Stahlbaupreis 2024
Erster Platz für ein Uni-Gebäude ohne massive Wände

Mit dem Preis des Deutschen Stahlbaus 2024 sind die Berliner Architekten Gustav Düsing und Max Hacke für das Projekt „Studierendenhaus Braunschweig“ ausgezeichnet worden. Die Stahlkonstruktion des Gebäudes kommt komplett ohne massive Wände aus.
Der Neubau an der Technischen Universität Braunschweig bietet auf über 1.000 Quadratmeter Platz für 200 Arbeitsplätze. Das zweigeschossige Gebäude besteht aus einer Stahlkonstruktion, verzichtet auf massive Wände und erlaubt so eine flexible Nutzung. Der Clou: Das Primärtragwerk ist reversibel, das heißt alle Bauteile sind leicht auseinanderzubauen und weiterverwendet werden. „Die Arbeit dokumentiert hervorragend, wie das Material Stahl zu einer qualitativ hochwertigen, leichten, stahlspezifischen Baugestalt geführt werden kann“, so Architekt Prof. Jochen Schuster in seiner Laudatio. „Das Haus schafft über seine Materialisierung und Struktur eine unverwechselbare Arbeitswelt für die Studierenden, die inspirierend ist und die zeigt, dass auf die aktuellen Fragestellungen mit angemessenem Materialeinsatz, unaufgeregt geantwortet werden kann, ohne auf eine eigene, prägende Gestaltidee verzichten zu müssen.“ Besonders überzeugend sei, so Schuster weiter, dass Themen Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft spielerisch in das Projekt integriert würden und zu einer einzigartigen Atmosphäre in dem Gebäude führten.
Stahltragwerk erleichtert Montage und Demontage

Der Preis des Deutschen Stahlbaues wurde beim 41. Deutschen Stahlbautag in Lindau am Bodensee verliehen. Die Jury hatte ihr Urteil einstimmig abgegeben.
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