Widerlager bis 6,75 Meter Höhe wirtschaftlich schalen
Hohe Widerlager, große Wandstärken und komplexe Geometrien stellen Schalungsplaner im Brückenbau vor Herausforderungen. Wie sich solche Bauteile wirtschaftlich schalen lassen, zeigt ein Infrastrukturprojekt in Potsdam.


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Widerlager im Brückenbau bringen oft mehrere technische Anforderungen zusammen: große Wandstärken, hohe Bauteile und komplexe Geometrien. Gleichzeitig sollen Schalzeiten, Materialeinsatz und Lohnkosten möglichst gering bleiben. Wie sich solche Anforderungen umsetzen lassen, zeigt ein Brückenbauprojekt über den Horstweg in Potsdam. Dort kamen beim Bau des Brückenbauwerks BW13 Schalungslösungen von Paschal zum Einsatz.
Infrastrukturprojekt: Brücke über den Horstweg
Das Bauwerk entstand im Auftrag des Landes Brandenburg über den Landesbetrieb Straßenwesen, Regionalbetrieb West in Potsdam. Die bauausführende Firma U&W Niederlassung Magdeburg setzte für die beiden Widerlager die Logo.3-Schalung von Paschal ein. Für das Bauteil in Achse 10 wurden rund 350 m² als Stell- und Schließschalung eingesetzt, für das gegenüberliegende Widerlager in Achse 20 weitere 200 m² als Stellschalung.
Schalung: Großflächenelemente für hohe Widerlager
Für Projekte dieser Art eignen sich die Großflächenelemente der Logo.3-Schalung mit Abmessungen von 240 × 270 cm. Sie ermöglichen ein geordnetes Schalungsbild und lassen sich flexibel kombinieren.
Für die Auflagerbänke wurde einmal aufgestockt, um eine Schalhöhe von 5,40 m zu erreichen. Da die Flügelwände mit unterschiedlichen Abmessungen noch höher waren, kam dort zusätzlich eine Standardhöhe von 135 cm als dritte Elementlage zum Einsatz. Die größte Schalhöhe betrug 6,75 m.
Auch für spitzwinklige Ecken oder den Anschluss einer Flügelwand an einen Bestand konnten passende Elementbreiten eingesetzt werden. Verstellbare Scharnierecken ermöglichten das Schalen komplexerer Geometrien innerhalb des Systems.
Baustelle: Große Wandstärken als Herausforderung
Technische Lösung
So wurde das Widerlager geschalt
Beim Brückenbauwerk in Potsdam kamen mehrere Lösungen zusammen:
• Großflächige Schalungselemente (240 × 270 cm) für ein geordnetes Schalungsbild
• mehrlagiger Aufbau der Schalung für Höhen bis 6,75 m
• verstellbare Scharnierecken für spitzwinklige Geometrien
• Stützböcke bis 4,00 m Höhe zur Aufnahme der Frischbetondruckkräfte
• Betonmonitoring mit Maturix, um Hydratationswärme und Betonfestigkeit zu kontrollieren
Damit ließ sich das Widerlager trotz großer Wandstärken und komplexer Geometrie innerhalb des Systems schalen.
Die Wandstärken lagen im Projekt zwischen 80 cm und fast 2,00 m. Dadurch war die Außenschalung in den Ecken zwischen Auflagerbank und Flügelwänden deutlich länger als auf der Innenseite.
Um die Frischbetondruckkräfte aufzunehmen, wurde die breitere Außenschalung wie eine einseitige Schalung behandelt und mit 4,00 m hohen Stützböcken aus dem Paschal-Programm abgestützt.

Praxis: Schalungsplanung und Baustellenbetreuung
S. Kayatz, Polier bei U&W Niederlassung Magdeburg, hebt die Zusammenarbeit mit dem Schalungshersteller hervor: „Wir erhalten aus dem Hause Paschal nicht nur termingerecht die Lieferungen. Schon im Vorfeld einer Baumaßnahme setzen wir uns zusammen, diskutieren verschiedene Varianten, um die beste Schalungslösung zu finden. Und der Service aus dem Hause Paschal geht nahtlos in die Baustellenbetreuung über“, so Kayatz. „Auf diese Weise werden die Schalzeiten und der Materialeinsatz optimiert sowie die Lohnkosten minimiert.“
Betonmonitoring: Hydratationswärme im Blick behalten
Neben der Schalung kam auch ein System zur Betonüberwachung zum Einsatz. Mit Paschal Maturix kann der Anwender über Temperaturmessungen im Bauteil die tatsächliche Betonfestigkeit berechnen und anzeigen lassen. So lässt sich beispielsweise der frühestmögliche Ausschaltermin bestimmen. Bei diesem Projekt ging es vor allem darum, die Hydratationswärme zu kontrollieren, die bei den großen Betonmengen entsteht.
Infrastruktur: Investitionsbedarf in Deutschland
Paschal-Fachberater Ralf Rösel sieht solche Projekte als Teil einer größeren Entwicklung im Infrastrukturbau: „Deutschland hat im Bereich Infrastruktur einen dringenden Investitionsbedarf. Wir von Paschal sind mit unserer Produktpalette dafür gut aufgestellt und können unsere Kunden neben der Schalung auch mit dem notwendigen Service unterstützen.“
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Das Projekt in Zahlen
Brückenbauwerk BW13 – Daten und Fakten
Bauwerk: Brücke über den Horstweg, Potsdam
Bauherr: Land Brandenburg / Landesbetrieb Straßenwesen
Ausführendes Unternehmen: U&W Niederlassung Magdeburg
Schalungssystem: Logo.3 von Paschal
Schalflächen:
- Achse 10: ca. 350 m²
- Achse 20: ca. 200 m²
Größte Schalhöhe: 6,75 m
Elementgröße der Schalung: 240 × 270 cm
Wandstärken: 80 cm bis fast 2,00 m
Betonmonitoring: Paschal Maturix
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