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Fahrbericht Iveco S-Way: So gut ist der neue xC13-Diesel
Iveco konzentriert sich auf das Wesentliche: Mit dem runderneuerten S-Way und dem effizienten xC13-Motor zeigen die Italiener, wie viel Potenzial noch im Diesel steckt. | Foto: FH

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Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation

Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation

Mit der GIPO P 101 GIGA und GIPO P 111 GIGA präsentiert der Schweizer Hersteller zwei neue Prallbrecher, die rein elektrisch betrieben werden können.


In Zeiten akuten Fahrermangels muss man dem Fahrpersonal schon einiges bieten, um es bei Laune zu halten. Erst recht, wenn das Lkw-Marken-Image in Deutschland nicht das allerbeste ist. Grund genug für Iveco, sich seines Flaggschiffs S-Way anzunehmen und durch viel Feinschliff zu weiter modernisieren. Während die Turiner Designer äußerlich eher zaghaft an der Hülle feilten, zündeten die Ingenieure innen ein wahres Feuerwerk an Neuheiten.

Feinschliff an der Hülle, Kameras statt Spiegel

Die Kameraspiegel schmiegen sich an eng die S-Way-Kabine an und bieten wenig Angriffsfläche für den Fahrtwind. | Foto: FH
Die Kameraspiegel schmiegen sich an eng die S-Way-Kabine an und bieten wenig Angriffsfläche für den Fahrtwind. | Foto: FH

Wer genau hinschaut, bemerkt den neu gestalteten Iveco-Schriftzug in chromglänzend oder mattgrau an der Frontklappe. Kunden können unter einer Vielzahl von ansehnlichen Designvarianten für die Kühlergrillrippen auswählen. Farbe, Kontrastfarbe oder Chrom stehen zur Auswahl und machen den Schwer-Lkw eine Spur hübscher. Auffälliger noch sind die neuen Mirror-Cams, sofern der Kunde sie nicht explizit abgewählt und durch konventionelle Spiegel ersetzt lassen hat. Dann jedoch geht ein Teil der Verbrauchsvorteile der neuen S-Way-Generation wieder verloren, wie Iveco betont. Die digitale Lösung bietet aerodynamisch wie sicherheitstechnisch viele Vorteile. Im Test zeigten die Mirror-Cams, die auch Mercedes-Benz im Actros und Arocs verwendet, keine Schwächen. Beide Systeme stammen vom selben Zulieferer Bosch und liefern ein gestochen scharfes Bild in den hochkant an den A-Säulen montierten TFT-Displays. Nur ähnlich wie Daimler kann oder will auch Iveco nicht auf die herkömmlichen Front- und Rampenspiegel verzichten.

Cockpit in neuem Design

Innen erwarten den Fahrer ein neues Lenkrad mit Start-Stoppknopf, volldigitale Displays und haptische Bedientasten für wichtige Funktionen. | Foto: FH
Innen erwarten den Fahrer ein neues Lenkrad mit Start-Stoppknopf, volldigitale Displays und haptische Bedientasten für wichtige Funktionen. | Foto: FH

In der großen Active-Space-Kabine setzt sich der Reigen an Neuerungen weiter fort. Iveco spendierte dem S-Way einen völlig neuen Armaturenträger mit teilweise hinterschäumten Kunststoffen. Damit machen Haptik und Wertigkeit einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck. Das neue Multifunktionslenkrad mit dickem Lenkkranz fällt jetzt mit 45 cm Durchmesser zwar kleiner aus, lässt sich aber zusammen mit der Lenksäule deutlich weiter verstellen. Dadurch verbessert sich die Sitzposition. Eine bequeme Position im S-Way einzunehmen, fällt nun alle Fahrer-Staturen deutlich leichter. Zudem entriegelt der Chauffeur das Lenkrad nicht mehr per versteckter Suchtaste unter der Fußmatte, sondern mittels großen Knopfs, den der linke vorgestreckte Fuß zielsicher findet.

