Newsletter abonnieren

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.

Newsletter Anmeldung
B_Ibaumagazin
Schalung: Lifttunnel am Alpincenter Bottrop bei 23,4 % Gefälle gebaut
Lifttunnel für das Alpincenter Bottrop: Die massive Bodenplatte wurde über die gesamte Länge von 200 Metern mit einer Breite von 8 Metern ausgeführt. | Foto: Ringer

Am Alpincenter Bottrop ist der Neubau eines Lifttunnels abgeschlossen. Der rund 200 m lange Tunnel ersetzt eine ältere Anlage samt Notfalltunnel, die zuvor vollständig zurückgebaut wurde. Ziel des Projekts war eine statisch optimierte Konstruktion mit höherer Tragfähigkeit sowie verbesserten Sicherheits- und Entrauchungskonzepten für den Evakuierungsfall.

Das Alpincenter gilt mit einer Pistenlänge von 640 Metern als längste Skihalle Europas. Der neue Tunnel transportiert Wintersportler seit der Wintersaison 2025 unterirdisch vom Tal direkt zur Skipiste. Noch bis zum Mai dauert die Skisaison auf der Anlage im Ruhrgebiet.

Steiles Gelände stellt hohe Anforderungen

Spektakuläres Bauprojekt am Alpincenter Bottrop: Auf der ehemaligen Abraumhalde eines Steinkohlebergbaus entsteht der Lifttunnel. | Foto: Ringer
Spektakuläres Bauprojekt am Alpincenter Bottrop: Auf der ehemaligen Abraumhalde eines Steinkohlebergbaus entsteht der Lifttunnel. | Foto: Ringer

Besonders anspruchsvoll waren die topografischen Bedingungen der Baustelle. Das Bauwerk entstand auf einer ehemaligen Abraumhalde des Steinkohlebergbaus. Das Baufeld wies ein Gefälle von bis zu 23,4 % auf, zudem waren die Platzverhältnisse begrenzt. Dies erforderte eine präzise Bauablaufplanung des Schalungsherstellers Ringer sowie den Einsatz von Kranen mit Raupenfahrwerk. Auch die Schalung musste so ausgelegt werden, dass sie unter diesen Bedingungen sicher fixiert und exakt ausgerichtet werden konnte. Realisiert wurde das Projekt mit dem ausführenden Unternehmen Fenne Baugesellschaft mbH und der Elvermann Schaltechnik.

Massive Bodenplatte als Grundlage

Den Auftakt bildete die Bodenplatte des Tunnels. Sie wurde über die gesamte Länge von 200 m mit einer Breite von 8 m und einer Stärke von 1 m ausgeführt. Zum Einsatz kam die Stahl-Master-Schalung von Ringer, die für hohe Frischbetondrücke ausgelegt ist. Die massive Bodenplatte übernimmt wesentliche Lastabtragungsfunktionen für das Bauwerk.

1.400 m² Schalung für Tunnelwände

Für die 6 m hohen Wände mit 50 cm Stärke kam die einseitig bedienbare Stahlrahmenschalung "Master Pro" mit Alkus-Schalhaut zum Einsatz. | Foto: Ringer
Für die 6 m hohen Wände mit 50 cm Stärke kam die einseitig bedienbare Stahlrahmenschalung "Master Pro" mit Alkus-Schalhaut zum Einsatz. | Foto: Ringer

Das zentrale Bauteil des Projekts sind die Tunnelwände. Sie erreichen eine Höhe von 6 m bei einer Stärke von 50 cm. Geschalt wurden sie mit der einseitig bedienbaren Stahlrahmenschalung "Master Pro" mit Alkus-Schalhaut. Dabei wurden jeweils zwei 3 m hohe Schalungselemente übereinander kombiniert. Entlang der gesamten Tunnelstrecke entstanden so drei durchgehende Wandscheiben.

Insgesamt befanden sich zu Spitzenzeiten rund 1.400 m² Schalfläche gleichzeitig im Einsatz. Die Schalung wurde mit Bodenhaltern im steilen Gelände fixiert, Richtstützen sorgten für die exakte Ausrichtung der Elemente. Selbst ein Knick im Gefälleverlauf ließ sich durch die flexible Systembauweise umsetzen.

Abschnittsweise Betonage im Taktverfahren

Die Tunnelwände entstanden abschnittsweise. Insgesamt wurden 17 Bauabschnitte mit jeweils rund 12 m Länge hergestellt. Pro Takt wurde in drei Partien gleichzeitig gearbeitet, sodass jeweils drei Abschnitte in einem Durchgang betoniert werden konnten. Dieses Vorgehen ermöglichte eine hohe Baugeschwindigkeit und einen effizienten Personaleinsatz, so die Projektbeteiligten.

Im Bau kennen wir uns aus!

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.

Gleich abonnieren!

Ich akzeptiere die Datenschutz-Bestimmungen.
Newsletter Anmeldung
Newsletter Anmeldung

4.300 m³ Beton und 850 t Bewehrungsstahl

Der Bau lief im Zweischichtbetrieb mit bis zu 30 Facharbeitern pro Schicht. Insgesamt wurden rund 850 t Bewehrungsstahl und etwa 4.300 m³ Beton eingebaut. Nach Abschluss der Betonarbeiten wurden die seitlichen Hänge wieder über dem Tunnel angefüllt.

Lesen Sie auch:

Neueste Beiträge:

Weitere Beiträge

1
2
3

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.

Bauleistungen
Bauleistungen

Bau

Dienstleistungen
Dienstleistungen

Dienst­leistung

Lieferleistungen
Lieferleistungen

Lieferung

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie passende Bundesländer aus.

Ausschreibungs-Radar
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Verwandte Bau-Stichworte:

Jetzt zum Newsletter anmelden:

Lesen Sie Nachrichten zu Bauwirtschaft und Baupolitik aus erster Hand. Plus: Hoch-, Tief- und Straßenbau.