Wasserstoff-Lkw
Pakt für die Langstrecke: Iveco nutzt Toyota-Brennstoffzelle im S-eWay

Schwere Batterie-Lkw haben im Fernverkehr ein massives Gewichtsproblem: Die tonnenschweren Akkus fressen wertvolle Nutzlast. Iveco und Toyota gehen im Rahmen des EU-Projekts "Empower" einen anderen Weg. Durch ein neues 300-kW-Brennstoffzellensystem halbiert sich das benötigte Batteriegewicht der Sattelzugmaschine bei einer Reichweite von über 900 Kilometern.
Allianz von Fahrzeughersteller und Wasserstoff-Pionier

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Im Rahmen des geförderten EU-Programms teilen die Partner die Aufgaben klar auf. Toyota bringt seine über drei Jahrzehnte entwickelte Brennstoffzellentechnologie ein. Iveco verantwortet die Gesamtentwicklung, die Fahrgestellintegration und die spätere Straßenerprobung des schweren Sattelzugs. Durch diese Allianz entsteht ein Fahrzeug, das den Wasserstoffantrieb näher an die wirtschaftlichen Anforderungen des Güterkraftverkehrs heranbringt.
Weniger Akku-Gewicht bedeutet mehr Ladung
Die Krux reiner Batterie-Lkw auf der Langstrecke ist das hohe Eigengewicht der Stromspeicher. Beim neuen Iveco S-eWay Fuel Cell liefert eine 300 Kilowatt starke Brennstoffzelle von Toyota den Strom während der Fahrt. Ein hocheffizientes Energiemanagement erlaubt es, die schwere Pufferbatterie im Vergleich zur Vorgängergeneration um die Hälfte zu verkleinern. So werden wertvolle Nutzlastkapazitäten zurückgewonnen.
900 Kilometer Reichweite als Ziel
Mit einer Tankfüllung Wasserstoff soll die neue Sattelzugmaschine Strecken von mehr als 900 Kilometern ohne Zwischenstopp bewältigen, heißt es von Iveco. Die für den gewerblichen Einsatz entscheidende Lebensdauer der Brennstoffzellen-Einheit beziffern die Entwickler auf über 25.000 Betriebsstunden. Das entspricht der geforderten Langlebigkeit im Dauereinsatz des Fernverkehrs.
Straßentests starten Anfang 2027
Die Erprobung der neuen Antriebstechnik im realen Betrieb steht laut Iveco kurz bevor. Nach ersten Validierungen im vierten Quartal des laufenden Jahres 2026 sollen die ersten Prototypen schon in der ersten Hälfte des Jahres 2027 auf öffentlichen Straßen rollen. Die Telemetrie- und Verbrauchsdaten, die dabei gesammelt werden, fließen direkt in die Vorbereitung der industriellen Serienproduktion der Wasserstoff-Lkw ein.
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