Modulbau
50 Millionen für das Stammwerk: Kleusberg verdoppelt Modul-Produktion

Der Modulbauspezialist Kleusberg baut seinen Hauptsitz im rheinland-pfälzischen Wissen zu einem hochmodernen Produktionsverbund aus. Mit einer Gesamtinvestition von rund 50 Millionen Euro ordnet das Unternehmen die Fertigung neu, automatisiert Abläufe und erhöht die Produktionsleistung auf bis zu 150 Einheiten pro Woche.

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Das Investitionsprogramm am Wisserhof läuft bereits seit dem Jahr 2023 und soll bis 2028 vollständig abgeschlossen sein. Einen aktuellen Baufortschritt markierte jetzt das Richtfest für die neue Produktionshalle. Im Zentrum der Neustrukturierung steht die deutliche Ausweitung der Modulbau-Kapazitäten bei laufendem Betrieb. Die aktuelle Produktionsleistung von 65 bis 80 Einheiten pro Woche soll durch die baulichen und technischen Maßnahmen auf bis zu 150 Module ansteigen. Hierfür saniert das Unternehmen rund 6.000 Quadratmeter an Bestandsgebäuden und errichtet zusätzliche Hallen- und Verwaltungsflächen im Umfang von 3.000 Quadratmetern. Zur Schaffung der notwendigen Flächenreserven am Hauptsitz verlagerte Kleusberg die Trennwand-Produktion bereits im Sommer 2023 an den Standort Morsbach.
Kleusberg wächst durch Zukauf von Nachbarflächen
Entscheidend für die geplante Produktionssteigerung ist der strategische Zukauf von Flächen in der direkten Nachbarschaft. Kleusberg hat die Hallenflächen der Dalex Automation & Welding GmbH übernommen. Das 8.800 Quadratmeter große Areal fügt sich künftig als „Werk 8“ in den Produktionsverbund ein. In einem ersten Schritt will Kleusberg die komplette Blechbearbeitung in diese neu erworbenen Hallen verlagern. Das fünfgeschossige Bürogebäude auf dem Dalex-Areal dient künftig unter anderem als Ausbildungszentrum für die Berufsfelder der Stahl- und Holzverarbeitung.
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Neubau eines Büro- und Sozialgebäudes
Auf dem Werksgelände entsteht derzeit zudem ein viergeschossiger Neubau in Stahl-Modulbauweise. Das Gebäude mit einer Brutto-Grundfläche von 2.545 Quadratmetern bietet Platz für 61 neue Arbeitsplätze sowie Sozial- und Waschräume für die Belegschaft. Das Bauprojekt ist mit rund 6,5 Millionen Euro budgetiert. Ein Energiemanagementsystem, Wärmepumpen und großflächige Photovoltaikanlagen sichern den ressourcenschonenden Betrieb der neuen Büroflächen und der Produktionshallen ab.
Automatisierung von Schweiß- und Lackierprozessen
Innerhalb der Werkshallen ersetzt Kleusberg die Produktionsabläufe durch automatisierte Systeme. Der Hersteller integriert teilautomatisierte Fertigungsstraßen und Roboterschweißanlagen in den laufenden Prozess. Eine grundlegende Umstellung erfolgt im Bereich des Oberflächenschutzes. Die bisherige Nasslackiertechnik weicht schrittweise einem Pulverbeschichtungsverfahren, was die Emission von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) am Standort erheblich senkt. Neue CNC-Zuschnittanlagen für Flachbleche und Holzwerkstoffe verringern den Materialverschnitt in der Vorfertigung. Kleusberg setzt seit Jahren verstärkt auf die Holz- und Hybridmodulbauweise.
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