Tarifrunde 2025
Tarifverhandlungen für Maler und Lackierer abgebrochen

Die bundesweiten Lohntarifverhandlungen zwischen dem Bundesinnungsverband der Maler und Lackierer und der IG Bau sind in der dritten Verhandlungsrunde abgebrochen worden. Die Gewerkschaft hat die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Jetzt müssen die Tarifparteien in die Schlichtung.

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Die Fronten bei den Tarifverhandlungen im Malerhandwerk sind verhärtet. Gegenseitig geben sich die Tarifparteien die Schuld für das Scheitern der Verhandlungen. Die Arbeitgeber hätten bei der dritten Runde am 29. Januar in Erfurt einen „substanziellen Vorschlag“ unterbreitet, der von der Gewerkschaft jedoch „mit einer absichtlich überhöhten Forderung gekontert“ worden sei, hieß es vom Bundesinnungsverband. Über ihre eigene Forderung dagegen habe die Gewerkschaft nicht reden wollen. „In einer schwierigen konjunkturellen Lage solche taktischen Spielchen zu spielen, ist kein gutes Zeichen“, so der Verhandlungsführer des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, Markus Heineke. „Die Gewerkschaft nimmt die herausfordernde Situation der Betriebe weiterhin nicht zur Kenntnis.“
IG Bau bricht Tarifverhandlungen ab
Die Bau-Gewerkschaft hatte ein Lohn-Plus von 8 Prozent für das Malerhandwerk gefordert, 1,50 Euro mehr pro Stunde. Während eines „zähen Ringens“ hätten sich die Arbeitgeber aber geweigert, ein akzeptables Angebot vorzulegen, so die IG Bau. „Zuletzt haben sie 2 Prozent angeboten – und damit für einen Malergesellen gerade einmal 37 Cent pro Stunde mehr. Das ist Lohn-Diät pur“, sagte IG Bau-Verhandlungsführer Carsten Burckhardt. Die Verhandlungsführer der Bundesinnung hätten zudem „skurrile Gründe“ für ihr Verhalten ins Feld geführt und es mit dem Ukraine-Krieg, dem Nahost-Konflikt, wirtschaftlichem Druck aus China und der Trump-Politik in den USA gerechtfertigt. „Wer bei nach wie vor guter Auftragslage und Fachkräftemangel händeringend die wirtschaftliche Situation der eigenen Branche kleinzureden versucht und dabei weltpolitische Krisen-Schlagworte ins Feld führt, den kann kein Mensch mehr ernst nehmen“, so Burckhardt.
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Schlichtung erhöht Druck auf Tarifeinigung
Da die Lohntarifverhandlungen einseitig für gescheitert erklärt worden sind, gehen die Tarifparteien nun in die Schlichtung. Weiteren Verhandlungen sei damit ein enges zeitliches Korsett gesetzt, so der Bundesverband. Damit erhöhe sich der Druck auf einen Abschluss, wolle man nicht Anfang März ohne Tarifvertrag auseinander gehen.
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