Newsletter abonnieren

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche.
Hochbau/

Central Business Tower: Züblin betoniert drei Hochhauskerne parallel

Central Business Tower: Züblin betoniert drei Hochhauskerne parallel
Noch überragt der 200 m hohe „Main Tower“ den „Central Business Tower“. Wenn er fertig ist, wird er mit 205 Metern Höhe den Platz als Deutschlands fünfthöchstes Hochhaus übernehmen. | Foto: Doka

In Frankfurt am Main entsteht im Auftrag der Helaba der 205 Meter hohe Central Business Tower. Der Bau integriert die historische Sandsteinfassade eines Altbaus in eine moderne Hochhausarchitektur. Die extreme Enge der Innenstadtbaustelle zwingt den Generalunternehmer Züblin zu einer detaillierten Logistik- und Schalungsplanung.


Anzeige
Alles erfasst, aber kein Überblick: Wie läuft das Projekt eigentlich?

Alles erfasst, aber kein Überblick: Wie läuft das Projekt eigentlich?

Datenchaos am Monatsende? Wie Sie verstreute Baudaten auf einer Plattform zusammenführen und Ihre Projektmargen zielsicher steuern.


Der Central Business Tower wird eine Höhe von 205 Metern erreichen und löst damit den benachbarten Main Tower als fünfthöchstes Hochhaus in Deutschland ab. Die Architektur bindet ein über 130 Jahre altes, denkmalgeschütztes Stadthaus im Sockelbereich ein. Die historische Sandsteinfassade und die alte Schalterhalle wurden vorab behutsam zurückgebaut, die historischen Elemente restauriert. Der gesamte Hochhaus-Komplex soll nach den Plänen der Bauherrin Helaba im Jahr 2028 bezugsfertig sein.

Drei Hochhauskerne wachsen im Wochentakt

Die Hochauskerne des Nord- und Südturms des „Central Business Tower“ klettern voraus, leicht zeitversetzt folgt der Mittelturm. | Foto: Doka
Die Hochauskerne des Nord- und Südturms des „Central Business Tower“ klettern voraus, leicht zeitversetzt folgt der Mittelturm. | Foto: Doka

Der Entwurf der Architekten von KSP Engel sieht baulich drei eigenständige Hochhauskerne vor. Der Nord- und Südkern klettern bei der Betonage voraus, wodurch die Wände und Decken des Mittelkerns dazwischen mitwachsen können. Für die Schalungstechnik vertraut das ausführende Konsortium aus Züblin und der Dobler Metallbau auf die Plattform SCP des Schalungsspezialisten Doka sowie nachlaufende Lagerbühnen. Leistungsstarke Hydraulikzylinder heben die Plattformen, die Wandschalungen und die Materialcontainer in einem Hub in den jeweils nächsten Betonierabschnitt. Die Verlagerung der Materialversorgung direkt auf die Kletterbühne spart wichtige Krankapazitäten ein. Die Baustellenmannschaft kann auf diese Weise den vorgesehenen Wochentakt pro Stockwerk einhalten.

Neorenaissance meets Corporate Modernism: Der „Central Business Tower“ in Frankfurt integriert an seinem Sockel das über 130 Jahre Stadthaus. | Foto: Helaba, KSP ENGEL, Rendertaxi
Neorenaissance meets Corporate Modernism: Der „Central Business Tower“ in Frankfurt integriert an seinem Sockel das über 130 Jahre Stadthaus. | Foto: Helaba, KSP ENGEL, Rendertaxi

Versprünge in der Fassade erfordern Maßarbeit

Die West- und Ostfassaden weisen auf den Stockwerken 16, 29 und 41 jeweils einen deutlichen Versprung auf. Der Turm verschlankt sich an diesen Punkten um einige Meter. Zur Absicherung der Deckenränder stützt eine zusätzliche Strebenkonstruktion die Schutzschildeinheiten in diesen Bereichen ab. Die Einteilung der Schutzschildelemente erfolgte so, dass die Elemente nach den baulichen Versätzen passgenau mit der Gebäudekante zurückspringen.

Digitale Kollisionsprüfung in Revit

Aufgrund der Parallelbetonage der drei Hochhauskerne planten die Doka-Techniker die komplexen Träger- und Klappkonstruktionen der Wandschalung vorab digital in der Software Revit. Die 3D-Modellierung sicherte die exakte Abfolge der Klappmechanismen auf der Baustelle ab. Die Ingenieure modellierten zudem spezielle Stahlsonderteile, die ein passgenaues Verbinden und kollisionsfreies Ausschalen der Schalungselemente garantierten. Das digitale Modell diente der Bauleitung anschließend als Grundlage für die Einsatzplanung und den Ablauf des Klettervorgangs.

