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B_Iumweltbau

Moderne Holzbauproduktion trifft nachhaltige Infrastruktur

Das neue Werksgelände des Holzmodelbauers Timpla by Renggli ist auf Extremwetterereignisse vorbereitet. Das 13 Hektar große Gewerbegrundstück im Norden von Eberswalde wurde so geplant, dass Energieeffizienz, Flächennutzung und Entwässerung zu einem ökologisch wie wirtschaftlich stimmigen Gesamtkonzept verschmelzen.

Fit für Starkregen: Holzmodulbauer baut Werk mit modernem Regenwasser-Konzept
Produktionshalle und Gelände des Holzmodulwerks von Timpla by Renggli | Foto: Birco

Auf dem Werksgelände wird eine vierschiffige Produktionshalle mit Freiflächen und Logistikflächen gebaut. Ein zentraler Baustein im Planungskonzept der Assmann Beraten + Planen GmbH war das Regenwassermanagement. Die 20.000 m2 große Halle mit Photovoltaikdach, der angegliederte Bürotrakt sowie die Zufahrts- und Logistikflächen müssen zuverlässig entwässert werden. Eine Ableitung des Regenwassers in die Kanalisation kam für Timpla nicht in Frage.

Entwässerung mit Bircosir

Das Rinnensystem Bircosir zur Entwässerung über Versickerungsmulden ist wartungsarm und für einen dauerhaften Einsatz ausgelegt. | Foto: Birco
Das Rinnensystem Bircosir zur Entwässerung über Versickerungsmulden ist wartungsarm und für einen dauerhaften Einsatz ausgelegt. | Foto: Birco

Die Planer entwickelten ein digitales Geländemodell, berechneten Erdmassen, nivellierten und nutzten den Aushub, um das Hallenniveau anzuheben. „So bleibt die Produktionshalle bei Starkregen sicher über der Rückstauebene“, erklärt Bastian Schiller von Assmann Beraten + Planen. Der Schwerlastverkehr zur Anlieferung von Holz bzw. Abtransport der Holzmodule und -elemente verläuft als breite Einbahnstraße rund um die Halle. Zufahrten und Stellflächen sind asphaltiert und für die hohe Belastung ausgelegt.

Parallel zu den Längsseiten der Halle wurden Sickermulden angelegt, die miteinander verbunden sind. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren verteilen sich die Wassermengen gleichmäßig und werden so kontrolliert der Versickerung zugeführt – ganz ohne Kanalanschluss.

Die großformatigen Bircosir-Entwässerungsrinnen bieten Raum, auch bei Starkregenereignissen. | Foto: Birco
Die großformatigen Bircosir-Entwässerungsrinnen bieten Raum, auch bei Starkregenereignissen. | Foto: Birco
Das Regenwasser vom Flachdach wird durch Fallrohre an den Längsseiten der Halle den vorgelagerten Mulden zugeführt. Dort übernimmt das Bircosir-Entwässerungssystem von Birco. Die eingesetzten Rinnen in den Nennweiten 150, 320 und 420 mm bieten die notwendige hydraulische Leistung und gleichzeitig ein hohes Fassungsvermögen, um Wasser auch kurzzeitig speichern zu können. Damit bleiben auch bei Starkregenereignissen die Verkehrswege für den Lieferverkehr befahrbar. Die Rinnen sind hoch stabil (Belastungsklasse F 900 gemäß DIN EN 1433), also für den Schwerlastverkehr rund um die Produktionshalle geeignet. Die Nennweiten 320 und 420, in der neuen Bircohyperbel-Bauform, verfügen über eine DIBt-Zulassung. Sie sind schnell und unkompliziert nach Typ I einbaubar (belastbar bis Klasse D 400). Mit der Bircosir in großen Nennweiten bietet Birco ein belastbares Gesamtpaket: optimierte Geometrie, einzigartige Nut- und Feder-Kontur für Dicht-/Dehnfugen und fest verankerte 4-mm-Massivstahlzargen. Die Zugänglichkeit von der Oberfläche ermöglicht eine unkomplizierte Wartung.

„Dank der zuverlässigen Entwässerung, der Stabilität und Langlebigkeit des Systems ist diese Rinne für uns die Lösung für Projekte mit hohen Anforderungen und anspruchsvollen Einsatzbedingungen“, so Schiller.

Das anfallende Wasser des 20.000 m2 großen Flachdachs wird ebenfalls über die Bircosir-Rinnen auf dem Geländer in die Versickerungsmulden geführt. | Foto: Birco
Das anfallende Wasser des 20.000 m2 großen Flachdachs wird ebenfalls über die Bircosir-Rinnen auf dem Geländer in die Versickerungsmulden geführt. | Foto: Birco

Regenwasser als Ressource

Mit der neuen Produktionshalle in Eberswalde setzt Timpla by Renggli ein Zeichen für ökologisch durchdachte Industriearchitektur. Regenwasser wird hier nicht entsorgt, sondern als Ressource behandelt; es wird zunächst zwischengespeichert, kann anteilig verdunsten und anschließend kontrolliert versickern. So bleibt das Wasser lokal verfügbar und trägt zur Kühlung und Stabilisierung des Mikroklimas bei.

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Quelle: Birco

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