Berufskrankheiten am Bau
BG Bau: Asbest ist die häufigste Todesursache auf Baustellen

Asbestbedingte Erkrankungen sind die häufigste Todesursache durch Berufskrankheiten. Zu diesem Ergebnis kommt die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau). Demnach starben fast 300 Versicherte der BG Bau im vergangenen Jahr an den Folgen von Asbestkontakt.

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Neue Zahlen zu tödlichen Berufskrankheiten
Im Jahr 2025 starben 470 Versicherte der BG Bau. Die große Mehrheit dieser Todesfälle gehe auf Berufskrankheiten zurück, so die Berufsgenossenschaft: 396 Versicherte starben an deren Folgen, darunter 291 an einer durch Asbest verursachten Erkrankung wie Mesotheliom, Lungenkrebs oder Asbestose, einer schweren Lungenkrankheit. Dies geht aus bislang unveröffentlichten Zahlen hervor. 74 Beschäftigte starben darüber hinaus infolge eines tödlichen Arbeitsunfalls. Zu den häufigsten Ursachen gehörten Abstürze, herabfallende oder kippende Bauteile sowie Unfälle durch Anfahren oder Überfahren.
Berufskrankheiten nehmen weiter zu
Insgesamt gingen im Jahr 2025 bei der BG Bau 22.102 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit ein. Das sind 1.041 Meldungen mehr als im Vorjahr, was einem Anstieg von 4,9 Prozent entspricht. Seit 2021 hat sich die Zahl der Anzeigen damit um rund 34 Prozent erhöht.
Am häufigsten wurden 2025 diese Berufskrankheiten gemeldet:
- Lärmschwerhörigkeit (4.876 Meldungen)
- Hautkrebs durch natürliche ultraviolette Strahlung der Sonne (3.164)
- Asbestbedingte Krankheiten (2.304)
- Bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule (2.168)
- Gonarthrose (1.861)
- Läsionen der Rotatorenmanschette der Schulter (1.339)
2.304 Verdachtsanzeigen entfallen im Jahr 2025 somit auf asbestbedingte Berufskrankheiten. Das sind 10,4 Prozent aller gemeldeten Berufskrankheiten.

Rückgang bei den meldepflichtigen Unfällen
Bei den meldepflichtigen Arbeitsunfällen zeigt sich laut BG Bau hingegen eine positive Entwicklung: Mit 89.113 Fällen wurde die Schwelle von 90.000 erstmals unterschritten. Im Vorjahr waren es 91.813 Fälle, was einem Rückgang um 2.700 Fälle beziehungsweise 2,9 Prozent entspricht. Auch die Unfallquote ging zurück. Sie gibt an, wie viele Arbeitsunfälle pro 1.000 Vollbeschäftigte auftreten, und lag im Jahr 2025 bei 42,95 nach 43,76 im Vorjahr.
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Prävention scheint zu wirken
„Die Unfallzahlen sinken kontinuierlich. 2025 wurden uns fast 15.000 Arbeitsunfälle weniger gemeldet als noch vor fünf Jahren. Das freut uns und zeigt, dass Prävention wirkt“, betont Björn Kass. „Zugleich machen die Berufskrankheiten deutlich, dass Prävention über die Vermeidung akuter Unfallgefahren hinausgeht. Entscheidend ist, Belastungen frühzeitig entgegenzuwirken – etwa bei körperlichen Belastungen oder beim Umgang mit Gefahrstoffen.“
Quelle: BG Bau
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