Mit den Funke-Produkten haben wir jedoch eine effiziente und platzsparende Lösung gefunden.“
Zusätzlich wurden HS-Kontrollschächte DN/OD 400 verbaut, die sich ideal in den begrenzten Raum zwischen Steinzeugkanal und neuen HS-Hausanschlussleitungen einfügen. Nach dem Abschluss der Arbeiten und der Verkehrsberuhigung der Zangmeisterstraße nach dem Sommer 2026, wird die Aufenthaltsqualität in der Memminger Altstadt deutlich steigen.
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Quelle: Funke Kunststoffe
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