Arbeitsschutz am Bau
Intelligente Schutzausrüstung: Vernetzung von Kopf bis Fuß erhöht Sicherheit

Schwere Arbeitsunfälle auf Baustellen erfordern schnelles Handeln, doch oft geht bei der Alarmierung wertvolle Zeit verloren. Eine neue Generation vernetzter persönlicher Schutzausrüstung mit Sensorik im Helm, in den Arbeitsschuhen und in der Hose erkennt Stürze automatisch. Das System nutzt das allgegenwärtige Smartphone der Handwerker, um die Rettungskette entscheidend zu beschleunigen.

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Das Smartphone als Brücke zur Rettungskette
Der technologische Ansatz basiert auf der ohnehin vorhandenen Infrastruktur auf der Baustelle – dem Smartphone des gewerblichen Mitarbeiters. Die integrierte Sicherheitstechnologie des Spezialisten Quin verbindet sich direkt mit dem Mobiltelefon des Trägers. „Wir gehen jetzt den nächsten Schritt in der Entwicklung von traditioneller persönlicher Schutzausrüstung hin zu vernetzter persönlicher Sicherheit. Dazu integrieren wir vernetzte Technologie in Ausrüstung und Bekleidung, die der Anwender ohnehin bereits trägt“, erläutert Nawar Toma, Gründer und Category Manager von Guardio, das Prinzip der direkt verfügbaren Technologie.
Sturzerkennung und digitale medizinische Daten
Das Herzstück der intelligenten Ausrüstung bilden zwei unterschiedliche Komponenten der Quin-Technologie, die im Ernstfall innerhalb der überlebenswichtigen ersten Stunde („golden hour“) nach einem Unfall eingreifen. Der integrierte Sensor (Quin Pod) misst Beschleunigungskräfte sowie Rotationsbewegungen, erkennt so schwere Stürze selbstständig und versendet über das gekoppelte Smartphone einen automatischen Alarm mitsamt GPS-Standort. Ergänzend dazu ermöglicht ein elektronisches Label (Quin Tag) Ersthelfern vor Ort den sofortigen Zugriff auf die hinterlegte medizinische Identitätskarte (Medical ID) des Trägers, um wichtige Vorerkrankungen oder Blutgruppen sofort einsehen zu können.
Keine Technologie um der Technologie willen
Der Mehrwert für die Baustelle steht bei der Entwicklung der smarten Kleidung im Vordergrund, weshalb das System direkt in bewährte Gebrauchskleidung integriert wird. „Bei Connected PPE geht es für uns nicht um Technologie um der Technologie willen. Entscheidend ist, dass sie einen konkreten Nutzen schaffen und zu einer sichereren Arbeitsumgebung beitragen kann“, führt Nawar Toma weiter aus. Das Angebot kombiniert den Schutzhelm Guardio Armet Pro Connected und die Sicherheitsschuhe Monitor ICE Evolution seit diesem Herbst mit strapazierfähigen Arbeitshosen der Marke Top Swede, in die die Sensoren fest eingearbeitet sind.
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Neue Rolle für den passiven Unfallschutz
Mit dieser herstellerübergreifenden Integration im Båstadgruppen-Portfolio ist erstmals ein durchgehendes Schutzkonzept von Kopf bis Fuß auf dem Markt verfügbar, das flexibel auf unterschiedliche Gewerke angepasst werden kann. „Durch die Integration vernetzter Technologie in mehrere Produktkategorien übernimmt Båstadgruppen nun eine Vorreiterrolle und bietet Anwendern mehr Möglichkeiten, intelligente Sicherheit so zu nutzen, wie es zu ihrer jeweiligen Arbeit passt“, erklärt Ani Surabhi, Gründer und CEO von Quin, die Bedeutung der Systemintegration. Die Schutzkleidung wandele sich damit von einer rein passiven Barriere zu einem aktiven, lebensrettenden Sicherheitsakteur auf der Baustelle.
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