100 Jahre Tramann+Sohn
Familienunternehmen zwischen Tradition und Innovation

Was mit einem 17-jährigen Gründer und einem Gewerbeschein begann, ist heute ein Familienunternehmen mit einer 100-jährigen Geschichte, mit mehreren Standorten und zwei langjährigen internationalen Partnerschaften.
Mit gerade einmal 17 Jahren gründete Fritz Tramann 1926 sein eigenes Unternehmen. Ausgangspunkt war der Vertrieb von Straßenbaustoffen vom Oldenburger Hafen. Da man damals erst mit 21 Jahren volljährig wurde, hat sein Vater August den Antrag auf Eintragung gestellt, und so entstand der damalige Name „A. Tramann+Sohn“.
Während sich nach dem Zweiten Weltkrieg international Technologien weiterentwickelten, wuchs auch das oldenburger Familienunternehmen Schritt für Schritt. Im Zuge der Internationalisierung entschied sich der US-Hersteller Ditch Witch, der Firma B.T.A. pvba aus Antwerpen in Belgien die Generalvertretung für Europa zu übertragen. Im Sommer 1969 erhielt Tramann+Sohn schließlich die offizielle Händlervertretung für Grabenfräsen und Kabelpflüge von Ditch Witch. Mit dem Eintritt von Sohn Dietmar in das Familienunternehmen (1970) wurden gezielt neue Geschäftsfelder gesucht. Aus dem reinen Händlerhaus wurde schrittweise ein Spezialist für Maschinen, Lösungen und zukunftsweisende Technik im Tiefbau.
Umzug sowie Vertrieb von Kubota-Geräten und Horizontalbohrtechnik von Ditch Witch
1978 folgte der Umzug in die Haselriege 6, dem heutigen Hauptsitz des Unternehmens. 1982 begann Tramann+Sohn mit dem Vertrieb von Kubota-Kompaktbaggern. In einer Zeit, in der auf Baustellen häufig noch mit größeren Geräten oder sogar in Handarbeit gearbeitet wurde, wurde das Potenzial dieser neuen Maschinenklasse entdeckt.
Ende der 1980er Jahre brachte Ditch Witch Horizontalbohranlagen auf den Markt, die den unterirdischen Leitungsbau revolutionierten und völlig neue Möglichkeiten eröffneten. Tramann erkannte das und startete 1990 den Vertrieb von Ditch Witch-Horizontalbohrtechnik.
In den 90er Jahren eröffnete Tramann+Sohn drei neue Niederlassungen in Domsühl (Mecklenburg-Vorpommern, 1992), Spreenhagen (Brandenburg, 1994) und Norderstedt (Schleswig-Holstein, 1999). Hinzu kam 2016 eine Niederlassung in Hannover (Niedersachsen).
Generationswechsel und Krisenbewältigung: Stärke durch familiären Zusammenhalt
1995 änderte sich alles schlagartig. Dietmar Tramann starb plötzlich. Vanessa Tramann-Wilke und Helge Tramann waren 19 und 10 Jahre alt, der Bruder Leif Tramann 17. Die Verantwortung übernahmen damals Werner Nietfeld, Klaus-Erich Penner und auch Waltraud Tramann, die Mutter der drei Kinder. Gemeinsam führten sie das Unternehmen mit großem Verantwortungsbewusstsein weiter und schufen die Grundlage für den weiteren Erfolg.
Das Unternehmen entwickelte sich vom regionalen Anbieter zu einem überregional operierenden Spezialisten mit starkem Servicefokus. 2007 wurde die Niederlassung in Schönebeck (Sachsen-Anhalt) eröffnet.
2014 übernahm Helge Tramann zusammen mit Waltraud Tramann die Geschäftsführung. 2018 zog sich Waltraud Tramann offiziell zurück – auch wenn sie dem Unternehmen bis heute eng verbunden ist.

Zum Angebot von Tramann+Sohn gehören insbesondere:
- Baumaschinen (Kubota, Ditch Witch)
- Lösungen für den Tief- und Leitungsbau bis hin zum Baustellenzubehör
- Service, Schulung und umfassende Betreuung der Kunden
Der klare Schwerpunkt liegt auf technisch anspruchsvollen Lösungen im Tiefbau sowie einem ganzheitlichen Serviceansatz.
Bis heute ist Tramann+Sohn ein Familienunternehmen geblieben und wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Dabei gehören eigenen Angaben zufolge Werte wie Vertrauen, Kontinuität und Verantwortung sowie auf der anderen Seite technische Weiterentwicklung und Innovationsbereitschaft zur Firmenphilosophie. Besonders prägend sei die enge Bindung zu Mitarbeitern, Kunden und Partnern. In der Tat begleiten viele Mitarbeiter das Traditionsunternehmen bereits seit Jahrzehnten. Diese Mischung aus familiärer Kultur und professioneller Struktur mache einen wichtigen Teil der Identität aus.
Das Zusammenspiel der Tramann+ Sohn GmbH & Co. KG (Oldenburg/Niedersachsen), der L-Team Baumaschinen GmbH (Glauburg/Hessen) und der Ricona Maschinenvertrieb Erfurt GmbH (Erfurt/Thüringen) basiert auf einem bewusst aufgebauten Händlernetz zur optimalen Vertretung der Marke Ditch Witch in Deutschland. Die Unternehmen agieren als regionale Vertriebspartner und übernehmen jeweils klar definierte Marktgebiete, wodurch eine flächendeckende Betreuung der Kunden sichergestellt wird. Während Tramann+Sohn im Norden positioniert ist, übernehmen L-Team im Südwesten und Ricona im Südosten Deutschlands wichtige Aufgaben im Vertrieb und Service.
Entscheidend ist dabei das enge Zusammenspiel der Partner: Sie verfolgen gemeinsam das Ziel, die Marke Ditch Witch einheitlich im Markt zu vertreten und gleichzeitig eine hohe Servicequalität sicherzustellen. Dazu gehören insbesondere kompetente Beratung, schnelle Reaktionszeiten im Service sowie die Unterstützung bei technischen Anwendungen und Projekten.
