Volvo Days
Im Takt der Maschinen: Volvo zeigt die Zukunft in Eskilstuna

Über 4.000 europäische Kunden erlebten im schwedischen Eskilstuna die neuesten Volvo Baumaschinen und Lastwagen im spektakulären Einsatz. B_I Medien war beim Mega-Event vor Ort und hat die neuesten Highlights von den elektrischen Dumpern bis zum kommenden Riesenbagger EC560 Hybrid unter die Lupe genommen.
Die große Show: Bagger-Ballett und Dumper-Rennen
Im Takt der Musik bewegen sich fast ein Dutzend Bagger sanft und elegant unter der Sonne von Eskilstuna. Majestätisch strecken die Maschinen unterschiedlicher Bauart und Größe synchron ihre Löffel gen Himmel, drehen langsam Pirouetten und huldigen am Ende dem aktuell größten Volvo Bagger EC560 Hybrid im Zentrum. Zusammen verneigen sie sich tief vor dem Neuling aus der Volvo-Palette, indem sie alle gleichzeitig ihre Baggerarme samt Anbaugerät langsam und voller Ehrfurcht senken.
Dieses Bagger-Ballett ist die Hauptattraktion der halbstündigen Show, die Volvo Construction Equipment (Volvo CE) am Standort des schwedischen Headquarters für die Kunden aus ganz Europa einstudiert hat. Vorab rasten zahlreiche Volvo Dumper mehrerer Gewichtsklassen aus dem weitläufigen Gelände des Volvo Customer Center heran, fuhren aus mehreren Richtungen aufeinander zu, um dann vor den Augen der begeisterten Zuschauer dicht aneinander vorbeizurauschen. Immer untermalt von musikalischen Hits aus Funk, Fernsehen und Youtube. Einige Baumaschinen kippen ihre Ladung auf die Freifläche vor der Tribüne, die dann nicht minder elegant von Radladern aufgenommen und auf Lastwagen der Marke Volvo verladen wird.

Volvo Days 2026: E-Antriebe und Effizienz im Fokus
Es geht Schlag auf Schlag und die Gäste wissen kaum noch, wo sie ihre Blicke zuerst hinführen sollen, um keine der glanzvollen Galanummern zu verpassen. Alles hinterlässt einen tiefen Eindruck bei den Kunden auf den Rängen. Sie honorieren die Choreografie samt Maschinen und Fahrern mit tosendem Applaus. Insgesamt hat Volvo CE für die diesjährigen Volvo Days unter dem Motto „Smarter Solutions. Driven by you.“ mehr als 100 Baumaschinen und fast ein Dutzend Lkw mit Verbrennern und E-Antrieben aufgefahren, um Kunden und Interessenten von der Robustheit, Fähigkeit und Effizienz ihrer Produkte zu überzeugen.
Allein das Einstudieren der halbstündigen Show habe gut eineinhalb Wochen gedauert, bis alles so gut funktioniert hat und jeder wusste, wann er wo zu sein hat. Für Ablauf und Durchführung des Kunden-Events haben sich über 600 freiwillige Volvo-Mitarbeiter gefunden. Sie standen über vier Wochen lang jeden Tag bereit, um den Kunden ein einmaliges Erlebnis zu bieten, dass nicht so schnell vergessen wird.
Praxistest in Eskilstuna: Erste batterieelektrische Dumper in Aktion
Nach der offiziellen Präsentation verteilen sich die rund 350 angereisten Kunden und Interessenten aus Deutschland auf dem Gelände und besuchen in kleinen Gruppen eigenständig und nacheinander die 13 präparierten Stationen, an den sie sich selbst ans Lenkrad oder an die Joysticks der Baumaschinen und Lkw setzen dürfen. Die Organisatoren haben dafür mehrere Gruppierungen nach Einsatzgebieten vorgenommen. Dazu zählen Steinbruch und Bergbau, Abriss, Recycling und Entsorgung, digitale Kundenlösungen für die Kreislaufwirtschaft oder Telemetrie, Diagnose und Services wie Wartung und Reparatur, Finanzierung und Versicherungen - um nur einige zu nennen.

