Starkregen & Co.
IKT macht fit für modernes Regenwassermanagement

Starkregen, Trockenphasen und Gewässerschutz stellen Kommunen vor neue Aufgaben. Der IKT-Zertifikatslehrgang Regenwassermanagement vermittelt, wie Regenwasser heute geplant, behandelt, zurückgehalten und bewirtschaftet werden kann. Der nächste Termin findet online vom 2. bis 6. November 2026 statt.

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Regenwasser ist längst nicht mehr nur eine Frage der Ableitung. Für Stadtentwässerungen, Ingenieurbüros und Kommunen geht es heute um deutlich mehr.
Zu viel Wasser kann bei Starkregen zu Überflutungen führen. Zu wenig Wasser in Trockenphasen belastet den lokalen Wasserhaushalt. Und Regenabflüsse von Verkehrsflächen können Stoffe enthalten, die für Gewässer schädlich sind.
Damit wird Regenwasserbewirtschaftung zu einer Querschnittsaufgabe. Sie verbindet Kanalnetz, Oberfläche, Stadtplanung, Gewässerschutz, Betrieb und Klimaanpassung.
Genau hier setzt der IKT-Zertifikatslehrgang Regenwassermanagement an. Er vermittelt praxisnah, wie Regenwasser systematisch, rechtssicher und nachhaltig gemanagt werden kann – von der frühen Planung über die Behandlung und Rückhaltung von Regenabflüssen bis hin zum konkreten Überflutungsschutz im urbanen Raum.
Der Kanal bleibt wichtig – aber er löst nicht alles
Der Kanal bleibt wichtig. Aber er kann nicht alle Aufgaben allein lösen. Gerade bei Starkregenereignissen wird deutlich, dass unterirdische Kanalnetze technisch und wirtschaftlich nicht für jedes Extremereignis ausgelegt werden können.
Für Kommunen bedeutet das: Regenwasserbewirtschaftung muss stärker an der Oberfläche, in der Stadtplanung und im Zusammenspiel mehrerer Fachbereiche gedacht werden.
Zugleich rückt der lokale Wasserhaushalt in den Fokus. Wie viel Regenwasser fließt ab? Wie viel versickert? Wie viel verdunstet?
Moderne Regenwasserbewirtschaftung fragt nicht nur nach schneller Ableitung, sondern nach einer möglichst geringen Abweichung vom natürlichen Wasserhaushalt.
Blau-grüne Infrastrukturen wie Versickerungsmulden, Baumrigolen, Gründächer, Retentionsflächen oder entsiegelte Flächen können dabei wichtige Bausteine sein – wenn sie passend zum Gebiet, zum Untergrund und zur Zielsetzung kombiniert werden.
Regenwasserqualität stärker im Blick
Neben der Menge spielt auch die Qualität eine zentrale Rolle. Regenwasser von Verkehrsflächen kann durch Straßenstaub, Schwermetalle, Öle und Reifenabrieb belastet sein.
Damit wird Regenwasserbehandlung anspruchsvoller. Zentrale Becken, dezentrale Anlagen, Filtration, hydraulische Optimierung und betriebliche Praxistauglichkeit müssen fachlich zusammen gedacht werden.
Für Betreiber zählt dabei nicht nur die Reinigungsleistung auf dem Papier. Entscheidend ist auch der praktische Betrieb: Wie wartungsfreundlich ist eine Anlage? Wie schnell setzt sie sich zu? Wie sicher funktioniert sie über längere Zeit?
Lehrgang mit praktischem Nutzen
Der IKT-Zertifikatslehrgang Regenwassermanagement verbindet die fachlichen Grundlagen mit praktischer Anwendung.
Behandelt werden unter anderem:
- rechtliche Grundlagen und wasserrechtliche Anforderungen
- Wasserhaushaltsbilanzierung als Steuerungselement
- Abkopplung, Retention und blau-grüne Infrastruktur
- Nachweis der Regenwetteremissionen nach DWA-A 102-2 / BWK-A 3-2
- Schmutzfrachtsimulation und Frachten im Gebiet
- zentrale und dezentrale Behandlungsanlagen
- Starkregen und Überflutungsschutz im urbanen Raum
Zielgruppe sind Fachplaner in Stadtentwässerungen und Ingenieurbüros. Angesprochen sind außerdem Stadtplaner, Bau- und Umweltämter, Verkehrsplaner und Freiflächenplaner. Kurz gesagt: alle, die Regenwasser fachlich fundiert planen, bewerten und umsetzen müssen.
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Quelle: IKT
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