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Regenwassermanagement/

Funke Entwässerung für Kelten-Erlebniswelt Heuneburg

Kelten-Erlebniswelt

Frühe Eisenzeit Hand in Hand mit nachhaltiger Entwässerung

06.07.2026, 00:00
HAMM-UENTROP
Funke Entwässerung für Kelten-Erlebniswelt Heuneburg
Das Areal rund um die Heuneburg und die Staatsdomäne Talhof ist archäologisch von großer Bedeutung. Funke-Fachberater Gerald Barth und Planer Thomas Knecht von der Rapp + Schmid Infrastrukturplanung GmbH informieren sich beim Archäologen Ralf Hartmayer vom Landesamt für Denkmalpflege (v.l.n.r.) über die Untersuchungen des Bodens. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Wenn moderne Tiefbaumaßnahmen auf eine prähistorische Fundstätte treffen, muss alles genauestens geplant werden. Diese Erfahrung begleitet die Baustelle auf dem Areal der Heuneburg und der angrenzenden Staatsdomäne Talhof in Hundersingen. Hier soll eine Kelten-Erlebniswelt entstehen – auf einem ausgefeilten Entwässerungssystem mit Produkten der Funke Kunststoffe GmbH.


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Die Heuneburg in Oberschwaben zählt zu den wichtigsten archäologischen Stätten Mitteleuropas. Funde auf dem Areal zeigen, dass sie ihre Blütezeit unter den Kelten zwischen 650 und 450 vor Christus hatte und damals ein Handels- und Machtzentrum war. Um die Bedeutung der Heuneburg zu würdigen und Besuchern ein Eintauchen in die Zeit vor rund 2.600 Jahren zu ermöglichen, lässt der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ravensburg, das Areal zu einer Kelten-Erlebniswelt weiterentwickeln.

Insgesamt drei eingeschweißte D-Raintank-3000-Anlagen kommen auf dem Gelände des Talhofs zum Einsatz, um Regenwasser zunächst zu sammeln und dann an den Hängen verrieseln zu können. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Insgesamt drei eingeschweißte D-Raintank-3000-Anlagen kommen auf dem Gelände des Talhofs zum Einsatz, um Regenwasser zunächst zu sammeln und dann an den Hängen verrieseln zu können. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Die an das bestehende Freilichtmuseum angrenzende Staatsdomäne Talhof soll künftig das Museum, einen Bereich für die Denkmalpflege sowie gastronomische Angebote beherbergen. Bis es soweit ist, muss das Areal allerdings zunächst entwässerungstechnisch auf den modernsten Stand gebracht werden. Verbaut werden dafür Produkte von Funke. Zum Einsatz kommen für die Rückhaltung des Regenwassers drei eingeschweißte, insgesamt rund 200 m3 fassende D-Raintank 3000-Anlagen mit Inspektions- und Spülblöcken, Funke Reinigungsschächte, Funke Drosselschächte, HS-Sickerrohre sowie rund 1.100 Meter HS-Kanalrohre in blau und braun für die Entwässerung im Trennsystem.

Hangverrieselung mit Funke-Produkten

„Aufgrund der bindigen Bodenschichten ist auf dem Gelände des Talhofs keine Versickerung möglich. Das Niederschlagswasser von den Gebäudedächern und befestigten Flächen wird daher vorgereinigt und zunächst den drei Retentionsanlagen zugeleitet“, erklärt Projektleiter Thomas Knecht von der Rapp + Schmid Infrastrukturplanung GmbH, Ummendorf, die bei der Maßnahme die Entwässerungsplanungen für die Außenbereiche vorgenommen hat.

Die D-Raintank-3000-Rigolenkörper werden mit einer optimierten Spüleinheit ausgestattet. Mittig im Bild zu sehen sind die Halbschalenelemente für die anschließende Montage des Spülrohres sowie der Spülblock. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Die D-Raintank-3000-Rigolenkörper werden mit einer optimierten Spüleinheit ausgestattet. Mittig im Bild zu sehen sind die Halbschalenelemente für die anschließende Montage des Spülrohres sowie der Spülblock. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Da sich das Bauvorhaben auf einer Hochebene über dem Donautal befindet, wird das Oberflächenwasser aus den Retentionsanlagen anschließend mit 1,5 l/s gedrosselt über HS-Kanalrohre in zwei HS-Sickerrohrstränge geleitet und an den Hängen verrieselt. Knecht: „Mehrere Ausleitungsstellen der Drainageleitungen stellen sicher, dass das Regenwasser breitflächig und gleichmäßig hangabwärts versickern kann.“

Der D-Raintank-3000-Rigolenkörper wird zweilagig eingebaut. Für eine Positionssicherung zwischen den Elementlagen sorgen die blauen Verbinder. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Der D-Raintank-3000-Rigolenkörper wird zweilagig eingebaut. Für eine Positionssicherung zwischen den Elementlagen sorgen die blauen Verbinder. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Für die Dimensionierung der D-Raintank 3000-Anlagen legte das Planungsbüro ein 30-jährliches Regenereignis zugrunde. Erforderlich sind demnach Retentionskörper mit einem Volumen von 52 m3, 74 m3 und 78 m3. Die kleinste Regenrückhalteanlage soll 2026 in ein bestehendes Beton-Silo unter der späteren Außengastronomie gesetzt werden.