Einen Run gibt es auf die Muldenkipper R60, R70 und R100 wie auch auf die knickgelenkten Dumper A25 bis A60. Selbst ein Dumper mit Tankaufbau für 23.000 Liter Fassungsvermögen fehlt nicht, er kam auch in der Show zum Einsatz und wässert die staubigen Wege. Auf großes Interesse stoßen die weltweit ersten batterieelektrischen Dumper-Varianten A30 Electric und A40 Electric, die in Serie gehen und auf dem abgesteckten Parcours gefahren werden dürfen.
E-Radlader erhalten Updates für längere Einsatzzeiten
Die Station mit den kompakten Radladern glänzt mit den Allround-Modellen L30 und L35 der neuen Generation. Die Maschinen bewegen sich in der Klasse von 5,7 bis 6,4 t Einsatzgewicht und haben eine einfachere Bedienung mit optimiertem Joystick und 7“-Alva-Display samt Jog-Dial-Drehrad erhalten. Zudem hat Volvo die Hydraulik- und Hubfunktionen verbessert, was schnellere Arbeitszyklen zulässt.
Mehr noch als die dieselgetriebenen Radlader geraten die elektrischen Kompaktradlader L20 Electric und L25 Electric in den Fokus, die im Frühjahr 2026 ein umfangreiches Update erhalten haben. Dazu gehört eine Batterie mit 21% mehr Speicherkapazität für den L20, was die Einsatzzeit pro Aufladung verlängert. Zudem gibt es eine verbesserte Software- und Ladeoptionen für beide E-Modelle. Und auch der überarbeitete, mittelgroße Radlader L90 Electric steht bereits in den Startlöchern und kommt bald in den Markt. In überarbeiteter Version verfügt er über eine Berganfahrhilfe und ist erstmalig mit „Waste Option“-Paket für den Einsatz in der Abfall- und Schrottentsorgung zu sehen. Bei mittelschweren Einsätzen hat sich seine Betriebszeit auf bis zu 6 h verlängert.
Schwere Radlader mit zertifiziertem On-Board-Wiegesystem

An der Radlader-Station der schweren Klasse wuchtet der L350H die schweren Brocken in die gigantische Schaufel mit fast 13 m3 Fassungsvermögen. Etwas sanfter und mit feinerem Material in der Schüttgutschaufel gehen L90, L150, L180 und L260 zu Werke und zeigen, dass es für sie auch andere Anbaugeräte wie Greifer für den Holzumschlag, Palettengabel oder Lasthaken gibt. Für ausgewählte Radladermodelle der mittleren und schweren Klasse mit Volvo Co-Pilot 2.0 Touchscreen in der Kabine und der Software-Anwendung Volvo Load Assist hält das Unternehmen zudem auf Wunsch das zertifizierbare On-Board-Wiegesystem (OBW) bereit. Es erlaubt die direkte und rechtsgültige Abrechnung von Materialgewichten direkt aus der Ladeschaufel heraus.

Volvo Trucks: Starke Bau-Lkw für den schweren Einsatz

Bei den Bau-Lkw von Volvo Trucks trumpfen Zwei, Drei und Vierachser mit diversen Kipper-Lösungen auf. Darunter ein FMX 8x4 für 46 t Nutzlast mit überdimensionaler KH-Kippmulde. Dank Kameraspiegel, Auffahrwarnsystem und Notbremsfunktion lässt sich der 520 PS starke Bolide sicher über den zugegebenermaßen leichten Parcours bewegen. Mit Tagesfahrerhaus, extra hoher Bauart und 4,45 m Radstand ist der Vierachser für 80 t Gesamtzuggewicht für den Einsatz in Minen prädestiniert.
Schlanker gibt sich da der Volvo FL 4x4 mit Mannschaftskabine für sechs Leute, Pritsche und Ladekran sowie 16,6 t zulässiges Gesamtgewicht. Besonders seine ZF-Achtgang-Automatik macht die Handhabung im Gelände und auf der Straße leicht.
Für die Entsorgung greift der 540 PS starke Volvo FMX 8x4 mit Joab-Hakenabrollgerät an. Ausgerüstet mit der extrem leichtgängigen VDS-Lenkung ist das Fahrzeug selbst im Zugbetrieb mit bis zu 65 t Gesamtgewicht spielend um jede Kurve zu zirkeln. Ebenfalls mit Hakenlift ausgerüstet und als Abrollkipper für Recycling und Entsorgung geeignet, zeigt sich der Volvo FH16 Aero 6x4 mit satten 600 PS.

