Bundesgartenschau
Bekommt Reutlingen den Zuschlag für 2039?

Eine Bundesgartenschau im Echaztal? Die Stadt Reutlingen in Baden-Württemberg bewirbt sich gemeinsam mit fünf weiteren Kommunen um die Veranstaltung im Jahr 2039. Die Entscheidung soll am 30. November fallen.

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Eine elfköpfige Delegation der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) war jetzt in Reutlingen, Pfullingen, Lichtenstein, Eningen unter Achalm, Wannweil und Kirchentellinsfurt unterwegs. In einem feierlichen Akt wurde die offizielle Bewerbung überreicht. Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck betonte die Bedeutung der Bundesgartenschau (Buga) sowohl für die Stadt als auch die Gemeinden im Echaztal. Sie sei der „kraftvolle Motor“ für eine zukunftsfähige Stadt- und Regionalentwicklung.
Delegation reiste ins Echaztal
Aus der Delegation gab es anerkennende Reaktionen. „Bei unserer Bereisung haben wir vielfältige Eindrücke erhalten und waren beeindruckt vom großen Engagement der Bürgermeister, die ihre Region phantastisch präsentiert haben“, sagt Thomas Banzhaf, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBG und Präsident des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, „es steckt eine Menge Herzblut darin.“
DBG-Geschäftsführer Dr. Achim Schloemer sieht großes Potenzial in Reutlingen und den beteiligten Echaz-Kommunen, was eine mögliche Bundesgartenschau 2039 betrifft: „Wir spüren auch einen breiten Rückhalt in allen beteiligten Rathäusern und der Bevölkerung.“
Pläne der Stadt Reutlingen zur Bundesgartenschau 2039

Stadtplaner Stefan Dvorak und Claudia Wiemken, Leiterin der Reutlinger Buga-Geschäftsstelle, stellten eine Machbarkeitsstudie vor, die die Stadt weitgehend selbst erstellt hat. Was haben die Bewerber zu bieten? Reutlingen ist laut DBG eine der wenigen europäischen Großstädte, die in einem Unesco-Biosphärenreservat liegen. Zur Bundesgartenschau will die Stadt am Fluss Echaz bestehende Stadtparks und innerstädtische Gebiete aufwerten. Ein Schwerpunkt wird der Sport- und Freizeitbereichs Markwasen sein mit einem Wald der Zukunft und erweiterten Seen.
Zugänglichkeit und mehr Platz für die Echaz soll es geben – so wird ein Busbahnhof zurück gebaut und in einen Echaz-Kai verwandelt. Die beteiligten Gemeinden entlang des Flusses planen eigene, ganz unterschiedliche Projekte – von einem Märchenpark am Schloss Lichtenstein über Naturcamping in Pfullingen bis hin zu einem erweiterten Neckar-Arm mit wechselfeuchten Wiesen in Kirchentellinsfurt.
So geht es jetzt weiter
Laut Dr. Achim Schloemer wird der DBG-Verwaltungsrat auf seiner Sitzung am 30. November eine Entscheidung treffen. Fällt das Votum positiv aus, kann ein Durchführungsvertrag unterzeichnet werden, was dann den endgültigen Zuschlag der Buga 2039 an die Stadt Reutlingen besiegeln würde.
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Quelle: DBG
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