Schwerlast-Pick-up
Ranger Super Duty: 4,5 Tonnen am Haken und ein verstärktes Chassis

Ford Pro erweitert seine Nutzfahrzeug-Palette in Europa um ein echtes Schwergewicht: den Ranger Super Duty. Mit einer zulässigen Anhängelast von 4,5 Tonnen und einer Nutzlast von fast zwei Tonnen zielt das Modell direkt auf gewerbliche Kunden im Bauwesen, der Forstwirtschaft und der Infrastruktur-Entwicklung, die bisher an die konstruktiven Grenzen europäischer Pick-ups stießen.

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Nach dem Europa-Launch in Salzburg feiert der Pick-up seine Deutschland-Premiere auf der Messe "Abenteuer & Allrad" in Bad Kissingen (4. bis 7. Juni). Mit den veröffentlichten Leistungsdaten positioniert Ford den Super Duty in einer Nische, die in Europa praktisch konkurrenzlos ist. Im Vergleich zu den bisher leistungsfähigsten Ranger-Varianten bietet die Schwerlastversion eine zusätzliche Tonne Anhängelast und fast die doppelte Zuladung. Das zulässige Gesamtzuggewicht liegt bei 8.000 Kilogramm.
Massiv verstärktes Chassis für den Hängerbetrieb
Um diese Lasten sicher zu bewegen und dauerhaft zu verkraften, hat Ford das Fahrwerk und den Antriebsstrang umfassend überarbeitet. Der Fahrzeugrahmen, die Aufhängungspunkte und vor allem die Verankerung der Anhängerkupplung wurden strukturell verstärkt. Auch die Antriebswellen und das Hinterachsdifferenzial wurden dimensioniert, um dem höheren Zuggewicht standzuhalten.
Für den Einsatz abseits befestigter Straßen bietet das überarbeitete Chassis knapp 300 Millimeter Bodenfreiheit und eine Wattiefe von 850 Millimetern. Um die massiv gestiegenen Radlasten zu verteilen, wurden die Naben auf acht Befestigungspunkte umgerüstet und mit größeren Radschrauben versehen.

Leistungsdaten im Überblick:
Merkmal | Wert / Spezifikation |
Max. Anhängelast | 4,5 Tonnen |
Max. Nutzlast | 1.982 Kilogramm |
Gesamtzuggewicht | 8.000 Kilogramm |
Motor | 3,0-Liter-V6-Turbodiesel (154 kW / 209 PS / 600 Nm) |
Antrieb | Allradantrieb mit Sperrdifferenzial & 10-Gang-Automatik |
Bodenfreiheit | ca. 300 mm |
Vorbereitet für Spezial-Aufbauten
Ford hat den Ranger Super Duty ab Werk als Basisfahrzeug für Umrüster konzipiert. Der verstärkte Rahmen und leicht zugängliche Befestigungspunkte sollen den Aufbau von Kippvorrichtungen, Hebezeugen oder Kofferaufbauten erleichtern.
Besonders praxisnah für den Betriebsalltag: Im Dach der Kabine sind sechs komplett verkabelte Schalter (je 60 Ampere) vorinstalliert. Darüber lassen sich elektrische Zusatzausstattungen ohne nachträgliche Bohrungen oder Kabelbäume ansteuern. Zudem ist im Armaturenbrett ein System zur Befestigung von Laptops oder Zusatz-Monitoren integriert.
Intelligente Helfer für das Zuggewicht
Da das Fahrzeug primär für schwere Transporte ausgelegt ist, stattet Ford den Super Duty serienmäßig mit spezifischen Assistenzsystemen aus. Über eine On-Board-Waage mit Sensoren an den Radaufhängungen lässt sich das aktuelle Ladegewicht direkt im Cockpit ablesen. Ein Stützlast-Assistent hilft dem Fahrer, die Gewichtsverteilung auf der Anhängerkupplung zu kontrollieren.
Ein nützliches Feature für das Rangieren mit Anhängern auf engen Baustellen ist der Anhänger-Wende-Assistent. Das System verkleinert den Wendekreis, indem es bei starkem Lenkeinschlag das kurveninnere Hinterrad gezielt abbremst. Der Ford Ranger Super Duty ist ab sofort bestellbar, die ersten Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden.
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