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B_Iumweltbau

Polyurea-Beschichtung rettet korrodierten Stahlbehälter

Die Sanierung großvolumiger Stahlbehälter stellt hohe Anforderungen an Materialtechnologie, Ausführung und Baustellenlogistik. Im vorliegenden Projekt im sachsen-anhaltischen Staßfurt wurde ein solcher Behälter mithilfe eines Polyurea-Beschichtungssystems in kurzer Zeit instand gesetzt.

Stahlbehälter-Sanierung mit Polyurea-Beschichtung
Beschichtung 1. Lage | Foto: Swietelsky-Faber

Der zylindrische Behälter mit einem Durchmesser von 8 Metern und einer Höhe von 11 Metern dient der Lagerung gesättigter Salzsole – ein Medium mit besonders hoher chemischer Aggressivität. Zusätzliche Herausforderungen ergaben sich durch die eingeschränkte Zugänglichkeit: Sämtliche Arbeiten mussten über ein lediglich 0,8 Meter großes Mannloch erfolgen. Gleichzeitig war eine zügige Umsetzung unter engen Zeitvorgaben erforderlich.

Korrosionsschäden im Stahlbehälter erfordern umfassende Sanierung

Nach vollständiger Entleerung und Reinigung des Behälters wurde im Zuge der Untergrundvorbereitung ein erheblicher Korrosionsgrad festgestellt. Die Stahloberflächen wurden im Sandstrahlverfahren gemäß SA 2,5 vorbereitet. In Teilbereichen war die Substanz bereits so stark geschädigt, dass Stahlbleche ersetzt werden mussten.

Behälterwand vor der Sanierung | Foto: Swietelsky-Faber
Behälterwand vor der Sanierung | Foto: Swietelsky-Faber

Um eine unmittelbare Re-Korrosion zu verhindern, erfolgte im Anschluss nach dem Strahlen die Applikation eines korrosionsschützenden Primers – ein entscheidender Schritt für die Dauerhaftigkeit des Gesamtsystems.

Schnelle Beschichtung in zwei Bauabschnitten

Die eigentliche Beschichtung wurde in zwei Bauabschnitten umgesetzt:

  • Bauabschnitt 1: Wandflächen bis 0,5 m über Boden
  • Bauabschnitt 2: Boden, unterer Wandbereich sowie Einstiegszone

Trotz der komplexen Rahmenbedingungen konnte die gesamte Innenfläche von rund 330 m² in einer reinen Beschichtungszeit von nur 5,5 Arbeitstagen fertiggestellt werden.

Polyurea-System von Obic für maximalen Korrosionsschutz

Zum Einsatz kam das innovative dreilagige Armor Polyurea-System von Obic, das speziell für hochbeanspruchte industrielle Anwendungen entwickelt wurde.

Der Systemaufbau im Überblick:

  • Primer: Epoxidbasierte Haftbrücke zur Versiegelung und optimalen Anbindung an den Stahluntergrund
  • Polyurea-Basisschicht: Schnell reagierende, im Heißspritzverfahren applizierte Schutzschicht mit sehr kurzer Reaktionszeit
  • PU-Hartschaum: Druckfester, geschlossenzelliger Aufbau zur Schichtverstärkung und strukturellen Optimierung
  • Polyurea-Deckschicht: Chemisch hochbeständige Endschicht für dauerhaften Schutz gegen gesättigte Salzsole

Besonders hervorzuheben ist die äußerst kurze Reaktionszeit der Polyurea-Beschichtung von wenigen Sekunden. Dadurch konnten die Arbeiten effizient und nahezu unterbrechungsfrei durchgeführt werden.

Beschichtung 2.Lage | Foto: Swietelsky-Faber
Beschichtung 2.Lage | Foto: Swietelsky-Faber

Nachhaltige Instandhaltung durch langlebige Beschichtungstechnologie

Das eingesetzte System bietet klare Vorteile im Hinblick auf Nachhaltigkeit:

  • Verlängerung der Lebensdauer bestehender Bauwerke statt Neubau
  • Ressourcenschonung durch minimalen Materialeinsatz bei maximaler Schutzwirkung
  • Reduzierte Stillstandszeiten, wodurch Betriebsunterbrechungen minimiert werden
  • Langfristige chemische Beständigkeit, insbesondere gegenüber hochkonzentrierten Salzlösungen

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Präzise Ausführung und Qualitätssicherung auf der Baustelle

Die Arbeiten wurden abschnittsweise von oben nach unten durchgeführt, angepasst an die jeweilige Gerüsthöhe. Jeder Bereich wurde unmittelbar nach Fertigstellung geprüft und qualitätsgesichert.

Die Verbindung der beiden Bauabschnitte erfolgte durch gezielte Reaktivierung der bestehenden Polyurea-Schicht, wodurch eine homogene und dauerhaft belastbare Gesamtbeschichtung sichergestellt werden konnte. Restbereiche, die konstruktionsbedingt zunächst nicht zugänglich waren, wurden abschließend mithilfe des Obic1601-Polyureamaterials unkompliziert nachbeschichtet.

Beschichtung 3. Lage und Verbindung Abschnitt1 und Abschnitt 2 | Foto: Swietelsky-Faber
Beschichtung 3. Lage und Verbindung Abschnitt1 und Abschnitt 2 | Foto: Swietelsky-Faber

Fazit: Polyurea-Beschichtung als leistungsstarke Lösung für Industriebehälter

Das Projekt in Staßfurt zeigt eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit moderner Polyurea-Systeme in der industriellen Instandhaltung. Trotz erschwerter Zugänglichkeit, fortgeschrittener Korrosion und enger Zeitvorgaben konnte eine technisch und wirtschaftlich überzeugende Lösung realisiert werden. Die Kombination aus innovativer Beschichtungstechnologie, effizienter Baustellenlogistik und strukturierter Ausführung ermöglichte eine nachhaltige Sanierung mit langfristigem Schutz für eine hochbeanspruchte Anlage.


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