Retentionsanlagen schnell fertiggestellt

Die beiden größeren Anlagen sind bereits fertiggestellt. Hierfür benötigten die Mitarbeiter der mit dem Verlegen und Einschweißen der D-Raintank 3000-Elemente beauftragten Depotec GmbH, Urspringen, keine drei Tage und loben dabei das gute Handling der Produkte: „Die einzelnen Rigolenelemente sind relativ leicht und lassen sich dank ihres handlichen Formats auf der Baustelle gut bewegen.“ Nachdem die Löhle Baggerbetrieb GmbH, Meßkirch, die Baugruben ausgehoben hatte, konnten die PVC-U-Elemente mit Hilfe von Verbindern im Handumdrehen zweilagig positioniert werden. Ummantelt werden die Rigolenkörper mit einem Schutzvlies, wasserdicht verschweißten Kunststoffdichtungsbahnen und einer weiteren schützenden Lage Vlies.

Baustellenbesprechung vor der bereits eingeschweißten D-Raintank-3000-Anlage (v.l.n.r.): Funke-Fachberater Gerald Barth, Planer Thomas Knecht von der Rapp + Schmid Infrastrukturplanung GmbH, die beiden Mitarbeiter der Depotec GmbH sowie Leon Mayer von der Löhle Baggerbetrieb GmbH. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Baustellenbesprechung vor der bereits eingeschweißten D-Raintank-3000-Anlage (v.l.n.r.): Funke-Fachberater Gerald Barth, Planer Thomas Knecht von der Rapp + Schmid Infrastrukturplanung GmbH, die beiden Mitarbeiter der Depotec GmbH sowie Leon Mayer von der Löhle Baggerbetrieb GmbH. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Die Tatsache, dass es sich auf dem Gelände um historisch bedeutsamen Grund handelt, prägt das gesamte Projekt. Entscheidend bei der Maßnahme ist die Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege. Projektleiter Richard Baur von der auftraggebenden Vermögen und Bau Baden-Württemberg: „Sowohl Grabungen als auch Zwischenlagerflächen für den Aushub müssen mit den Archäologen eng abgestimmt werden. Das hat erheblichen Einfluss auf die Bauabläufe.“

Nachhaltige Nutzung von Brauchwasser

Im Anschluss an den Einbau der Retentionsanlagen erfolgt die Verrohrung, die ebenfalls Löhle übernimmt. Bauleiter Maximilian Lipp: „Die Zu- und Abläufe haben wir per GPS eingemessen. Bislang ist alles optimal gelaufen, auch die pünktliche Lieferung durch Funke.“

Insgesamt rund 1.100 m HS-Kanalrohre in blau und braun werden auf dem Gelände für die Entwässerung im Trennsystem verbaut. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Insgesamt rund 1.100 m HS-Kanalrohre in blau und braun werden auf dem Gelände für die Entwässerung im Trennsystem verbaut. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Das Schmutzwasser vom Areal der Heuneburg wird derzeit noch in einem zentralen Behälter gesammelt und durch Pumpfahrzeuge abtransportiert. Künftig soll es über HS-Kanalrohre zu einem Doppelpumpwerk und von dort über eine Druckleitung ins öffentliche Kanalnetz geleitet werden. Das Entwässerungskonzept hält mit Blick auf das Regenwasser noch eine Besonderheit bereit. Ein kleiner Teil des Wassers wird mittels Filterschacht vorgereinigt und soll unter anderem für den Waschplatz der Archäologen genutzt werden.

Funke-Fachberater Gerald Barth bespricht mit einem Depotec-Mitarbeiter und Leon Mayer von der Löhle Baggerbetrieb GmbH, wie die nächsten Schritte zum Einsetzen des Spülblocks aussehen. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Funke-Fachberater Gerald Barth bespricht mit einem Depotec-Mitarbeiter und Leon Mayer von der Löhle Baggerbetrieb GmbH, wie die nächsten Schritte zum Einsetzen des Spülblocks aussehen. | Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Funke-Fachberater Gerald Barth, der die Tiefbau-Arbeiten vor Ort betreut, bringt es auf den Punkt: „Besucher sehen dann Ausgrabungsstücke, die über Jahrhunderte verborgen waren. Dann allerdings entdecken sie nichts mehr von dem modernen Entwässerungssystem im Boden. So schließt sich ein Kreis zwischen dem Erleben der frühen Eisenzeit und heutiger Nachhaltigkeit.“

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Quelle: Funke Kunststoffe GmbH

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