Die Schubladen im Mittelteil des Armaturenbretts bieten viel Stauraum und fügen sich fließend ins neue Kabinendesign ein. | Foto: FH
Die Schubladen im Mittelteil des Armaturenbretts bieten viel Stauraum und fügen sich fließend ins neue Kabinendesign ein. | Foto: FH

Digitale Anzeigen, haptische Schalter

Das neue Cockpit hievt den S-Way wieder auf Klassenstand. Das blendfreie, 10“ große Kombiinstrument ist jetzt dank Digitaltechnik frei konfigurierbar. Es schafft mit reichhaltigen Grafiken eine tolle Übersicht über die verschiedenen Fahrzeuginformationen und lässt sich von Vollfettstufe bis reduzierter Nachtanzeige maßschneidert dem Fahrergeschmack anpassen. Die neuen Bedienelemente an den Lenkstockhebeln sorgen dafür, dass er alles Wichtige immer in Reichweite hat. Eine elektrische Feststellbremse hat ebenfalls Einzug gehalten. Zusätzlich wertet jetzt ein Touchscreen in der Mitte des Armaturenträgers den Fahrerplatz auf. Infotainmentsystem, Navigation, DAB-Radio und Rückfahrkamera lassen sich darüber ansteuern. Darunter sitzt eine bedienfreundliche Reihe von Tastschaltern für die Bedienung wichtiger Hauptfunktionen sowie die ebenfalls per Tastendruck bedienbare Klimasteuerung. Die Kombination von digitalen Funktionen und haptischen Schaltern ist durchaus gelungen. Pfiffig ist der ausklappbare, stabile Falttisch vor dem Beifahrerplatz.
In Fahrpausen kann der Fahrer den faltbaren Klapptisch vorm Beifahrersitz nutzen. | Foto: FH
In Fahrpausen kann der Fahrer den faltbaren Klapptisch vorm Beifahrersitz nutzen. | Foto: FH

Starten per Knopfdruck

Zum Motorstart braucht der Fahrer keinen Zündschlüssel mehr. Der neue schicke Elektronik-Schlüssel muss nur mit an Bord sein. Zum Zünden der Maschine gibt es eine Start-Stopp-Taste, die ganz im Sportwagenstil links unten im neuen Lenkrad integriert ist. So entfällt zwar das Suchen im Armaturenträger, verhindert aber das gemütliche Einhängen der Hand auf längeren Fahrten. Das große Active Space-Fahrerhaus wartet mit 2,15 m Innenhöhe auf. Die beiden Betten im hinteren Abteil wirken komfortabel. Staufächer und Ablagen rund um den Fahrer gibt es reichlich. Auch der Kühlschrank fehlt nicht. Wahlweise gibt es ihn sogar mit Eisfach. Den insgesamt positiven Eindruck von der Premiumkabine schmälert nur der billig wirkende Hartplastikgriff zum Öffnen der Türen.

Das Herzstück: 114 kg leichter, bis 580 PS stark

Der neue xCursor 13-Motor mit neuem Motorblock und Zylinderkopf ist 114 kg leichter geworden und leistet jetzt zwischen 460 und 580 PS. | Foto: FH
Der neue xCursor 13-Motor mit neuem Motorblock und Zylinderkopf ist 114 kg leichter geworden und leistet jetzt zwischen 460 und 580 PS. | Foto: FH
Iveco bekennt sich eindeutig zur Antriebsvielfalt und setzt auf den Dreiklang aus Diesel, Gas und Elektro. Ihren Reihensechszylinder Cursor 13 haben die Italiener grundlegend modernisiert. Der 12,9 l große Dieselmotor spendierte Iveco einen überarbeiteten Motorblock, einen neuen Zylinderkopf, neue Turbolader und erhöhte den Einspritzdruck. Dank verbessertem Gussverfahren und der Verwendung von mehr Kunststoffteilen wie für die Ölwanne gelang es den Technikern, das Aggregat 114 kg leichter zu gestalten. Die Neuerung findet sich in der Motorenbezeichnung wieder. Der jetzige xC13 wiegt trocken nur 1.018 kg und baut damit leichter als der kleinere Cursor 11, den Iveco deshalb komplett aus dem Programm nahm. Zusammen mit dem neuen Hi-Tronix-Getriebe der 2. Generation, länger übersetzten Hinterachsen, weiterentwickeltem GPS-Tempomat und Spiegelersatzsystem sollen sich rund 10,5 % Verbrauchsvorteil gegenüber dem Vorgänger einstellen.

