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Nutzfahrzeuge am Bau/

Lkw-Generationswechsel: Volvo differenziert E-Antriebe für den Bau

Lkw-Generationswechsel: Volvo differenziert E-Antriebe für den Bau
Die batterieelektrischen Lkw der zweiten Generation von Volvo sind individueller auf die unterschiedlichen Einsätze angepasst. | Foto: FH

Volvo Trucks zündet die zweite Stufe der schweren Elektromobilität. Während der schwedische Hersteller auf der Langstrecke Reichweitenrekorde aufstellt, geht er bei den neuen E-Lkw für die Baustelle einen ganz anderen Weg. Warum der E-Zentralantrieb hier die erste Wahl bleibt und wie viel Reichweite die neuen Akkus tatsächlich liefern.


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Nach acht Jahren Erfahrung mit Elektro-Lkw im Markt hat Volvo Trucks nachgelegt und die zweite Generation seiner Stromer-Laster vorgestellt. Bemerkenswert dabei: Es wird nicht alles über einen Kamm geschert, sondern noch individueller auf die verschiedenen Einsatzprofile und Bedürfnisse der Kunden geschaut.

E-Zentralantrieb als robuste Lösung für die Baustelle

Wer im Baugewerbe Fuhrparks managt, blickt auf Elektro-Lkw mit anderen Augen als der klassische Spediteur. Reichweite ist zwar auch im Materialtransport zwischen Kieswerk, Mischwerk und Baustelle ein Thema, doch die eigentlichen Herausforderungen liegen mehr in Robustheit, Achslasten und Nebenantrieb. Deshalb differenzieren die Schweden ihre neue Generation der batterieelektrischen Lkw stärker und beschreiten zwei unterschiedliche Wege. Während der nordische Hersteller mit einer neuen E-Achse und als Reichweitenkönig Schlagzeilen macht, bleibt für die Baukunden ein gründlich überarbeitetes Konzept mit E-Zentralantrieb, Kardanwelle und klassischen Hinterachsen die erste Wahl. Dieses Layout kommt in den Baureihen FMX, FM und FH zum Einsatz und bedient exakt jene Anforderungen, die der raue Alltag auf Schotter und Asphalt stellt.

Vielseitige Nebenantriebe für Kipper und Betonmischer

Der Volvo FMX 8x4 Fahrmischer besitzt fünf Batteriepakete mit insgesamt 450 kWh Bruttokapazität für rund 350 km Reichweite. | Foto: FH
Der Volvo FMX 8x4 Fahrmischer besitzt fünf Batteriepakete mit insgesamt 450 kWh Bruttokapazität für rund 350 km Reichweite. | Foto: FH

Im Mittelpunkt dieser Konstruktion stehen zwei neu entwickelte Elektromotoren, die das bisherige Dreier-Pack ablösen. Zusammen mit einem überarbeiteten, automatisierten I-Shift-Getriebe, das nun mit acht statt der bisherigen zwölf Fahrstufen arbeitet, bildet der Zentralantrieb eine kompakte Einheit im Fahrzeugrahmen. Die Kraft gelangt ganz traditionell über eine Gelenkwelle an die getriebene Hinterachse. Diese Architektur bringt auf der Baustelle entscheidende Vorteile mit sich. Allen voran steht das umfangreiche Angebot an Nebenantrieben, bei dem das E-Achsen-Modell schlichtweg passen müsste. Für den Betrieb von Hydraulikpumpen an Kippaufbauten, schweren Ladekranen oder Betonmischern stellt Volvo ein breites Portfolio bereit. Neben einem elektrischen Nebenantrieb (ePTO) mit 22 kW Wechselstrom sowie variablen Gleichstrom-Varianten mit 30, 60 oder 90 kW steht weiterhin ein unabhängiger Getriebe-Nebenantrieb zur Verfügung. Damit lassen sich Aufbauten mit hohem Leistungsbedarf genauso zuverlässig betreiben, wie man es vom Dieselantrieb gewohnt ist.