Logistische Meisterleistung in der Innenstadt

Die denkmalgeschützte Fassade im Neorenaissance-Stil aus den 1890ern wird sorgfältig mit dem Neubau verbunden. Wegen der engen Platzverhältnisse waren Just-in-time-Lieferungen essentiell. | Foto: Doka
Die denkmalgeschützte Fassade im Neorenaissance-Stil aus den 1890ern wird sorgfältig mit dem Neubau verbunden. Wegen der engen Platzverhältnisse waren Just-in-time-Lieferungen essentiell. | Foto: Doka

Die Baustelle an der Kreuzung Neue Mainzer Straße und Junghofstraße bietet kaum Raum für Materiallagerungen. „Sie können sich vorstellen, dass wir hier, mitten in der Frankfurter Innenstadt, sehr, sehr wenig Raum zum Lagern und Montieren haben“, skizziert Tillmann Walz, verantwortlicher Bauleiter bei Züblin, das logistische Hauptproblem. Eine extrem dichte Just-in-time-Lieferkette der Doka-Elemente verhinderte längere Zwischenlagerungen und entlastete die Baustellenlogistik spürbar.

Im Bau kennen wir uns aus!

Für Sie bauen wir unseren Newsletter mit den relevantesten Neuigkeiten aus der Branche. Gleich abonnieren!

Datenschutzhinweise
Newsletter Anmeldung
Newsletter Anmeldung

Höchste Nachhaltigkeitsstufe angestrebt

Das Hochhaus soll nach seiner Fertigstellung den Nachhaltigkeitsstandard LEED in der höchsten Bewertungsstufe Platin erreichen. Die Planung sieht hierfür die Integration einer Photovoltaikanlage in die Glas-Metallfassade des Gebäudes vor.

Der „Central Business Tower“ wächst im Wochentakt in die Höhe, auch dank selbstkletternder Arbeitsplattform SCP von Doka. | Foto: Doka
Der „Central Business Tower“ wächst im Wochentakt in die Höhe, auch dank selbstkletternder Arbeitsplattform SCP von Doka. | Foto: Doka

Projektdaten: Central Business Tower (Frankfurt a. M.)

Parameter

Projektspezifische Details

Bauherr

Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen)

Standort

Frankfurt am Main (Kreuzung Neue Mainzer Straße / Junghofstraße)

Bauart

Hochhaus (Bürokomplex mit Gastronomie- und Kulturangebot)

Architekten

KSP Engel

Bauausführung

ARGE Züblin + Dobler Metallbau GmbH

Bauwerkshöhe

205 Meter (52 Obergeschosse, 5 Untergeschosse)

Hochhauskerne

3 (Nord-, Süd- und Mittelkern)

Bauzeit

2021 bis 2028

Dienstleistungen Doka

Technische Planung (inklusive 3D-Modellierung in Revit), Statik, Projektmanagement, Richtmeister, Fertigservice, Schalungsvormontage, Baustellenlogistik

Eingesetzte Doka-Systeme

Kletterschalung SCP, Trägerschalung Top 50, Rahmenschalung Framax Xlife, Schutzschild Xclimb 60, Doka-Ausfahrbühne

Neueste Beiträge:

Weitere Beiträge

1
2
3

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie eine Leistungsart, die Sie interessiert.

Bauleistungen
Bauleistungen

Bau

Dienstleistungen
Dienstleistungen

Dienst­leistung

Lieferleistungen
Lieferleistungen

Lieferung

Jetzt Ausschreibungen finden

Wählen Sie passende Bundesländer aus.

Ausschreibungs-Radar
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Verwandte Bau-Themen:

Jetzt zum Newsletter anmelden:

Lesen Sie Nachrichten zu Bauwirtschaft und Baupolitik aus erster Hand. Plus: Hoch-, Tief- und Straßenbau.

Weitere Newsletter und Informationen

Bauwirtschaft und Baupolitik. Plus: Hoch-, Tief- und Straßenbau
Garten- und Landschaftsbau
Unterirdische Infrastruktur: Leitungsbau, Kanalsanierung und Co

Hier finden Sie Hinweise zum Datenschutz