Golf- und Sportplätze
Husqvarna macht Mähroboter fit zur Bekämpfung von Rasenkrankheit

Wenn sich Golfprofis bei den Husqvarna British Masters 2026 im englischen Sutton Coldfield messen, sind nicht nur sportliche Spitzenleistungen gefragt. Auch das Greenkeeping-Team des „The Belfry"-Resorts hat alle Hände voll zu tun, um Top-Rasenqualität zu gewährleisten. Am Rande des renommierten Turniers wurde bei der ersten „Turf & Tech“-Tagung neue Grünpflege-Technik mit Akku präsentiert.

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Der Brabazon Course in Sutton Coldfield nahe Birmingham gehört zu den weltweit bekanntesten Golfplätzen. Doch nicht nur das Hotel und Resort „The Belfry“ hat einen Ruf zu verlieren, sondern auch Sir Nick Faldo. Die englische Golf-Legende zählte in den 1980er- und 1990er-Jahren zu den besten seiner Sportart, hat ebenso wie Bernhard Langer oder Severiano Ballesteros das Turnier gewonnen. Jetzt ist der Husqvarna-Markenbotschafter „Host“ der British Masters in Sutton Coldfield und bereicherte die erste „Turf & Tech“-Tagung mit launigen Anekdoten aus seiner Karriere.
120 Gäste bei Husqvarnas „Turf & Tech“-Premiere im „The Belfry“
Zu dem Kongress hatte der schwedische Gartengerätehersteller rund 120 Golfplatzmanager, Greenkeeper, Technologieexperten und Branchenvertreter in das englische Golf-Resort eingeladen, um zu zeigen, wie autonome Systeme, intelligente Maschinen und Betriebsdaten die Zukunft der professionellen Rasenpflege prägen und dabei helfen können, dauerhaft optimale Spielbedingungen sicherzustellen.
„The Belfry“ weiß die Vorzüge von Mährobotern wie geringerer Energieverbrauch, reduzierte Wartungskosten und weniger Lärmbelästigung zu schätzen. Auf der Golfanlage waren gleich 16 Husqvarna-Modelle im Einsatz – nicht zuletzt nachts.
Tauentfernung auf Golfplätzen: Mähroboter mit Spezialaufsatz

Arbeitszeiten sind in der Golfplatzpflege durchaus ein Thema, für Spätaufsteher eignet sich der Job weniger. „Greenkeeping-Teams berichten uns immer wieder, dass die frühen Morgenstunden zu den arbeitsintensivsten Zeiten des Tages gehören und die Tauentfernung dabei eine zentrale Rolle spielt“, berichtet Andrew Lees, Global-Segment-Manager bei Husqvarna. Aus der Branche kamen daher Anfragen nach einer autonomen Lösung. Ob eventuell Mähroboter, die im Greenkeeping eine immer größere Rolle spielen, hierbei unterstützen könnten.
Husqvarna hat daraufhin einen Tauentferner für Mähroboter entwickelt. Dafür wird die Schneidscheibe des Modells 580L Epos durch einen speziellen Aufsatz ersetzt. Über definierte Transportwege bewegt sich das Gerät dann selbstständig zwischen den Greens. Während der Überfahrten wird der Aufsatz automatisch angehoben, um das Risiko einer Kreuzkontamination zwischen verschiedenen Flächen zu reduzieren.
Greenkeeping entlasten und Rasenkrankheit bekämpfen

„Der Automower 580L Epos übernimmt bereits heute wichtige Aufgaben auf Fairways und Vorgrüns von Golfanlagen weltweit“, sagt Lees, „mit der neuen Anwendung kann er künftig auch in dieser entscheidenden ersten Stunde auf den Plätzen unterstützen.“ Tau liege häufig schon auf dem Rasen, bevor die Teams ihre Arbeit aufnehmen und erhöhe den Druck auf Arbeitsabläufe, Rasengesundheit und Krankheitsmanagement.
Die Tauentfernung vor Beginn der regulären Pflegearbeiten soll zu trockeneren, gleichmäßigeren und besser bespielbaren Golfrasenflächen beitragen – und Greenkeeping-Teams während einer besonders arbeitsintensiven Zeit entlasten. Zudem ist die Lösung Teil eines internationalen Forschungsprojekts der International Turfgrass Research Initiative (ITRI), das alternative Strategien zur Bekämpfung der sogenannten Dollarflecken-Krankheit untersucht, einer der wirtschaftlich bedeutendsten Rasenkrankheiten im Golfsport.
Was die Dollarflecken-Krankheit ausmacht
Die sogenannten Dollarflecken sind eine weltweit verbreitete Pilzkrankheit im Rasen, die durch den Erreger Sclerotinia homoeocarpa verursacht wird. Namensgeber sind die vertrockneten Stellen in Münzgröße. Die strohig-braunen Flecken treten meist zwischen Mai und Oktober auf. Für den Befall förderlich sind hohe Temperaturen von 25 bis 30 Grad sowie kühle, taunasse Nächte. Auch schlecht durchlüftete Böden sowie Kalium- und Stickstoffmangel tragen zur Bildung von Dollarflecken bei. „Die neue Lösung ist eine direkte Antwort auf diese Anforderungen“, sagt Lees mit Blick auf Mähroboter und Spezialaufsatz, „mit der neuen Anwendung kann er künftig auch in dieser entscheidenden ersten Stunde auf den Plätzen unterstützen.“
Neuer Akku-Hovermäher für Böschung und Steilhang

Ebenfalls neu ist der Akku-Luftkissenmäher GX 560i (Hovermäher). Auch dieses Gerät stellte Husqvarna auf der Golfanlage vor. Den GX 560i hat Husqvarna speziell für die Pflege von Steilhängen, Bunkerkanten und Böschungen entwickelt – Bereiche, die mit herkömmlichen Radmähern oder Mährobotern nur schwer erreichbar sind. Der Akku-Hovermäher bietet eine Schnittbreite von 51 Zentimetern und erreicht damit eine Flächenleistung, die Greenkeeping-Teams laut Husqvarna bisher nur von benzinbetriebenen Geräten gewohnt sind.
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Geringer Lärmpegel und keine direkten Abgasemissionen

Das Gerät ist für Einsätze an Hängen mit bis zu 45 Grad Neigung ausgelegt und mit allen Profi-Akkus des BLi-X 36V-Akkusystems von Husqvarna kompatibel. Je nach Einsatzbedingungen können laut Hersteller mit einer Akkuladung 30 bis 35 Bunker bearbeitet werden. Zugleich sorge der Akkuantrieb für eine geringere Geräuschentwicklung und verursache während des Betriebs keine direkten Abgasemissionen. Damit soll sich der GX 560i für Arbeiten in der Nähe von Clubhäusern, Wohngebieten und anderen lärmsensiblen Bereichen eignen.
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Ebenso stellte Husqvarna in England weitere Profi-Geräte mit Akku für die Grünpflege vor, darunter Motorsensen Trimmer, Laubbläser und Baustellenbeleuchtung. Hinzu kamen passende Ladegeräte – für schnelle Ladeaktionen sowie zum Laden über Nacht.
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