RWE Power vergibt Großauftrag an ARGE
Ein Großprojekt mit weitreichender Bedeutung für die Region nimmt Fahrt auf: Die RWE Power AG hat das entscheidende Baulos 12 der zukünftigen Rheinwassertransportleitung vergeben. Diese massive Infrastrukturmaßnahme ist ein Herzstück der Rekultivierung des Tagebaus Hambach.

Die Umsetzung erfolgt durch eine ARGE, an der Unternehmen wie die Max Streicher GmbH & Co. KG aA, die Leonhard Weiss GmbH & Co. KG sowie die Epping Rohrvortrieb GmbH & Co. KG beteiligt sind. Innerhalb dieses Konsortiums verantwortet die Streicher-Gruppe den komplexen Rohrleitungsbau, der für die Entstehung einer neuen Seenlandschaft von zentraler Bedeutung ist.
Leistungsumfang Rohrleitungsbau
Das Baulos umfasst die Verlegung von zwei Rohrtrassen mit jeweils rund 6.650 Metern Länge. Die eingesetzten Rohre verfügen über einen Durchmesser von 2.250 Millimetern und eine Wandstärke von 22,5 Millimetern. Für die Verbindung der Rohrsegmente sind rund 1.200 Schweißnähte erforderlich.
Zur Montage werden die Bögen in einer eigens errichteten Fertigungsstätte vor Ort mithilfe einer speziell für das Projekt erworbenen Rohrschneidemaschine in montagegerechte Segmente geteilt. Jedes Rohr/Bogen weist eine Länge von zwölf Metern und ein Gewicht von rund 15 Tonnen auf.
Eingesetzte Spezialmaschinen
Für die Umsetzung des Projekts kommt umfangreiches, teilweise projektspezifisch angepasstes Equipment zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem spezielle Schweißkabinen und Arbeitsplattformen für große Rohrdimensionen sowie weitere Sonderanlagen für Transport, Positionierung und Verarbeitung von Großrohren.

Bis zum Frühjahr 2026 liegt der Schwerpunkt auf der technischen Vorbereitung sowie der Weiterentwicklung der eingesetzten Maschinen und Arbeitsmittel. Der Baustart für die Rohrverlegung ist derzeit für März 2026 vorgesehen.
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Bedeutung der Wassertransportleitung für die Rekultivierung
Die Wassertransportleitung ist Bestandteil eines groß angelegten Rekultivierungsvorhabens im Tagebau Hambach. Über die Leitung soll künftig Rheinwasser in die entstehende Seenlandschaft eingebracht werden.
Der geplante See wird eine Fläche von über 35 km² sowie ein Volumen von mehr als 4.300 Millionen m³ erreichen. Die Maßnahme dient unter anderem der Stabilisierung des Grundwasserspiegels, der Entwicklung neuer Lebensräume sowie der langfristigen ökologischen und strukturellen Aufwertung der Region.
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Quelle: Max Streicher
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