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Baukonjunktur: Auftragsplus trifft auf Preis-Schock
Winterpause im Februar: Frost und Niederschläge bremsten an vielen Standorten die Bautätigkeit aus und sorgten für einen deutlichen Umsatzeinbruch im Bauhauptgewerbe. | Foto: bb

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Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation

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Mit der GIPO P 101 GIGA und GIPO P 111 GIGA präsentiert der Schweizer Hersteller zwei neue Prallbrecher, die rein elektrisch betrieben werden können.


Der Blick in die Auftragsbücher liefert zunächst Grund für vorsichtigen Optimismus: Nach einem Nachfrageeinbruch im Januar meldet das Statistische Bundesamt für Februar 2026 einen realen Anstieg der Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch zum Vormonat Januar gab es ein sattes, saisonbereinigtes Plus von 7,6 Prozent. Wachstumsmotor war klar der Tiefbau mit einem realen Zuwachs von 19,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Projekte wie der Bau von Rechenzentren sowie der Ausbau von Schienen- und Energienetzen füllen hier die Auftragsbücher. „Der Rückgang im Januar war demnach nur ein kleiner Rückschlag, die vorsichtigen Wachstumssignale des vergangenen Jahres haben sich im Februar fortgesetzt“, kommentiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie (HDB).

Umsatzeinbruch wegen Frost und Regen

Dass sich die gute Auftragslage nicht in den Bilanzen widerspiegelt, hat laut den Verbänden einen einfachen Grund: das Wetter. Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe brach im Februar um 13,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. „Ein solcher Rückgang zum Jahresauftakt ist daher kein Konjunktursignal, sondern ein Saisoneffekt“, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Anders als im überdurchschnittlich milden Februar 2025 hätten Frost und Niederschläge die Bautätigkeit diesmal vielerorts ausgebremst. Diese Einschätzung wird durch den ifo-Konjunkturtest gestützt, bei dem 56 Prozent der Betriebe über witterungsbedingte Störungen klagten – deutlich mehr als die 44 Prozent im Vorjahr.

Preis-Anstieg überschattet positive Auftragslage

Die eigentliche Sorge der Branche gilt jedoch einer neuen Entwicklung, die in den Auftragszahlen vom Februar noch gar nicht abgebildet ist. Der Iran-Konflikt hat die Energie- und Materialpreise explodieren lassen und trübt die Aussichten für das Gesamtjahr erheblich. „Der Iran-Krieg hat die zum Jahreswechsel noch erfreuliche Aussicht für 2026 spürbar eingetrübt“, so Pakleppa. „Wir halten unsere Jahresprognose von 2,5 Prozent realem Wachstum vorerst aufrecht, müssen sie aber unter Vorbehalt der weiteren geopolitischen Entwicklung stellen.“

Tim-Oliver Müller warnt vor den dramatischen Folgen für die Kalkulation: „Derzeit ist eine seriöse Kalkulation von Bauleistungen kaum möglich.“ Er verweist auf konkrete Zahlen, die das Ausmaß belegen: „Die Unternehmen meldeten im März binnen Monatsfrist Preissteigerungen von 25,3 bzw. sogar von 36,4 Prozent. Damit wurden die starken Preissteigerungen in Folge des Angriffskriegs auf die Ukraine im März 2022 fast erreicht, bzw. sogar deutlich überschritten.“ Laut einer DIHK-Blitzumfrage klagen 86 Prozent der Baufirmen über gestiegene Energiekosten, weit mehr als im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft.

Der Auftragseingang nimmt zu, die Umsätze gehen zurück: Die Baukonjunktur sendet gegenläufige Signale. | Foto: HDB
Der Auftragseingang nimmt zu, die Umsätze gehen zurück: Die Baukonjunktur sendet gegenläufige Signale. | Foto: HDB

Probleme im Wohnungs- und Straßenbau

Vom Aufwind im Tiefbau profitieren längst nicht alle Sparten. Der Wohnungsbau habe von den gestiegenen Baugenehmigungen noch nicht profitiert. Auch der Straßenbau sei trotz Beteuerungen der Politik, dass Projekte angestoßen wurden, noch nicht in den Tritt gekommen, so Müller. In den ersten beiden Monaten des Jahres lag der Auftragseingang im Wohnungsbau real 9 bis 10 Prozent unter dem Vorjahr, im Straßenbau wurde kumuliert ein Minus von fast 6 Prozent verzeichnet.

Sondervermögen kommt nicht an

Gerade im öffentlichen Bau vermissen die Bauverbände den nötigen Schwung. „Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ist in den Auftragsbüchern der Betriebe bislang nicht angekommen“, kritisiert Felix Pakleppa. Eine ifo-Analyse habe gezeigt, dass 2025 rund 95 Prozent der Mittel nicht für zusätzliche Investitionen verwendet wurden. „Wenn das so bleibt, verpufft eines der wichtigsten Instrumente dieser Legislaturperiode“, so Pakleppa. Die Bauverbände wiederholen daher ihre Forderungen an die Politik: Neben der Einführung von Preisgleitklauseln sei es dringend notwendig, für verlässliche Förderbedingungen im Wohnungsbau zu sorgen und die Mittel aus dem Sondervermögen endlich wirksam in den Bau zu investieren.

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