Rohrsohlen-Reprofilierung
Erfolgreiche Sanierung unter Zeitdruck

Der Fleischwarenhersteller Stockmeyer sanierte unter Zeitdruck schadhafte Abwasserleitungen an seinem Standort in Sassenberg. Durch eine gezielte Reprofilierung der Rohrsohle mit Hilfe der Hermes Technologie für Schacht- und Kanalsanierung konnte die Sanierung im laufenden Betrieb realisiert und sogar auf den Einsatz von Prelinern verzichtet werden.

Vom Kalibrierschlauch zum Werkzeug in der grabenlosen Sanierung
Der AIRBAGLINER® von Bodenbender hat sich vom klassischen Kalibrierschlauch zu einem festen Bestandteil moderner Sanierungssysteme entwickelt.
Die von der Hermes Technologie GmbH durchgeführte Maßnahme bei der Firma Stockmeyer in Sassendorf in Nordrhein-Westfalen sichert die langfristige Beständigkeit der Rohre gegen saure Reinigungsmittel aus dem Fleischherstellungsbetrieb und reduziert den Materialeinsatz.
Schäden durch saure Reiniger
Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Eigenüberwachung identifizierte der Betrieb drei behandlungsbedürftige Haltungen der Nennweite DN 300 mit einer Gesamtlänge von 100 Metern. Die Kamerauntersuchung zeigte erhebliche Schäden an der Rohrsohle. Als Hauptursache gelten saure Reinigungsmittel, die aufgrund hoher Hygienestandards in der Lebensmittelverarbeitung regelmäßig zum Einsatz kommen und die mineralische Substanz der Entwässerungsinfrastruktur angreifen.
Enges Zeitfenster: Sanierung am Brückentag
Da Stillstände in der Produktion wirtschaftlich kaum vertretbar sind, wurde die Maßnahme auf einen Brückentag gelegt. Der Grund: Ein ursprünglicher Termin musste verschoben werden, da das benötigte Bauteil – der Liner – nicht rechtzeitig lieferbar war. Die Arbeiten starteten an diesem Brückentag um die Mittagszeit, womit ein Teil der Ausführung planmäßig in die Nachtstunden fiel.
Präzise Reprofilierung der Rohrsohle
Nach einer Hochdruckreinigung mit 150 bar erfolgte die Instandsetzung der „weggefressenen“ Sohle mit Hilfe des ReproLining-Verfahrens der Hermes Technologie. Dabei wurde ein Reprofiliergerät mit einer Seilwinde durch die Haltung gezogen. Als Material diente der XWW3-zertifizierte Spezialmörtel ERGELIT-KS 1, der gezielt in die ausgewaschenen Bereiche einfloss und diese schachtwandbündig verschloss.
Ein wichtiges Qualitätskriterium des Verfahrens: Der Arbeitsgang ist erst abgeschlossen, wenn am Zielschacht exakt die Mörtelmenge austritt, die am Startschacht eingebracht wurde. Da sich im Sohlenbereich keine Seiteneinläufe befanden, konnte das Verfahren ohne zeitintensive Unterbrechungen durchgeführt werden.
Ohne Preliner kein Mikroplastik
Die technische Vorbereitung der Sohle ermöglichte den Verzicht auf einen Preliner. Dies wird in der Branche zunehmend als ökologischer Vorteil gewertet, da so der Einsatz von Kunststoffen und die Entstehung von Mikroplastik reduziert werden. Nach Abschluss der Reprofilierung um circa 22 Uhr erfolgte bereits am darauffolgenden Tag der planmäßige Einbau des Liners.
Das Projekt wurde durch das Unternehmen Meyer-Entsorgung in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber innerhalb des definierten Zeitrahmens abgeschlossen.
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Quelle: Hermes Technologie
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