Zentralantrieb: Fünf Leistungsstufen für die punktgenaue Konfiguration

Im FM und FMX bleibt es beim Zentralantrieb, der nun aber mit nur zwei E-Motoren auskommt. | Foto: FH
Im FM und FMX bleibt es beim Zentralantrieb, der nun aber mit nur zwei E-Motoren auskommt. | Foto: FH

Auch bei den Leistungsdaten lässt Volvo dem Bauunternehmer freie Wahl. Der neue Zentralantrieb wird in insgesamt fünf abgestuften Leistungsvarianten angeboten, die ein Spektrum von 300 bis stattliche 540 kW (408 PS 734 PS) abdecken. Damit löst der Hersteller die bisher starre Einstellung von 490 kW (666 PS) ab und ermöglicht eine punktgenaue Abstimmung auf das jeweilige Einsatzprofil – vom Standard-Kipper bis zum Schwerlast-Fahrgestell.

Mehr nutzbare Batteriekapazität steigert die Reichweite

Als Stromspeicher dienen bis zu sechs seitlich am Rahmen montierte Batteriemodule mit NCA-Zellchemie (Nickel-Cobalt-Aluminium) von Samsung. Obwohl die installierte Gesamtkapazität von 540 kWh im Vergleich zur ersten Generation nominell gleichgeblieben ist, steigt der nutzbare Energiegehalt drastisch an. Dank erweiterter Erkenntnisse im Batteriemanagement gibt Volvo nun bis zu 85% der Kapazität frei, was 460 kWh entspricht. In Kombination mit der gesteigerten Effizienz des Zwei-Motoren-Triebstrangs soll die praxisnahe Reichweite von bisher rund 300 auf nunmehr bis zu 470 km steigen. Das sollte als Tagesfahrleistung bei vielen Bauunternehmen ausreichen, zumal jetzt auch noch die Ladeleistung von maximal 250 auf 350 kW angewachsen ist. Reichweitenangst adé.

E-Achse ermöglicht maximale Transportdistanzen

So kompakt sitzen die NCA-Akkus mit je 90 kWh Bruttokapazität am Außenrahmen der Volvo FM, FMX und FH Electric mit Zentralantrieb. | Foto: FH
So kompakt sitzen die NCA-Akkus mit je 90 kWh Bruttokapazität am Außenrahmen der Volvo FM, FMX und FH Electric mit Zentralantrieb. | Foto: FH
Auf der Straße oder beim Rangieren unter Last zeigt sich der Zentralantrieb von seiner Schokoladenseite. Bei Testfahrten mit dem Volvo FMX Electric 8x4 Fahrmischer, mit dem Kippsattel Volvo FM Electric 4x2 oder selbst in überlangen, tonnenschweren 25-m-Kombinationen wie den in Schweden zugelassenen 65-t-Zügen, begeistert das System mit einer unaufgeregten, enorm kraftvollen Entfaltung des Drehmoments. Ein brutales Rucken beim Anfahren gibt es nicht. Der E-Antrieb schiebt die Masse feinfühlig an, was im Gelände oder beim Heranfahren an eine Schüttgutanlage enorme Präzision erlaubt. Das neue Achtgang-Getriebe wechselt die Fahrstufen nahezu unmerklich und hält den Motor stets im effizienten Drehzahlfenster. Auf eine Ganganzeige im digitalen Cockpit verzichtet Volvo konsequent, ein schlichtes Symbol für den Automatikmodus genügt. Auch das Leergewicht des Stromers in dieser Bauart bleibt im vertretbaren Rahmen: Eine 4x2-Sattelzugmaschine mit 3.950 mm Radstand und dem vollen 540-kWh-Akkupaket wiegt rund 10,5 t. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 42 Tonnen für schwere E-Lkw-Züge verbleibt damit eine beachtliche Nutzlastreserve, die durch eine robuste Vollluftfederung des Chassis und der Kabine sowie eine technisch mit 9 t belastbare Vorderachse und 13-t-Hinterachse gut abgesichert wird.

