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Notre-Dame Paris: Spezial-Peeling entfernt 70 Tonnen Schadstoffe
Notre Dame strahlt wieder: Mit einer Spezialpaste wurden im Peel-Off-Verfahren 70.000 m² Naturstein gereinigt. | Foto: tilialucida/stock.adobe.com

Der Brand von Notre-Dame im April 2019 zerstörte Dachstuhl und Bleischindeln – und führte im Innenraum zu erheblichen Bleieinträgen auf dem historischen Natursteinmauerwerk. Rund 70.000 Quadratmeter Wand- und Gewölbeflächen mussten im Zuge der Restaurierung dekontaminiert werden. Neben der originalgetreuen Rekonstruktion der Dachkonstruktion war die Schadstoffsanierung damit eine zentrale technische Herausforderung der Wiederherstellung.

Schadstoffsanierung: Bleistaub auf 70.000 m²

Durch die thermische Zerstörung der Bleieindeckung lagerte sich Bleistaub großflächig auf Pfeilern, Gewölben und Wandflächen ab. Ziel war es, die Schadstoffe zu entfernen, ohne die historische Natursteinsubstanz mechanisch oder chemisch zu beeinträchtigen. Die Reinigung erfolgte abschnittsweise.

Sanierung mit selbstvulkanisierender Peel-Off-Technik

Nach Tests auf Musterflächen fiel die Entscheidung auf "Arte Mundit", eine lösemittelfreie Spezialpaste auf Naturkautschukbasis. Das Material wurde vom Bauchemie-Spezialisten Remmers aus Löningen speziell für Innenwandflächen entwickelt und arbeitet nach dem Peel-Off-Prinzip.

"Peeling" für Notre Dame: Das lösungsmittelfreie "Arte Mundit" wurde auf die rund 70.000 Quadratmeter Natursteinwände gesprüht und nach 24 Stunden als Peel-Off entfernt. | Foto: David Bordes & EP-RNDP
"Peeling" für Notre Dame: Das lösungsmittelfreie "Arte Mundit" wurde auf die rund 70.000 Quadratmeter Natursteinwände gesprüht und nach 24 Stunden als Peel-Off entfernt. | Foto: David Bordes & EP-RNDP
Der Ablauf der Schadstoffsanierung: Zunächst wurden die Mauerwerksflächen abgesaugt. Anschließend trugen Fachfirmen das Material je nach Untergrund per Pinsel oder Spritzpistole auf. „Während des Trocknungsprozesses verdampft das Wasser und das dispergierte Polymer vernetzt sich zu einem festen und extrem elastischen Film“, erläutert Nicolas Dolé vom Restaurierungsunternehmen H. Chevalier. „Dieser lässt sich nach 24 Stunden in Form einer Latexhaut zusammen mit den darin eingeschlossenen Schmutzpartikeln, vor allem den giftigen Blei- oder Schwermetalleinträgen und Ruß, sehr leicht entfernen.“ Nach dem Abziehen des Films wurden verbleibende gelöste Rückstände mit einem leicht feuchten Schwamm entfernt.

Ausführung: 70 Tonnen Material verarbeitet

Insgesamt kamen rund 70 Tonnen der Spezialpaste zum Einsatz. Das Verfahren setzte weder Staub noch zusätzliches Wasser frei. Auch spätere chemische Effekte oder Sekundärverunreinigungen sollten vermieden werden. Für die Denkmalpflege war vor allem entscheidend, dass das Natursteinmauerwerk nicht abrasiv behandelt wurde und keine kapillare Durchfeuchtung stattfand. Die Reinigung konnte kontrolliert und abschnittsweise erfolgen.

Nach der Ausführung der Schadstoffsanierung wurde gemessen, ob sich noch Schadstoffe in der Wand befinden. | Foto: Jens Engel/Remmers
Nach der Ausführung der Schadstoffsanierung wurde gemessen, ob sich noch Schadstoffe in der Wand befinden. | Foto: Jens Engel/Remmers

Mit der Innenreinigung ist ein zentraler Teil der Restaurierung abgeschlossen. Notre-Dame ist wiederhergestellt – und innen von Brand- und Bleirückständen befreit.

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