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Vermessung im GaLaBau per App: Präzise Objektdaten erfassen

Digitalisierung

Vermessung im Landschaftsbau per App

A
Alexandra Kuzmina
26.10.2026, 12:00, aktualisiert 26.10.2026, 13:07
HILVERSUM/NIEDERLANDE
Vermessung im GaLaBau per App: Präzise Objektdaten erfassen
Messen und direkt digital erfassen: Die Messpunkte landen sofort in der App „UNI-Collect" auf dem Tablet am Lotstab. | Foto: Marxact

Digitale Werkzeuge haben viele Abläufe auf der Baustelle einfacher, nachvollziehbarer und besser prüfbar gemacht. Der nächste Schritt betrifft die Daten, die am Ende abgegeben werden: Merkmale wie Material, Durchmesser und Status werden beim Messen direkt am Objekt erfasst und mit den Vorgaben des Auftraggebers verglichen.


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Ist ein Auftrag ausgeführt, möchte der Auftraggeber wissen, was eingebaut wurde, wo genau und welche Bestandteile es gibt. Oft entsteht dieser Bericht erst im Büro – aus Messpunkten, Skizzen und dem Gedächtnis der Kolonne. Hier setzt die Vermessungs-App „UNI-Collect“ des niederländischen Herstellers Marxact an. Sie läuft auf einem Tablet und arbeitet mit dem GNSS-Empfänger „UNI-GR2“ am Lotstab und der Cloud-Plattform „UNI-Cloud“ zusammen. Damit können selbst Mitarbeiter ohne Vermessungsausbildung Punkte einmessen und abstecken. Die Messungen gehen laufend an „UNI-Cloud“, wo das Büro diese einsieht, prüft und im Dateiformat GeoJSON, DXF, DWG, LandXML oder CSV exportiert.

Jeder Auftraggeber hat eigene Regeln

Welche Infos ein Objekt mitbringen muss, regelt jedes Land, jede Branche und oft jeder Auftraggeber anders. So verlangen die Stadtwerke eventuell eine eigene Textdatei mit festen Spalten und eigenen Objektcodes, dazu einen Kontrollplot im PDF-Format. Für ein Unternehmen mit drei Auftraggebern hieße das: drei Arbeitsweisen. Im Gelände wird bisher meist mit Codes gearbeitet, die sich durch jede weitere Eigenschaft vervielfachen: Fünf Leitungstypen, acht Durchmesser und fünf Materialien ergeben gleich 200 Codes.

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Information hängt am Objekt

Die App „UNI-Collect" zeigt die eingemessenen Punkte auf der Karte. Die Daten werden mit „UNI-Cloud" synchronisiert und stehen im Büro zur Weiterverarbeitung bereit. | Foto: Marxact
Die App „UNI-Collect" zeigt die eingemessenen Punkte auf der Karte. Die Daten werden mit „UNI-Cloud" synchronisiert und stehen im Büro zur Weiterverarbeitung bereit. | Foto: Marxact

Mit dem jüngsten Update von „UNI-Collect“ und „UNI-Cloud“ ändert sich das. Pro Auftrag wird eingerichtet, welche Objekte vorkommen, welche Merkmale Pflicht sind und welche Prüfregeln gelten, nach einem nationalen Standard oder nach der Liste des Auftraggebers. Die Kolonne sieht nur die Objekte des Auftrags, tippt an, was vor ihr liegt und misst. Material, Durchmesser und Status hängen dann direkt am Objekt statt in einem Code, und die App zeigt, welches Objekt vollständig ist und wo noch etwas fehlt.

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Geprüft wird beim Messen: Punktabstände, verbundene Leitungsenden, ausgefüllte Pflichtfelder, RTK-Fix und, wo verlangt, die Neigung. Einen Punkt außerhalb der Regeln nimmt die App nicht an und sagt, warum. Vor dem Verfüllen wird die ganze Sitzung geprüft, vor der Abgabe noch einmal im Büro in „UNI-Cloud“ mit denselben Regeln. Weil sich Mengen aus den eingemessenen Objekten ergeben, kann dieselbe Messung als Bestandsdokumentation und als Grundlage für das Aufmaß dienen.

Von der Messung zur Abgabe

Die Daten, die am Ende eines Auftrags abgegeben werden, sind ein naheliegender nächster Schritt der Digitalisierung, weil hier Regeln, Messung und Abrechnung zusammenkommen. Je häufiger Auftraggeber Merkmale verbindlich vorschreiben, desto mehr zählt, ob diese Regeln schon dort gelten, wo gemessen wird.

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