Technische Daten: Volvo Electric der 2. Generation im Vergleich

Parameter

Zentralantrieb (Allrounder für den Bau)

E-Achse (Reichweitenkönig für die Langstrecke)

Fahrzeugtypen

FM Electric, FMX Electric, FH / FH Aero Electric

FH Aero Electric (6x2)

Antriebslayout

Zentralantrieb (EPT1008) mit 2 E-Motoren und 8-Gang-I-Shift-Getriebe

E-Achse mit 2 E-Motoren und 6-Gang-I-Shift-Getriebe

Leistungsstufen

300 / 350 / 400 / 470 / 540 kW
(408 / 476 / 544 / 639 / 734 PS)

420 / 460 kW
(570 / 625 PS)

Nebenantriebe (PTO)

• ePTO AC: 22 / 43 kW
• ePTO DC: 30 / 60 / 90 kW
• Mechanischer Getriebe-PTO

• ePTO AC: 22 kW (400 V)

Batteriekapazität

Max. 540 kWh installiert
(460 kWh nutzbar / 85 %)

585 / 780 kWh installiert
(545 / 725 kWh nutzbar / 93 %)

Batterielayout

2 bis 6 Module (je 90 kWh), seitlich am Rahmen; NCA-Akkus (Samsung)

6 oder 8 L-förmige Module (je 97,5 kWh), seitlich am Chassis; NCA-Akkus (Samsung)

Max. Reichweite

Bis zu 470 km

525 km (mit 585 kWh) / 700 km (mit 780 kWh)

Max. Ladeleistung

350 kW (CCS2)

350 kW (CCS2) / 700 kW (MCS - Megawatt-Laden)

Leergewicht

Ca. 10,5 t (bei 540 kWh)

11,8 t (bei 585 kWh) / 13,3 t (bei 780 kWh)

Radstand

3.950 mm (bei 540 kWh)

3.600 mm (bei 585 kWh) / 4.100 mm (bei 780 kWh)

Fahrwerk / Achsen

• 9-t-Vorderachse, 13-t-Hinterachse
• Vollluftfederung

• 9-t-Vorderachse, 13-t-Hinterachse
• Lift- und lenkbare 4,5-t-Nachlaufachse (17,5"-Bereifung)
• Vollluftfederung

Gesamtlänge

Standard

Ca. 17,80 m mit Standard-Trailer (bei 780-kWh-Akku)

Zul. Gesamtgewicht

Bis zu 42,0 t

Bis zu 42,0 t

Produktionsstart

September 2026

September 2026

E-Achse für Langstrecken-Laster

Während der Zentralantrieb die Allzweckwaffe für den Bau ist, zeigt Volvo mit der zweiten Baureihen-Variante des FH Aero Electric, was technisch auf der Langstrecke möglich ist. Dieses Fahrzeug basiert auf einer grundlegend anderen Philosophie und richtet sich an Transporteure, die im Fernverkehr mit Baustoffen maximale Reichweiten benötigen. Um Schichten von bis zu neun Stunden ohne Ladestopp zu ermöglichen, haben die schwedischen Ingenieure ein Flaggschiff konstruiert, das mit allen bisherigen Konventionen bricht.

Mehr Bauraum im Rahmen für zusätzliche Akkupacks

Die L-förmigen NCA-Akkus schmiegen sich platzsparend unter das Chassis und liefern bis zu 780 kWh Energie. | Foto: FH
Die L-förmigen NCA-Akkus schmiegen sich platzsparend unter das Chassis und liefern bis zu 780 kWh Energie. | Foto: FH

Herzstück dieser Modellvariante ist die neu entwickelte E-Achse, in deren Gehäuse zwei Elektromotoren und ein automatisiertes Sechsgang-I-Shift-Getriebe integriert sind. Dieses kompakte Aggregat leistet wahlweise 420 oder 460 kW (570 oder 625 PS). Durch die Platzierung des Antriebs unmittelbar an der Hinterachse wird der Raum zwischen den Rahmenlängsträgern frei für mehr Batteriepakete.

