Nordbau 2026
Erster Swecon-Auftritt unter direkter Volvo-Flagge

Die Nordbau 2026 markiert für Swecon eine Zäsur: Nach der vollständigen Übernahme durch Volvo Construction Equipment präsentiert sich der deutsche Baumaschinenhändler in Neumünster erstmals als direkte konzerneigene Vertriebsgesellschaft. Im Fokus stehen neben einem beeindruckenden Maschinen-Line up das Rebuild-Programm sowie digitale Uptime-Lösungen.
Mit dem Vollzug der Übernahme Anfang 2026 hat sich die Vertriebsstruktur für den deutschen Markt grundlegend verändert. Durch die Integration von Swecon in das Kerngeschäft von Volvo CE entfällt die klassische Händler-Distanz zum schwedischen Hersteller. Für Bauunternehmer bedeutet dieser Schritt einen direkten Zugriff auf herstellergestützte Services, verkürzte Kommunikationswege beim Flottenmanagement und eine engere Verzahnung bei der Entwicklung anwendungsspezifischer Sonderlösungen.
Digitale Baustellenplanung und Maschinenüberwachung
Die Sicherstellung der Maschinenverfügbarkeit beginnt bei Swecon bereits vor dem physischen Einsatz. Über die Anwendung Volvo Site Simulation analysiert das Unternehmen Flotten, Transportwege und Abläufe in der Planungsphase. Der daraus generierte Produktivitätsbericht liefert konkrete Daten zu Auslastung, Zykluszeiten und bewegten Erdmassen. Im laufenden Betrieb greift der Volvo Active Care-Vertrag, dessen Basis das Telematiksystem CareTrack bildet.
Telematik schützt vor plötzlichen Baustellen-Stopp

Die über CareTrack erfassten Betriebsdaten fließen kontinuierlich in das Volvo Uptime Center. Dort analysieren Systeme die Parameter rund um die Uhr. Bei technischen Auffälligkeiten erhalten Online-Servicetechniker frühzeitig Indikatoren für potenziellen Handlungsbedarf. Das Personal bewertet diese Daten und plant erforderliche Schritte – von der Information des Maschinenführers bis zur Vorbereitung eines gezielten Serviceeinsatzes. Diese vorausschauende Struktur reduziert ungeplante Stillstände.
Zertifizierte Aufarbeitung als Alternative
Ein weiterer Baustein der Konzernstrategie ist das Volvo-Rebuild-Programm. Anstatt Maschinen bei hohem Verschleiß oder nach Erreichen definierter Laufleistungen pauschal auszumustern, bewerten Swecon-Techniker den Gesamtzustand des Geräts unter Berücksichtigung des spezifischen Nutzungsprofils. Dieser ganzheitliche Ansatz unterscheidet sich von punktuellen Reparaturen, da so die Lebensdauer des gesamten Maschinensystems verlängert wird.
Ressourcenschonung durch Komponententausch
Abhängig vom Anforderungsprofil und dem technischen Zustand arbeitet Swecon einzelne Komponenten, Baugruppen oder komplette Maschinen systematisch auf. Zentral funktionsrelevante Bereiche werden instandgesetzt und Verschleißteile ersetzt. Diese Maßnahmen stellen die ursprünglichen Parameter in Bezug auf Zuverlässigkeit und Leistung wieder her. Das Konzept ermöglicht eine signifikante Nutzungsdauerverlängerung und senkt den Materialaufwand im Vergleich zur Neuproduktion.
Fortführung der Straßenbau-Allianz
Im Bereich der Straßenbautechnik setzt Swecon weiterhin auf die Vertriebspartnerschaft mit Ammann. Ausgestellt wird der Kettenfertiger ABG 7820 für Fertigungsbreiten von bis zu elf Metern sowie die Tandemwalze ARP 75. Thilo Ohlraun, Head of Sales bei Ammann, kommentiert die Zusammenarbeit: „Zwei Jahre arbeiten wir nun schon mit Swecon zusammen und sehen, dass wir gut zueinander gefunden haben, unsere Kooperation erfolgreich ist und sich weiterentwickelt.“
Line-up in Neumünster: Elektrische Radlader

Auf dem Freigelände Nord (Stand N148) zeigt Swecon wie gewohnt eine umfangreiche Auswahl des Volvo-Portfolios. Den städtischen Bereich bedienen unter anderem der 17-Tonnen-Radlader L90 Electric mit zehn Tonnen Kipplast - ihn zeigt Volvo in seiner überarbeiteten Version jüngst auf den Volvo Days in Eskilstuna - und der schwere L120 Electric mit 282 kWh Akkukapazität, der schon seinen Praxistest im Recyclingbetrieb ohne Probleme bestanden hat. Der Kompaktradlader Volvo L25 Electric ergänzt das Portfolio und nutzt getrennte Elektromotoren für Fahrantrieb und Arbeitshydraulik.
Vollelektrische und konventionelle Bagger
Bei den Baggern stehen der vollelektrische Kettenbagger EC230 Electric sowie der neue Mobilbagger EWR150 Electric im Fokus. Letzterer verfügt über eine Batteriekapazität von 270 kWh und weist den kürzesten Heckradius seiner Gewichtsklasse auf. Bei den Dieselmaschinen wird der Mobilbagger Volvo EWR170 gezeigt. Das Gerät hebt bis zu sieben Tonnen, bietet eine um zehn Prozent gesteigerte Motorleistung und verfügt über ein Bedienkonzept mit 12,8-Zoll-Touchscreen. Für Erdbewegungen steht der Kettenbagger Volvo EC260 zur Verfügung, der mit elektrohydraulischer Steuerung, einem Kriechgang-Modus und einem 360-Grad-Kamerasystem ausgerüstet ist.
Im Bau kennen wir uns aus!
Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche. Gleich abonnieren!
Hier finden Sie Hinweise zum Datenschutz.


Demo-Time mit Dumpern
Zusätzlich umfasst die Maschinenausstellung den knickgelenkten Dumper Volvo A30. Das Modell ist auf eine Transportbreite von 2.978 Millimetern ausgelegt. Den Abschluss bildet der kompakte Radlader Volvo L35, dessen unabhängige Hydraulikpumpe gleichzeitiges Heben und Lenken ermöglicht, ohne die Leistung der Einzelkomponenten zu reduzieren. „Natürlich bieten wir auch wieder aktive Maschinenvorführungen auf unserem Demo-Gelände an“, erklärt Swecon-Geschäftsführer Falk Bösche. Dreimal am Tag finden die Live-Shows bei Swecon statt.
Neueste Beiträge:
Meistgelesene Artikel
Jetzt Ausschreibungen finden
Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.


Bau


Dienstleistung


Lieferung
Verwandte Bau-Themen:
Top Bau-Themen:
Jetzt zum Newsletter anmelden:
Lesen Sie Nachrichten zu Bauwirtschaft und Baupolitik aus erster Hand. Plus: Hoch-, Tief- und Straßenbau.
Hier finden Sie Hinweise zum Datenschutz








