Mecklenburg-Vorpommern bleibt Schlusslicht
Die Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bleibt auch 2025 im Krisenmodus. Während sich bundesweit erste Erholungstendenzen zeigen, fällt das nördlichste Flächenland in zentralen Kennzahlen weiter zurück.

Demnach sind die realen Umsätze im Jahr 2025 erneut gesunken. Preisbereinigt verzeichnete das Bauhauptgewerbe ein Umsatzminus von 4,4 Prozent gegenüber dem ohnehin schwachen Vorjahr. Auch die Auftragseingänge gingen um 4,2 Prozent zurück. Insgesamt wurden 3,0 Prozent weniger Arbeitsstunden geleistet. Mecklenburg-Vorpommern ist damit das einzige Flächenbundesland mit negativen Umsatz- und Auftragseingangszahlen im Jahr 2025.
Baukonjunktur Mecklenburg-Vorpommern 2025: Umsatz und Aufträge weiter rückläufig
Besonders angespannt bleibt die Lage im Hochbau. Über das Gesamtjahr hinweg sanken die Umsätze hier preisbereinigt um 6,8 Prozent. Auch der Tiefbau konnte sich der negativen Entwicklung nicht vollständig entziehen und verzeichnete ein reales Minus von 2,9 Prozent. Der Wohnungsbau bleibt dabei ein zentrales Sorgenkind: Die Auftragseingänge im Dezember lagen 52,9 Prozent unter dem Vorjahresmonat.
Hochbau, Tiefbau, Wohnungsbau: Wo die Baukrise besonders drückt
Lediglich der öffentliche Bau setzt positive Akzente und stabilisiert damit die Branche zumindest teilweise. Auch die Baugenehmigungen entwickelten sich leicht positiv: Sie stiegen 2025 um 3,4 Prozent, nachdem sie im Vorjahr um mehr als 30 Prozent eingebrochen waren. Von einer Trendwende kann dennoch keine Rede sein.
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Öffentlicher Bau stützt – doch die Trendwende bleibt aus
Ein Lichtblick war der Dezember 2025: Der Gesamtumsatz lag hier 21,2 Prozent über dem Vorjahresmonat. Doch dieser starke Jahresabschluss spiegelt nicht die strukturelle Lage wider. Über das gesamte Jahr betrachtet bleibt die Baukrise in Mecklenburg-Vorpommern bestehen.
Auch am Arbeitsmarkt hinterlässt die Entwicklung Spuren. Die Zahl der Beschäftigten sank im Jahresdurchschnitt um 1,1 Prozent, was rund 400 Arbeitsplätzen entspricht. Gleichwohl bleibt die Bauwirtschaft im Branchenvergleich ein vergleichsweise stabiler Arbeitgeber.
Im bundesweiten Vergleich zeigt sich ein differenziertes Bild. Nordrhein-Westfalen meldet für 2025 eine spürbare Erholung und auch in Ostdeutschland sind erste Stabilisierungssignale erkennbar. Auf auf Bundesebene mehren sich die Hinweise auf ein mögliches Ende der Rezession. Ob sich diese Trendwende in allen Regionen gleichermaßen durchsetzen wird, ist jedoch offen. Die Zahlen aus Mecklenburg-Vorpommern zeigen, wie fragil die Lage weiterhin ist – und wie unterschiedlich sich die Baukonjunktur innerhalb Deutschlands entwickelt.
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