Volvo nutzt hier L-förmig geformte Akkupacks, die sich seitlich um und unter den Rahmen anschmiegen. In der vollen Ausbaustufe lassen sich so sechs oder acht Batteriemodule mit einer installierten Gesamtkapazität von 585 oder 780 kWh unterbringen. Die nutzbare Kapazität liegt bei 93 Prozent, was nominell 545 beziehungsweise 725 kWh entspricht. Damit knackt Volvo Trucks eigenen Angaben zufolge mit einer einzigen Aufladung erstmals die 700-km-Reichweiten-Marke im Fernverkehr.

Dreiachsige Sattelzugmaschine mit höherem Leergewicht

Die neuen FH Aero Electric mit E-Achse kommen immer mit einer zusätzlichen 4,5-t-Nachlaufachse auf die Straße. | Foto: FH
Die neuen FH Aero Electric mit E-Achse kommen immer mit einer zusätzlichen 4,5-t-Nachlaufachse auf die Straße. | Foto: FH
Die hohe Anzahl an Energiespeicher hat jedoch Einfluss auf die Abmessungen und das Leergewicht. Um die maximal acht Batterien unterzubringen, wächst der Radstand der generell dreiachsigen Sattelzugmaschine auf 4,10 m. In Kombination mit der aerodynamisch optimierten FH-Aero-Front verlängert sich der Gesamtzug mit Standardauflieger auf 17,80 m, was dank EU-Ausnahmeregelungen für aerodynamische Fahrerhäuser legal ist. Allerdings bringt der Reichweitenkönig in Vollausstattung auch satte 13,3 t Leergewicht auf die Waage. Da die E-Achse selbst rund 1 t wiegt und die Akkupakete ihr Übriges tun, drohte ohne Ausgleich eine drastische Überlastung der Antriebsachse.

Gelenkte Nachlaufachse sichert die gesetzlichen Achslasten

Die Lösung der Schweden ist ebenso pragmatisch wie visuell gewöhnungsbedürftig: Hinter der Antriebsachse montiert Volvo eine 4,5-t-Nachlaufachse, die liftbar, lenkbar und mit kleineren 17,5“-Rädern bestückt ist. Diese Hilfsachse schafft am Heck eine Achslastreserve von insgesamt 16 t und stellt sicher, dass der Zug bei allen Beladungszuständen rechtlich einwandfrei betrieben werden kann. Unterwegs offenbart auch das E-Achsen-Modell ein schwereloses Fahrgefühl. Trotz imposanter Gesamtlänge fährt sich der Extended-Range-Volvo überraschend handlich. Im Stadtverkehr und in Kreisverkehren zwingt der lange Radstand zwar zu etwas weiterem Ausholen, doch die aktiv mitlenkende Nachlaufachse zirkelt das Heck sauber hinterher.

Stufenlose Rekuperation schont die Betriebsbremsen

Das Zusammenspiel der zwei E-Motoren mit dem Sechsgang-Getriebe verläuft extrem harmonisch. Lediglich bei einer Beschleunigung aus dem Stand an einer steilen Steigung lässt sich für den Bruchteil einer Sekunde eine winzige Schaltpause erahnen. Im normalen Fahrbetrieb auf der Landstraße oder Autobahn erfolgen die Gangwechsel völlig ruckfrei und lautlos. Über den rechten Lenkstockhebel lässt sich die Rekuperation feinfühlig in mehreren Stufen dosieren. Bei richtiger Handhabung verzögert der Koloss rein elektrisch bis nahezu zum Stillstand, speist wertvolle Kilowattstunden zurück in die Akkus und schont dabei die Betriebsbremsen. Für Transportaufgaben, die zwar viel Reichweite, aber nicht ganz die extremen 700 km erfordern, bietet Volvo diesen Dreiachser auch mit 3,60 m Radstand und sechs Batterien an. Diese Version wiegt leer rund 11,8 t, leistet ebenfalls bis zu 460 kW und soll mit 545 kWh nutzbarer Kapazität immer noch 525 km Reichweite erzielen.