In punkto Leistung kann der S-Way-Kunde beim xC13 aus vier Varianten in 40-PS-Schritten wählen. Als Einstieg in die Fernverkehrsklasse fungiert die 460-PS-Version mit 2.500 Nm Drehmomentbestwert. Weiter geht es mit 500 PS und 2.600 Nm sowie 540 PS und 2.700 Nm. Die Leistungsspitze markiert das Triebwerk mit 580 PS und strammen 2.800 Nm. Zum Test rückt ein 500 PS starker S-Way mit größter Fernverkehrskabine und Standard-Planenauflieger an. Um bei Autobahntempo von 85 km/h nicht über eine sparsame Drehzahl von 1.000/min zu kommen, rüstete Iveco den Sattelzug mit einer stark ins Lange übersetzten 2,06er Hinterachse (i=2,06) zur Drehzahlabsenkung und für mehr Sparsamkeit aus.

Sparsamer xC13-Motor

Das macht sich bezahlt. Schon ab weniger als 850/min wuchtet der xC13-Dieselmotor mit zweiflutigem Single-Turbolader sein größtes Drehmoment auf die Kurbelwelle und verspricht in diesem Drehzahlkeller wenig Verbrauch und hohe Effizienz. In der Praxis überzeugt das Triebwerk, das auch HVO bis zu 100% verträgt, durch hohe Elastizität und wenig Vibration. Das ZF-Traxon-Schaltgetriebe, das bei Iveco Hi-Traxon Gen2 heißt, findet in jeder Fahrsituation den passenden Gang, der reaktionsschnell und ohne spürbare Zugkraftunterbrechung automatisiert eingelegt wird. Der neu abgestimmte GPS-Tempomat regelt zuverlässig die Geschwindigkeit und arbeitet dezent im Hintergrund. Über- und Unterschwinger lassen sich jetzt wieder frei zwischen plus 15 und minus 10 km/h setzen. Da sollte jeder Fahrer seinen persönlichen Geschmack finden und den Service rege nutzen können.

Komfortabel, aber nicht ohne Windgeräusche

Die Geräuschdämmung hat Iveco gut im Griff. Vom Antriebsstrang ist wenig zu hören. Das Verbrennungsgeräusch klingt dumpfer als zuvor und ist damit für Dieselfans ganz angenehm zu hören. Das Pfeifen des Turboladers fällt dezent aus. Nerviger sind die Windgeräusche von der Sonnenblende des S-Way. Und obwohl wuchtige Spiegel fehlen, sorgen selbst die dünnen arme der Mirror-Cams bei ungünstiger Anströmung für hörbare Windgeräusche.

Das Fahrwerk ist trotz der Einblattfederung an der Vorderachse komfortabel abgestimmt. Die elektrisch unterstütze Lenkung arbeitet direkt und angenehm straff. Das gilt auch für die Fahrerhausfederung, die in Kurven kein übermäßiges Wanken und Schaukeln zulässt. Der zweistufige Turbolader sorgt über den gesamten Hauptfahrbereich für gut verwertbare Leistung, so dass der Sattelzug zügig auf Autobahntempo gebracht ist.