Ihm kann nur noch der Volvo FH16 6x4 mit dem stärksten Dieselmotor und stolzen 780 PS als Sattelzug das Wasser reichen. Selbst voll beladen kommt das stattliche Gefährt in der leichten Topographie nie an seine Grenzen und verlangt nach den maximal in Schweden erlaubten 34,50 m Lastzuglänge und das höchste zulässige Gesamtgewicht von 74 t.
Kundenfazit: Begeisterung für E-Lkw und präzise Steuerung

Von diesem Truck wie auch von der gesamten Veranstaltung ist Manuel Butze schwer begeistert. Der Fuhrparkmanager von der Berlin Recycling GmbH hat „eine solche durchgestylte Baumaschinen-Show noch nicht erlebt“. „Im Zusammenspiel mit der tollen Musik und dem hohen Tempo der Dumper, Radlader und Lkw kommt sofort Gänsehaut-Feeling auf“, sagt der 43-Jährige. Er ist für zehn Volvo Elektro-Lkw vom Typ FM Low Entry, FM und FE sowie sechs Abrollkipper, drei Hecklader und ein Kofferfahrzeug verantwortlich. Außerdem betreut er die Baumaschinen im Fuhrpark. Daher gilt seine Aufmerksamkeit besonders den E-Radladern für den Glasumschlag und den batterieelektrischen Baggern. Für ein Wow-Effekt sorgte bei ihm bereits der Empfang am Volvo Customer Center: „Das große Spalier aus klatschenden Volvo-Mitarbeitern für uns Kunden am Eingang kennt man nicht und hat mich tief ergriffen“, verrät der gebürtige Berliner.

Ähnlich ergeht es Mathias Richter, der wie sein Kollege auch von Uwe Hellmich, Key Account Manager Deutschland, schon weit im Vorfeld der Volvo Days 2026 eingeladen wurde. Der technische Leiter bei MF Mineralöl-Logistik – einer Tochter der EB Trans-Gruppe und auf den Transport von Gefahrgut, Mineralöl, Gasen und Chemikalien spezialisiert – hat seit zwei Jahren auch Volvo-Lkw im Bestand. Inzwischen ist deren Anzahl auf knapp 20 Fahrzeuge angewachsen, vier weitere sind bereits bestellt und im Zulauf. Eine davon verfügt über einen LNG-Gasantrieb. Batterieelektrische Lkw sind im Gefahrgutbereich (noch) nicht erlaubt.
Im Bau kennen wir uns aus!
Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche. Gleich abonnieren!
Hier finden Sie Hinweise zum Datenschutz.


Die Volvo FM Globetrotter-Sattelzugmaschinen mit Tankauflieger transportieren deutschlandweit Benzin und Diesel für namhafte Mineralölunternehmen in die Tanklager und an die Tankstellen. Jährlich legen sie zirka 180.000 km zurück. Das Herz des CTO (Chief Technology Officer) schlägt für Elektro-Lkw wie den FM und FMX Electric. Der 42-Jährige würde es begrüßen, wenn die ADR-Regelung angepasst und geändert werden würde, damit Elektrolaster auch in seinem Unternehmen eine Rolle spielen können. Schließlich lassen sie sich einfach bedienen, erzeugen wenig Lärm und sind im urbanen Bereich emissionsfrei unterwegs.