Einheitliches Bedienkonzept erleichtert den Fahrerwechsel

Der Arbeitsplatz hat sich bis auf das neue Lenkstockhebel-Design kaum verändert. Übersichtliches Digital-Display im Zentrum. | Foto: FH
Der Arbeitsplatz hat sich bis auf das neue Lenkstockhebel-Design kaum verändert. Übersichtliches Digital-Display im Zentrum. | Foto: FH

Egal ob Zentralantrieb für die Baustelle oder E-Achse für die Langstrecke: Bei der Bedienung und dem Ladekonzept führt Volvo die unterschiedlichen Systeme wieder zusammen. Im Fahrerhaus finden sich auch Diesel-Umsteiger auf Anhieb zurecht. Das Bedienkonzept entspricht dem gewohnten FH- beziehungsweise FM/FMX-Standard. Die Fahrtrichtungswahl erfolgt weiterhin über den Wählknauf am Fahrersitz, während das digitale Instrumentendisplay übersichtlich über den Energiefluss informiert. Kurios für Neulinge: Durch die hohe Rekuperationsleistung rutscht die Anzeige des Momentanverbrauchs bei Bergabfahrten oder beim Heranrollen an rote Ampeln regelmäßig ins Minus, wenn der Strom zurück in die Batterien fließt.

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Megawatt-Laden macht den Mehrschichtbetrieb möglich

Das Nachladen der Samsung-Akkus erfolgt bei Volvo jetzt immer auf der linken Fahrzeugseite mit maximal 350 kW (CCS2) oder 700 kW (MCS) Ladeleistung. | Foto: FH
Das Nachladen der Samsung-Akkus erfolgt bei Volvo jetzt immer auf der linken Fahrzeugseite mit maximal 350 kW (CCS2) oder 700 kW (MCS) Ladeleistung. | Foto: FH

Vereinheitlicht hat Volvo auch die Position der Ladeanschlüsse. Sämtliche Modelle der zweiten Generation werden künftig ausschließlich auf der linken Fahrzeugseite direkt hinter der Vorderachse geladen. Die maximale Ladeleistung über den CCS2-Standard steigt bei allen Varianten auf bis zu 350 kW. Das Flaggschiff mit E-Achse verfügt fahrerseitig zusätzlich über einen Anschluss für das Megawatt-Laden (MCS). An entsprechenden Hochleistungssäulen sind Ladeleistungen bis 700 kW möglich, wodurch der Akku in nur 50 Minuten von 20 auf 80% geladen sein sollen. Damit rückt selbst bei schweren Gesamtzügen ein effizienter Mehrschichtbetrieb in greifbare Nähe.

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Produktionsstart im Herbst und langfristige Antriebsstrategie

Die Fertigung der neuen schweren E-Lkw-Generation läuft schrittweise im September 2026 in den europäischen Stammwerken in Göteborg und Gent an. Während die Extended-Range-Version das technisch Machbare im Fernverkehr demonstriert, steht fest: Für das Baugewerbe ist die gezielte Weiterentwicklung der Zentralantriebs-Modelle das entscheidende Signal. Die Einführung der neuen Elektro-Lkw ist eingebettet in eine langfristige Konzernstrategie. Volvo investiert mehrere Milliarden Schweden-Kronen, um bis zum Jahr 2040 eine Netto-Null-Emissionsbilanz zu erreichen. Dabei setzt der Hersteller auf einen dreigleisigen Technologiemix aus batterieelektrischen Antrieben, Brennstoffzellen mit Wasserstoff sowie hocheffizienten Verbrennungsmotoren. Für Letztere führt Volvo eine völlig neue 13-l-Motorplattform ein, die primär für erneuerbare Kraftstoffe wie HVO und Biogas konzipiert ist und bis Ende des Jahrzehnts auch als Wasserstoff-Verbrennungsmotor in Markt kommt. Damit unterstreichen die Schweden, dass in Spezialsegmenten wie dem Bau je nach lokaler Infrastruktur auch künftig der Verbrenner seine Rolle spielen wird.

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