Neue Motorbremse macht Intarder überflüssig

Lob verdient die neue Hochleistungsmotorbremse mit rund einem Drittel verbessertem Wirkungsgrad. Die gegen Aufpreis lieferbare Dauerbremse namens High-Performance-Engine-Brake verzögert die Fuhre in sechs Stufen am Lenkstockhebel mit maximal 530 kW Bremsleistung, wodurch sich beim 40-Tonner auf einen gewichtigen Intarder verzichten lässt. Zum Heranbremsen an Kreuzungen und Kreisverkehr braucht es die Betriebsbremse daher nur noch auf den letzten Metern bis zum Stillstand.

Auch Erdgas geht: LNG-Variante xC13G mit 500 PS

Statt mit Dieselmotor lässt sich der Iveco S-Way LNG jetzt auch mit 500 PS starkem Gasmotor ordern. | Foto: FH
Statt mit Dieselmotor lässt sich der Iveco S-Way LNG jetzt auch mit 500 PS starkem Gasmotor ordern. | Foto: FH
Neben Diesel- und Elektro-Antrieb baut Iveco als Erdgas-Pionier den Gasantrieb weiter aus. Parallel zu den 400- und 460-PS-Gasmotoren nach dem Otto-Prinzip mit Zündkerzen steuert Iveco die erstarkte LNG-Variante xC13G mit 500 PS und maximalem Drehmoment von 2.200 Nm bei 1.000-1.500/min hinzu. Der neue Erdgas-ltaliener kann neben seiner Abgasarmut auch eine wirtschaftliche Alternative zum Dieselverbrenner sein. Der lveco S-Way LNG zeigt in der Praxis keine Anfahrschwäche mehr und braucht auch keine so hohen Drehzahlen wie zuvor. Downspeeding ist auch für den moderne Fremdzünder angesagt. In Sachen Fahrbarkeil steht er dem Diesel kaum nach, sieht man von dem etwas verhaltenerem Temperament beim Beschleunigen einmal ab. Das automatisierte Direktganggetriebe liefert mit diskreter Perfektion die passenden Gänge, so dass der sehr leise Gasantrieb nie über Gebühr auf Touren gebracht werden muss. Dafür sorgt zusätzlich die 2,31er Hinterachse.

Hohe Reichweite mit LNG-Truck

Auch beim LNG-Iveco gibt es die Wahl zwischen vier Schaltprogrammen: Economy, Normal, Perfomance und Silent. Der Economy-Modus ist rein aufs Sparen ausgelegt, weshalb das Normal-Programm eher den Fahrergeschmack treffen dürfte. Der Silent-Modus lässt die laute Motorbremse schweigen und ist für nächtliche Anlieferung in der Stadt gedacht. Und mit etwa 1.700 km Reichweite ist S-Way LNG durchaus für den Fernverkehr tauglich. Als klassischer CNG-Verbrenner schafft der S-Way mit Zusatztanks immerhin bis 800 km ohne Tankstopp.

Services und KI wachen über den Truck

Mit dem neuen, in Madrid gebauten S-Way beschreitet lveco auch im Bereich Services einen weiteren Schritt. Der Einsatz künstlicher Intelligenz soll helfen, Ausfallzeiten aufgrund technischer Defekte komplett auszuschließen. Über eine serienmäßig verbaute Telematikbox und das Telematikportal Iveco On wacht die KI in den ersten drei Jahren kostenlos über den Zustand der wichtigsten Baugruppen im S-Way. Voraussetzung ist die Zustimmung des Kunden. Dann schlägt sie bei Bedarf auch im Turiner Support-Center Alarm, wenn die Gefahr einer Panne droht. Von dort aus organisiert dann ein Team die nötige Hilfe. Hinzu kommen verschiedene Wartungspakete und eine Fahrer-App, die per Mobiltelefon die Steuerung verschiedener Fahrzeugfunktionen zulässt. Auch im Fall eines ungeplanten Werkstattaufenthalts kann sie für eine Rundumversorgung samt Hotel, Verpflegung oder medizinischer Hilfe sorgen.

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