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Heidelberg Materials: CO₂-neutrales Kieswerk dank LiuGong E-Radladern

Heidelberg Materials: CO₂-neutrales Kieswerk dank LiuGong E-Radladern
Im Kieswerk Zurow wird der Sand jetzt vollelektrisch verladen - mit dem LiuGong 870HE. | Foto: Heidelberg Materials

Heidelberg Materials hat sein Kieswerk in Zurow nahezu vollständig dekarbonisiert. Neben dem Bezug von Ökostrom ist der Einsatz von zwei schweren Elektro-Radladern von LiuGong der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Die 24-Tonnen-Maschinen ersetzen die Diesel-Flotte im harten Ladebetrieb und machen den Verladeprozess komplett emissionsfrei.


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Am Standort Zurow in Mecklenburg-Vorpommern hat Heidelberg Materials Mineralik einen Meilenstein auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Rohstoffgewinnung erreicht. Der gesamte Produktionsprozess für Sand und Kies wurde vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt, teilte das Unternehmen mit. Das Werk ist damit der erste nahezu CO₂-neutrale Standort des Baustoffkonzerns in Deutschland. Möglich wurde das durch ein Zusammenspiel aus grünem Strom und modernster Maschinentechnologie. Schweren Elektro-Radlader von LiuGong spielen dabei die Hauptrolle.

Zwei LiuGong 870HE ersetzen die Diesel-Flotte

Das Energiekonzept in Zurow ruht auf zwei Säulen. Während der gesamte Strombedarf des Werks – von den Förderbändern bis zur Aufbereitungsanlage – durch extern bezogenen, zertifizierten Ökostrom gedeckt wird, galt es, die letzte verbliebene CO₂-Emissionsquelle im Produktionsprozess zu eliminieren: die schweren, dieselbetriebenen Radlader im Verladebetrieb.

Die elektrischen Radlader zeigen in Leistung und Bedienung ein Niveau vergleichbar mit konventionellen 23-Tonnen-Dieselmaschinen. | Foto: Heidelberg Materials/Sebastian Engels
Die elektrischen Radlader zeigen in Leistung und Bedienung ein Niveau vergleichbar mit konventionellen 23-Tonnen-Dieselmaschinen. | Foto: Heidelberg Materials/Sebastian Engels

Hier setzt Heidelberg Materials auf die E-Technologie von LiuGong. Zwei neue, vollelektrische Radlader vom Typ LiuGong 870HE übernehmen im Einschichtbetrieb die Verladung der täglich bis zu 2.500 Tonnen Sand und Kies. „Für die Produktion im Werk Zurow wollten wir bewusst neue Wege gehen“, erläutert Alexander Lücke, Leiter Produktion & Technik Nord bei Heidelberg Materials Mineralik, die Entscheidung für die chinesischen Elektro-Pioniere.

Überzeugende Leistungswerte im Grubeneinsatz

Der Investitionsentscheidung ging ein intensiver, mehrwöchiger Praxistest auf dem Werksgelände voraus, bei dem die LiuGong-Maschinen auf Herz und Nieren geprüft wurden. Der 24,6 Tonnen schwere LiuGong 870HE bringt beeindruckende Leistungsdaten mit: Ausgestattet mit einer 423 kWh großen Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) und zwei Elektromotoren mit jeweils 160 kW Leistung, steht er konventionellen 23-Tonnen-Dieselmaschinen in nichts nach.

Im Kieswerk Zurow wurde der Produktionsprozess vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt. | Foto: Heidelberg Materials/Sebastian Engels
Im Kieswerk Zurow wurde der Produktionsprozess vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt. | Foto: Heidelberg Materials/Sebastian Engels

Laut Lennart Wentker, ebenfalls Leiter Produktion und Technik bei Heidelberg Materials, zeigten die LiuGong-Radlader im Ladezyklus eine hervorragende Performance. Auch die Maschinenführer zogen ein durchweg positives Fazit: Neben dem hocheffizienten, stufenlosen Antrieb überzeugten vor allem der Kabinenkomfort, die exzellente Rundumsicht und der extrem niedrige Geräuschpegel im Vergleich zum alten Diesel-Lkw.

Um die Einsatzbereitschaft der Maschinen rund um die Uhr zu sichern, wurde am Standort eine eigene Ladeinfrastruktur mit 150 kW Ladeleistung installiert, die ein schnelles Zwischenladen in den Pausenzeiten ermöglicht.

Schwimmende PV-Anlage als Partner für die E-Flotte

Die schwimmende Photovoltaikanlage auf dem Baggersee versorgt das Kieswerk mit Strom. | Foto: Heidelberg Materials/Sebastian Engels
Die schwimmende Photovoltaikanlage auf dem Baggersee versorgt das Kieswerk mit Strom. | Foto: Heidelberg Materials/Sebastian Engels

Perspektivisch wird das Kieswerk einen großen Teil des Ladestroms für die Fahrzeugflotte selbst erzeugen. Auf dem durch den Abbau entstandenen Baggersee wurde dafür eine schwimmende Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 2,6 MWp auf rund 1,5 Hektar Wasserfläche installiert. Die Anlage kommt ohne zusätzliche Flächenversiegelung aus und soll das Energiekonzept am Standort perfekt abrunden. Der umfassende Ansatz umfasst auch eine CSC-Gold-Zertifizierung für nachhaltige Rohstoffgewinnung.

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