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B_Iumweltbau

Technologie-Mix in Hecken und Henau

320 Meter Schlauchliner eingebaut, 65 Einzelschäden repariert und 40 Schächte saniert – das ist das Resultat einer umfassenden Instandsetzung des Abwassernetzes in Hecken und Henau (Rheinland-Pfalz). Durch die grabenlose Bauweise wurden die Arbeiten effizient umgesetzt und Eingriffe in Straßen und Grundstücke auf ein Minimum reduziert.

Hecken & Henau: Abwassernetz-Sanierung mit Technologie-Mix 🛠️ Roboter & Schlauchliner
Nach dem Einbau von 320 Metern Schlauchliner in DN 250 bis DN 300 entstand ein neues, statisch tragfähiges Rohrsystem. | Foto: Katec Kanaltechnik

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Vom Kalibrierschlauch zum Werkzeug in der grabenlosen Sanierung

Vom Kalibrierschlauch zum Werkzeug in der grabenlosen Sanierung

Der AIRBAGLINER® von Bodenbender hat sich vom klassischen Kalibrierschlauch zu einem festen Bestandteil moderner Sanierungssysteme entwickelt.


In den Ortslagen Hecken und Henau im Hunsrück sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt worden, mit denen die Funktionsfähigkeit, Dichtheit und Statik des bestehenden Kanalnetzes langfristig gesichert werden sollen. Die Bauarbeiten begannen im November 2025 und wurden planmäßig Ende März 2026 abgeschlossen. Auftraggeber des Projekts waren die Verbandsgemeindewerke Kirchberg; das Ingenieurbüro Jakoby + Schreiner aus Kirchberg war für die Planung und Bauleitung verantwortlich. Mit der Ausführung der Arbeiten wurde die Katec Kanaltechnik Müller & Wahl GmbH beauftragt, welche die Maßnahme in geschlossener Bauweise umsetzte.

Schadensanalyse: TV-Inspektionen und Zustandsklassen

Ziel des Projekts war die Sanierung von Schäden an den bestehenden Schmutz- und Mischwasserkanälen, die im Rahmen des Kanalsanierungskonzepts gemäß Isybau-Bewertung den Zustandsklassen ZK 4 (kurzfristiger Handlungsbedarf) und ZK 5 (sofortiger Handlungsbedarf) zugeordnet wurden. Grundlage bildeten umfangreiche TV-Inspektionen des Kanalnetzes, bei denen eine Vielzahl von Schäden festgestellt wurde. Dazu zählten axiale und radiale Risse, undichte Muffenverbindungen, Fehlstellen und Löcher in der Rohrwand, Wurzeleinwüchse und verfestigte Ablagerungen, sowie nicht fachgerecht angeschlossene Hausanschlüsse. Die Schäden in den Schachtbauwerken wurden bei einer Begehung dokumentiert; auch hier bestand ein erheblicher Sanierungsbedarf. Die Abwasserkanäle waren aus Steinzeug, Stahlbeton und Falzbeton hergestellt, in den Nennweiten DN 250 bis DN 300.

Lokale Schadstellen wie Risse, Fehlstellen oder undichte Muffen wurden im Vorfeld präzise ermittelt und für die punktuelle Reparatur vorbereitet. Durch den Einbau von Kurzlinern setzte Katec lokale Schäden gezielt instand, ohne die gesamte Haltung sanieren zu müssen. | Foto: Katec Kanaltechnik
Lokale Schadstellen wie Risse, Fehlstellen oder undichte Muffen wurden im Vorfeld präzise ermittelt und für die punktuelle Reparatur vorbereitet. Durch den Einbau von Kurzlinern setzte Katec lokale Schäden gezielt instand, ohne die gesamte Haltung sanieren zu müssen. | Foto: Katec Kanaltechnik

Schlauchliner-Verfahren: UV-Härtung und Anbindung

Nach der Reinigung der betroffenen Kanalhaltungen erfolgte der Einbau von insgesamt 320 Metern Schlauchliner in den Nennweiten DN 250 bis DN 300. Der GFK-Liner wurde mittels UV-Licht ausgehärtet. Danach wurden die Zuläufe geöffnet und mit Hilfe von PI.Tron-Schalungstechnik an das neue Rohrsystem angebunden.

