Traktoren
Wie John Deere den europäischen Markt eroberte

Vor 70 Jahren steigt John Deere in die industrielle Fertigung in Europa ein: Das US-Unternehmen übernimmt 1956 die Mehrheit beim deutschen Landmaschinenhersteller Heinrich Lanz. Danach entwickelt sich Mannheim zum größten Traktoren-Standort des Konzerns außerhalb Nordamerikas.

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Aus dem Garten- und Landschaftsbau oder Bauhöfen sind John-Deere-Traktoren kaum wegzudenken – nicht nur in Deutschland. Die Erfolgsgeschichte bahnte sich schon Jahrzehnte vor besagter Mehrheitsbeteiligung an: So trafen sich Heinrich Lanz und Charles Deere bereits 1902 in den USA und tauschten sich über Entwicklungen in der Landtechnik und der industriellen Fertigung aus.
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Die Übernahme gut 50 Jahre später umfasste Standorte in Mannheim, Zweibrücken und Getafe in Spanien. In den folgenden Jahrzehnten entstand daraus ein europäisches Produktions- und Entwicklungsnetzwerk, zu dem noch heute die zwei erstgenannten Städte sowie Bruchsal gehören.
Größter Traktoren-Standort außerhalb Nordamerikas

Zum Ausgangspunkt von John Deeres europäischer Traktorenproduktion wurde Mannheim. Bereits 1960 wurden die ersten Maschinen vorgestellt. Zunächst noch vermarktet unter dem Namen John Deere-Lanz. Heute werden in Mannheim die Serien 6M und 6R (90 bis 260 PS) produziert. Seit Beginn der Traktoren-Fertigung im Jahr 1921 sind am Standort mehr als zwei Millionen Maschinen gebaut worden. Nach Unternehmensangaben ist das Werk John Deeres größter Traktoren-Standort außerhalb Nordamerikas. Gleichzeitig entstanden spezialisierte Produktionsstandorte für weitere Bereiche.
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Ersatzteil-Vertriebszentrum für Europa
Eine besondere Rolle innerhalb des europäischen Fertigungsnetzwerks nimmt Bruchsal ein. Dort werden Fahrerstationen und Kabinen für Traktoren, Mähdrescher, Feldhäcksler und selbstfahrende Feldspritzen gefertigt. Zudem befindet sich dort das europäische Ersatzteil-Vertriebszentrum von John Deere. Von Bruchsal aus werden Händler und Kunden in den europäischen Märkten mit Ersatzteilen versorgt. Das Werk in Zweibrücken ist wiederum ein Kompetenzzentrum für selbstfahrende Erntemaschinen.
Rund 7.000 Mitarbeitende in Deutschland
John Deere beschäftigt in Europa rund 17.000 Mitarbeitende und ist in etwa 30 europäischen Märkten vertreten. Zum europäischen Produktionsverbund gehören 19 Standorte einschließlich der Wirtgen Group sowie ein europäisches Technologie- und Innovationszentrum in Kaiserslautern. Deutschland ist dabei mit rund 7.000 Mitarbeitenden der größte europäische Standort des Unternehmens.
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Quelle: John Deere
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