Zeppelin Gruppe 2025: Wachstum durch Rekord-Akquisition
Ein Gewinnplus von 26 Prozent und die größte Akquisition der Firmengeschichte sind ein großer Erfolg. Doch während der Umsatz die 5-Milliarden-Euro-Marke anvisiert, offenbart ein Blick hinter die Kulissen ein differenziertes Bild: Nicht alle Geschäftsbereiche teilen den Erfolg, und neue Risiken von Margendruck bis zu geopolitischen Krisen prägen den Ausblick für 2026.


Das sind die neuen Prallbrecher der nächsten Generation
Mit der GIPO P 101 GIGA und GIPO P 111 GIGA präsentiert der Schweizer Hersteller zwei neue Prallbrecher, die rein elektrisch betrieben werden können.
Trotz eines herausfordernden Marktumfelds konnte die Zeppelin Gruppe das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 26 Prozent auf rund 135 Millionen Euro steigern. Der operative Cashflow lag bei über 410 Millionen Euro, das Eigenkapital beläuft sich auf rund 1,3 Milliarden Euro. Ein Investment-Grade-Rating von BBB+ mit stabilem Ausblick bestätigt die finanzielle Stabilität des Konzerns.
Akquisition der Pepp Group als Wachstumsmotor für Zeppelin
Maßgeblicher Treiber für das Wachstum war die Akquisition der niederländischen Pepp Group, der bislang größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte. Damit übernahm Zeppelin den Vertrieb und Service für Caterpillar-Produkte in den Niederlanden und Norwegen. Durch die vollständige Konsolidierung der Neuerwerbung rechnet das Management für das laufende Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatz von rund 5 Milliarden Euro.
„Wir haben unsere Marktposition weiter gestärkt, unsere internationale Präsenz ausgebaut und damit die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum gelegt“, ordnet Matthias Benz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin Gruppe, die Gesamtentwicklung ein. „Die Akquisition der Pepp Group war dabei ein wichtiger Schritt und beinhaltet auch den bewussten Ausbau eines Geschäftsmodells, das breit, international und langfristig tragfähig aufgestellt ist.“
Um die Organisation effizienter und kundenorientierter aufzustellen, wurden die bisherigen fünf Geschäftseinheiten zu vier neuen Bereichen gebündelt: Construction Industry & Mining, Rental, Power Systems und Plant Engineering.
Bauma 2025: Schub für Baumaschinen
Der Bereich Construction Industry & Mining profitiere laut Konzern-Chef insbesondere von einer erfolgreichen Bauma 2025 - schließlich konnte das Unternehmen rund 1.400 Verkäufe auf der Messe vermelden - sowie von der erweiterten internationalen Aufstellung. „Wir haben auf der Messe rund 1.400 Maschinen verkauft“, so Benz. Das unterstreiche für ihn die Bedeutung der Bauma. Hingegen sei eine gestiegene Nachfrage nach elektrisch angetriebenen Baumaschinen trotz hoher Energiepreise noch nicht spürbar.
Zeppelin spürt Druck auf den Margen
In der Sparte Rental ist ein deutlich wachsender Druck auf die Margen spürbar, der für alle Geschäftseinheiten zu verzeichnen ist. Während in 2025 der Auftragseingang im Rental-Geschäft um ein Prozent auf 819 Millionen Euro zunahm, sank der EBT im gleichen Zeitraum um 15 Prozent auf 33 Millionen Euro. Laut Benz generiert der Geschäftsbereich seinen Umsatz zu einem Großteil nicht aus der reinen Vermietung, sondern aus Logistikdienstleistungen.
Die Geschäftseinheit Power Systems entwickelte sich weiterhin dynamisch. Der Gewin vor Steuern betrug 2025 58 Millionen Euro und nahm damit zum Jahr davor um 80 Prozent zu. Getragen würde dieses Ergebnis von einer hohen Nachfrage nach Energie‑, Antriebs‑ und Serviceleistungen, so Benz
Sorgen macht dem Konzern hingegen der Geschäftsbereich Plant Engineering. Ein Umsatzrückgang von 23 Prozent sei nicht auf konjunkturelle Schwankungen zurückzuführen. „Das ist kein konjunkturelles Problem, sondern ein strukturelles“, erklärte Benz und verwies auf Kunden, die zunehmend nach China abwandern.
Digitalisierung am Bau

Ein zentrales Thema bleibt die digitale Transformation. Obwohl die Bauwirtschaft hier noch aufholt, sieht Zeppelin eine positive Entwicklung. „Die Bauindustrie ist bei Digitalisierung eine der konservativsten Branchen. Wir merken aber einen Wandel bei den Kunden, weil sie einen Vorteil erkennen“, so Benz.
Für 2026 liegt der Fokus auf der Integration der Pepp Group und der Realisierung von Synergien. Gleichzeitig erschweren ein langer Winter und ein wachsender Druck auf die Margen das Geschäft. Auch geopolitische Risiken werden genau beobachtet. „Wir können noch nicht absehen, was der Nahost-Konflikt für uns bedeutet“, räumte Benz ein. Als Reaktion wurde ein wöchentlicher Krisenstab eingerichtet, der sich vor allem mit potenziellen Preissteigerungen im Energiebereich befasst.
Zusätzlich plant das Unternehmen, seine Aktivitäten im Bereich Sicherheit und Verteidigung auszubauen, wo es bereits seit Jahren tätig ist. Benz betonte die Fähigkeit des Unternehmens, auf Krisen zu reagieren: „Wir haben bei Corona und beim Russlandgeschäft bewiesen, dass wir flexibel reagieren können und werden es wieder tun.“
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