Bagger-Anbaugeräte
Harald Klein investiert in Bagger mit Rotator

Steigender Kostendruck und der Mangel an Fachkräften zwingen Tiefbauunternehmen zu immer effizienteren Abläufen auf den Baustellen. Die Harald Klein GmbH aus dem Landkreis Ravensburg investiert deshalb in gleich vier Kteg P-Line Systeme. Ein neuartiger Stahlplattenmanipulator soll zudem das Unfallrisiko beim Verlegen senken.
Für den gelernten Landwirt Harald Klein, der das regionale Bauunternehmen in rund 30 Jahren aufgebaut hat, ist die Modernisierung des Fuhrparks die Antwort auf aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen. „Wir sind ein regionales Unternehmen. Steigende Einkaufspreise und sinkende Verkaufspreise können wir nicht mit Dumping kompensieren, denn wir werden an der Qualität unserer Arbeit gemessen“, erklärt der Geschäftsführer. Nach einem Besuch im Coreum in Stockstadt entschied er sich für die Anschaffung von vier Multi-Tool-Carriern des Herstellers KTEG inklusive aufeinander abgestimmter Anbaugeräte.

Zehn Sekunden für den Werkzeugwechsel
Das KTEG P-Line System kombiniert eine optimierte Basismaschine mit einem vollhydraulischen Schnellwechselsystem mit Rotation. Alle Komponenten greifen bei der Arbeit nahtlos ineinander. Der vollhydraulische Schnellwechsler ermöglicht das Kuppeln der Anbauwerkzeuge innerhalb von zehn Sekunden direkt aus der Kabine heraus. Dies spart auf der Baustelle nicht nur Rüstzeit ein, sondern reduziert auch das Beschädigungsrisiko an Schläuchen und Kupplungen der Trägergeräte.
Rotator ersetzt schwere Tiltrotatoren
Für die nötige Beweglichkeit im Graben sorgt der integrierte Rotator mit KTEG OQR. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen lassen sich damit sämtliche Anbaugeräte endlos drehen. Der integrierte Rotator kommt ohne Zusatzhydraulik aus, ist leichter als ein klassischer Tiltrotator und bietet dadurch mehr Nutzlast sowie eine höhere Standsicherheit beim Arbeiten. Auch schwere Anbaugeräte wie Hydraulikhämmer, Anbauverdichter oder Fräsen lassen sich damit nach Herstellerangaben dauerhaft und zuverlässig betreiben.
Stahlplatten verlegen ohne Bodenpersonal
Besonders die Kombination aus der Rotation und den neuen Spezialwerkzeugen bietet im Alltag einen großen Nutzwert. Beim Einsatz des neu vorgestellten Stahlplattenmanipulators kann der Maschinist Fahrbahnplatten nun ohne zusätzliches Bodenpersonal aufnehmen und verlegen. „Was früher nur mit einem Stapler, aufwändiger Kettenmontage und einer weiteren Person möglich war, erledigt damit der Fahrer jetzt ganz allein – noch dazu schneller und ohne Unfallrisiko“, sagt Klein.
Maschinentaufe nach japanischer Tradition

Die Übergabe der vier neuen Systeme sowie eines zusätzlichen Großbaggers des Typs Hitachi ZX300-7 wurde mit einer feierlichen Zeremonie begangen. Neben den Vertretern des Systempartners Kiesel und des regionalen Händlers Brielmaier nahm auch der Präsident von Hitachi Construction Machinery Japan höchstpersönlich an der Veranstaltung teil. Nach traditionellem japanischem Brauch führte er eine Maschinentaufe an den Neuzugängen des Fuhrparks durch.
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Eigene Baggerschule für die Belegschaft
Um das Potenzial der hydraulischen Systeme voll auszuschöpfen, hat das Tiefbauunternehmen ein eigenes Trainingskonzept entwickelt. Unter dem Namen „Harry’s Baggerschule“ steht den Mitarbeitern ein komplett ausgerüstetes KTEG P-Line System für Übungszwecke und private Projekte zur Verfügung. Die Fahrer können sich so abseits des Zeitdrucks im Baustellenbetrieb mit den Funktionen vertraut machen. Die neuen Maschinen werden aktuell schon im Glasfaserausbau sowie im Hausanschlussbereich eingesetzt.
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