Punktuelle Sanierung: Robotertechnik und PI.Tron-System

Vor der Sanierung mussten Anschlussbereiche und Schadstellen im Rohrinneren freigelegt und vorbereitet werden. Hierzu kam das PI.Tron-Fräs- und Spachtelsystem von Pipetronics zum Einsatz. | Foto: Katec Kanaltechnik
Vor der Sanierung mussten Anschlussbereiche und Schadstellen im Rohrinneren freigelegt und vorbereitet werden. Hierzu kam das PI.Tron-Fräs- und Spachtelsystem von Pipetronics zum Einsatz. | Foto: Katec Kanaltechnik

Ergänzend zur Schlauchlinersanierung kam bei 65 punktuellen Schadensbildern Robotertechnik zum Einsatz. Katec setzt dabei auf das PI.Tron-Fräs- und Spachtelsystem. Undichte Muffen, Radial und Axialrisse, Löcher und Fehlstellen wurden vorgefräst und mit einem Epoxidharz verspachtelt. Wurzeleinwüchse und Ablagerungen wurden mit dem Fräsroboter entfernt. Die Sanierung der defekten Zuläufe erfolgte abschließend mittels Schalungstechnik, wodurch diese wieder kraftschlüssig und dauerhaft dicht an das bestehende Rohrsystem angebunden wurden.

Mit dem PI.Tron-Fräs- und Spachtelsystem wurden Anschlussstutzen im Schlauchliner fachgerecht geöffnet und eingebunden sowie Schadstellen verspachtelt und dauerhaft abgedichtet. | Foto: Katec Kanaltechnik
Mit dem PI.Tron-Fräs- und Spachtelsystem wurden Anschlussstutzen im Schlauchliner fachgerecht geöffnet und eingebunden sowie Schadstellen verspachtelt und dauerhaft abgedichtet. | Foto: Katec Kanaltechnik

Kurzliner-Einsatz und manuelle Schachtsanierung

Als ergänzende Sanierungstechnik kamen Kurzliner zum Einsatz – insbesondere bei lokal begrenzten Schäden, bei denen eine Robotersanierung nicht wirtschaftlich ist, etwa bei Scherbenbildungen oder stärker ausgeprägten Rissstrukturen. Die vorbereitenden Fräsarbeiten und das Öffnen von überklebten Zuläufen übernimmt der Fräsroboter des PI.Tron-Systems.

Darüber hinaus wurden 40 Schächte händisch instandgesetzt. Die vorhandenen Schäden – undichte und ausgebrochene Schachtringfugen, Fehlstellen und Löcher in der Schachtwand, ausgebrochene und undichte Rohranbindungen, schadhafte Gerinne und Bermen – wurden händisch vorbereitet und mit einem mineralischen Einkomponenten-Schachtbaumörtel fachgerecht saniert.

Insgesamt 40 Schachteinbindungen setzte Katec mittels Spezialmörtel instand. Die Übergänge zwischen Schlauchliner und Schacht wurden damit dauerhaft abgedichtet. | Foto: Katec Kanaltechnik
Insgesamt 40 Schachteinbindungen setzte Katec mittels Spezialmörtel instand. Die Übergänge zwischen Schlauchliner und Schacht wurden damit dauerhaft abgedichtet. | Foto: Katec Kanaltechnik

Nachhaltige Instandsetzung: Technologie-Mix und Vorteile

Mit der Kombination aus Schlauchliner-, Kurzliner- und Robotertechnologie sowie der fachgerechten Schachtsanierung konnte Katec in Hecken und Henau eine nachhaltige Instandsetzung des kommunalen Abwassernetzes sicherstellen. Durch den gezielten Einsatz der Verfahren wurde nicht nur die Dichtheit, Funktionsfähigkeit und Statik des Kanalnetzes wiederhergestellt, sondern auch die Lebensdauer der Leitungen deutlich verlängert. Die geschlossene Bauweise und der punktgenaue Einsatz innovativer Technologien schonen dabei die Oberflächen, minimieren Eingriffe in den Straßen- und Grundstücksbereich und gewährleisten zugleich eine hohe Qualität und Wirtschaftlichkeit der Arbeiten.

Quelle: Katec Kanaltechnik


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