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So entwässert Berlins Gendarmenmarkt neuerdings

Der Gendarmenmarkt im Herzen Berlins gehört zu den schönsten Plätzen der Hauptstadt. Bei einer Sanierung erhielt dieser ein neu angelegtes System zum Regenwassermanagement. Ein zentrales Element: die Schwerlastrinnen „Gemini Magna“ der Firma Richard Brink, die gewisse Vorteile bergen.

Gendarmenmarkt Berlin: Neues Regenwassermanagement
Gendarmenmarkt in Berlin: Im Zuge des Umbaus entstand ein barrierefreier Platz, auf dem das denkmalgeschützte Pflastermuster wiederhergestellt wurde. Unterirdisch verläuft nun ein fünf Kilometer langes Ver- und Entsorgungsnetz. | Foto: Richard Brink

Die Zwillingsbauten des Deutschen und Französischen Doms fassen den Gendarmenmarkt markant ein. Nicht minder prägend ist das dazwischenliegende Konzerthaus samt des künstlerischen Schillerdenkmals. Für etwa 21 Millionen Euro hat der landeseigene Betrieb Grün Berlin die rund 14.000 Quadratmeter große Fläche fit für die Zukunft gemacht. Zweieinhalb Jahre dauerte das Projekt.

Da der Gendarmenmarkt im Bezirk Mitte eine große Historie in der Hauptstadt hat, wurde das neue Pflaster wieder im denkmalgeschützten Design angelegt: ein weitläufiges Karomuster, bei dem helle Quadrate dunkel eingerahmt sind. Federführende Landschaftsarchitekten: das Berliner Büro BBS Landscape Engineering und die Ingenieurgesellschaft für Verkehrsbau Asphalta aus Falkensee. Eine Rolle spielte bei der neuzeitlichen Interpretation des alten Stils die Herstellung eines tourismusnahen, barrierefreien Platzes mit großzügigen Sichtachsen.

Entlastung für die Kanalisation

Direkt unter der 14.000 Quadratmeter großen Fläche befindet sich nun ein fünf Kilometer umfassendes modernes Leitungsnetz für Strom, Trink- und Abwasser. Niederschlag wird zur Weiterverwertung in einem unterirdisch angelegten Wasserspeicher gesammelt, was im Gegensatz zu häufig versiegelten Flächen in urbanen Räumen eine nachhaltige Entlastung für die Kanalisation darstellt, teilt Firma Brink mit. An den Maßnahmen waren auch die Berliner Wasserbetriebe beteiligt.

Klimaangepasstes Regenwassermanagement mit dezenter Rinne

Bei der Sanierung von 2022 bis 2025 wurde die Schwerlast-Schlitzrinne „Gemini Magna“ der Firma Richard Brink auf dem Platz verlegt. | Foto: Richard Brink
Bei der Sanierung von 2022 bis 2025 wurde die Schwerlast-Schlitzrinne „Gemini Magna“ der Firma Richard Brink auf dem Platz verlegt. | Foto: Richard Brink

Ein zentrales Element des klimaangepassten Regenwassermanagements sind die Schwerlastrinnen „Gemini Magna“ der Firma Brink. Diese dezente Rinne samt integrierter Steinschale nimmt einen der besagten dunklen Pflasterstreifen auf und verläuft vom Deutschen bis zum Französischen Dom über den Platz. Die Rinne ist als Doppelschlitzrinne konzipiert, wurde allerdings vom Metallwarenhersteller als Sonderbaulösung mit nur einem Schlitz umgesetzt.

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Auch die Steinschale ist mit einer Höhe von 120 Millimetern und einer Breite von 162 Millimetern passgenau auf die Größe des Plattenbelags vor Ort angepasst. Nur wer sich den neu gestalteten Boden genau anschaut, entdeckt den Rinnenstrang unterhalb der Pflasterung.

Gendarmenmarkt in Berlin: Solide Basis für Schwerlasten

Insgesamt lieferte Brink 83 Meter seiner Rinne aus fünf Millimeter starkem feuerverzinktem Stahl inklusive Endstücken und mittigem Ausschnitt zum Anschluss an das Entwässerungssystem via Stutzen in DN 150. Schon mit einer Materialstärke von drei Millimetern entspreche der Rinnenkörper den Anforderungen in Anlehnung an die Belastungsklasse D 400 und halte damit Kräften auch bis zu 40 Tonnen im Straßenverkehr stand, teilt das Familienunternehmen mit Sitz im ostwestfälischem Schloß Holte-Stukenbrock mit. In der verbauten Variante als Sonderausführung mit fünf Millimetern Stärke soll die Rinne dem Platz langfristig eine solide Basis für Schwerlasten durch Veranstaltungen oder Anlieferungsverkehr verleihen.

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Historisches Gesamtgefüge nicht verfälschen

Auch bei anderen Großprojekten in Berlin, bei denen Brink-Produkte zum Einsatz kamen, lag der Fokus darauf, den Charakter einer zukunftsweisenden Metropole zu unterstreichen. Einen barrierefreien Platz mit einem derart großen Ver- und Entsorgungsnetz aufzurüsten und dabei das historische Gesamtgefüge nicht zu verfälschen, war nach Unternehmensangaben die große Herausforderung beim Gendarmenmarkt.

„Das neu in den Untergrund eingelassene System durfte nicht auffallen, und das ist dank des Sonderbaus perfekt gelungen“, sagt Amir Lakhal von Kemna Bau Ost, „die Wahl für die Schwerlastrinne aus dem Hause Richard Brink hat jedoch noch einen weiteren entscheidenden Grund: Klassische Schlitzrinnen brauchen Vorrichtungen zur Revision. Bei der eingesetzten Lösung kann die Steinschale meterweise entnommen werden und ist dadurch auf Dauer wartungsfreundlicher als herkömmliche Alternativen.“

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Quelle: Brink

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