Ökobilanz
Betonwerkstein überzeugt bei CO2-Ausstoß und Primärenergiebedarf

Betonwerkstein punktet beim Klimaschutz: Eine aktuelle Ökobilanz des Betonverbandes SLG bescheinigt ungebunden verlegten Betonplatten im Außenbereich deutliche ökologische Vorteile gegenüber Holz, WPC und Keramik. Vor allem beim CO₂-Fußabdruck und dem Primärenergieverbrauch erweist sich der langlebige, regional verfügbare Baustoff als echte Nachhaltigkeits-Alternative für Planer und Bauherren.
Klimarelevante Kennwerte im Mittelpunkt der Bewertung
Die vergleichende Ökobilanz für Terrassenaufbauten mit unterschiedlichen Deckschichten des Betonverbandes Straße, Landschaft, Garten e. V. (SLG) aus dem Jahr 2025 zeigt deutliche Vorteile für Betonwerksteinlösungen im Hinblick auf zentrale Umweltindikatoren. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die sechs typischen Baustoffe für Terrassenbefestigungen – Betonwerksteinplatten, Naturwerksteinplatten, keramische Fliesen, Holzdielen, WPC-Dielen sowie Thermowood-Dielen. Insbesondere das Treibhauspotenzial (GWP) sowie der Verbrauch nicht erneuerbarer Primärenergie (PENRT) – zwei zentrale Kennwerte zur Bewertung von Umweltwirkungen – wurden in den Fokus gerückt.
Überzeugende Ergebnisse über den gesamten Lebenszyklus
In der Gesamtbetrachtung der verschiedenen Bauweisen über den Lebenszyklus („cradle to grave“), weisen die untersuchten Konstruktionen mit Betonwerksteinplatten in ungebundener Ausführung innerhalb der betrachteten Umweltindikatoren besonders günstige Ergebnisse auf.
Vorteile bei GWP und PENRT

Im Hinblick auf das GWP zeigt sich, dass Betonwerksteinlösungen durch ihre Langlebigkeit und Wiederverwertbarkeit zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beitragen können. Gleichzeitig profitieren sie beim PENRT von effizienten Herstellungsprozessen und der Möglichkeit, Materialien in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Dies reduziert den Bedarf an fossilen Energieträgern und trägt zur Schonung natürlicher Ressourcen bei.
Regionale Verfügbarkeit als zusätzlicher Pluspunkt
Ein weiterer Vorteil kann in der regionalen Verfügbarkeit liegen. Betonwerksteine werden in Deutschland an zahlreichen Standorten produziert und können dadurch häufig mit vergleichsweise kurzen Lieferwegen bezogen werden. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die beide Indikatoren GWP und PENRT aus. Kurze Wege stärken zudem regionale Wirtschaftskreisläufe und erhöhen die Planungssicherheit. Für Planende und Bauherren bedeutet dies: Neben den technischen Eigenschaften kann auch die regionale Verfügbarkeit ein relevanter Faktor bei der Auswahl des Belags sein.
Ökobilanzen als Entscheidungsgrundlage der Zukunft

Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung von Ökobilanzen als fundierte Entscheidungsgrundlage im Bauwesen. Sie ermöglichen es, unterschiedliche Bauweisen anhand definierter Umweltindikatoren miteinander zu vergleichen. Für die Planung von Terrassen und Außenanlagen können solche Kennwerte damit eine wichtige zusätzliche Entscheidungsgrundlage darstellen.
Fazit: Betonwerkstein mit überzeugenden Ökobilanzergebnissen
Betonwerkstein vereint robuste und pflegeleichte Eigenschaften sowie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten mit überzeugenden Umweltkennwerten. Bei den untersuchten Bauweisen erzielen Terrassenaufbauten mit Betonwerksteinplatten in ungebundener Bauweise bei den betrachteten Kennwerten GWP und PENRT die jeweils günstigsten Werte.
Quelle: SLG
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