Schwertransport
Kettenbagger auf Achse: Eine Stunde Zeitgewinn pro Transport

Der Transport schwerer Baumaschinen auf engen Landstraßen ist Millimeterarbeit. Das belgische Unternehmen Travescaut srl setzt für das Umsetzen seiner Kettenbagger auf einen Multimax-Semi-Tieflader. Durch eine hydraulische Verbreiterung spart der Betrieb bei jedem Transport viel Zeit.
Noch eine letzte Runde dreht der Kettenbagger über das Areal, dann geht es die holprige Gasse hinab. Letzte Erdklumpen fallen vom schweren Fahrwerk, während der Multimax-Semi-Tieflader bereits am Wegrand wartet. Um das Gespann kümmert sich bei dem Erdbauunternehmen Travescaut ein eingespieltes Duo: Fahrer Nick lenkt die 37-Tonnen-Kombination, Transportprofi Antoine senkt die Rampen des Aufliegers ab.
Spezialisten für nasse Einsätze
Die Aufgabe an diesem Tag ist erledigt: Ein Regenrückhaltebecken wurde gereinigt, um das ursprüngliche Rückhaltevolumen für Wasser wiederherzustellen. Bei dem Spezialbetrieb dreht sich alles um Wasser, Uferpflege, Baggerarbeiten und die Entschlammung von Teichen. „Wir sind immer da, wo es matschig ist“, erklären die beiden Fachkräfte lachend, während sich die Ladefläche des Tiefladers per Knopfdruck anpasst.
Verzurrt für die Straße

Das 3,45 Meter breite Kettenfahrzeug nähert sich langsam und arbeitet sich Schritt für Schritt die Rampe hinauf. Am Ende wird der Baggerarm präzise in die dafür vorgesehene Mulde eingelegt. Transportprofi Antoine legt nacheinander die schweren Verzurrketten an, sichert die Ladung nach Vorschrift und gibt das Signal zur Abfahrt.
Wendigkeit in engen Gassen
Auf der Straße bewährt sich das Fahrzeug sofort im täglichen Einsatz. Vor allem die hydraulische Nachlenkung erleichtert die Arbeit auf engen Passagen und in schwierigen Kurven spürbar. Als Begleitfahrer kann sich Nick in kniffligen Situationen hinten positionieren, um tote Winkel abzusichern. „Wir sind oft auf engen Straßen unterwegs – ohne hydraulische Zwangslenkung kommt man da einfach nicht durch“, berichtet Antoine. Eine zusätzliche Liftachse erleichtert das Manövrieren, wenn das Fahrzeug ohne volle Nutzlast fährt.
Rückwärts in den Steinbruch
Nach rund 90 Minuten Fahrzeit ist das neue Ziel erreicht: Frasnes-lez-Anvaing, eine ländliche Region mit engen Zufahrten. Das Abladen des schweren Kettenbaggers erfolgt an einem abgelegenen Steinbruch in einer Talsenke nach einer engen Rückwärtseinfahrt.

Wirtschaftlicher Trumpf
Firmenleiter Pierre Delabassee beobachtet das finale Manöver seiner Mitarbeiter und zieht eine positive Bilanz für den Betrieb. Besonders die hydraulische Verbreiterung der Ladefläche macht sich bezahlt. „Im Vergleich zum klassischen Prinzip mit Holzbohlen spart man pro Transport leicht eine Stunde“, rechnet Delabassee vor. Der Zeitgewinn sorgt für eine konkrete Kostenersparnis, und das bei gleichzeitig mehr Sicherheit beim Auffahren für den Baggerfahrer.
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