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Klarer Weg mit bewährter Technik

Seit über drei Jahrzehnten steht die RS Technik AG für hochwertige Schlauchlining-Systeme und konsequente Qualitätsorientierung in der grabenlosen Kanalsanierung. Im Gespräch geben Präsident Klaus Müller und der künftige Deutschland-Geschäftsleiter Christoph Turk Einblicke in die Entwicklung des Unternehmens, technologische Überzeugungen, Nachhaltigkeitsstrategien und die Herausforderungen einer Branche im Wandel.

Klaus Müller und Christoph Turk von RS Technik im Interview
Die RS Technik AG-Niederlassung Deutschland - das ehemalige Zechengelände am "Kamener Kreuz" als Standort nachhaltiger Rohrsanierung. | Foto: RS Technik

Die RS Technik AG ist bereits seit 1992 auf dem Markt und vertreibt vornehmlich Schlauchlining-Systemlösungen für die Rohr- und Kanalsanierung. Wie hat sich das Unternehmen in den vergangenen 33 Jahren entwickelt und verändert?

Klaus Müller: Das Unternehmen wurde 1992 in der Schweiz gegründet und 1999 zur RS Technik AG umfirmiert. Als erstes Schlauchlining-System haben wir 1994 den RS CityLiner auf den Markt gebracht und dann im Jahre 1996 den RS MaxLiner. Das Unternehmen war anfangs auf dem deutschen und schweizerischen Mark aktiv und hat sich ab 2002 auch in Österreich und Italien behauptet. Heute hat die RS Technik weltweit Partner und Anwender. Nach 33 Jahren gibt es unsere bewährten Schlauchliningsysteme immer noch und sie haben sich auf dem internationalen Markt bewährt. Natürlich wurden sie stetig verbessert, neuen Vorgaben angepasst und die Produktpalette erweitert, aber das Grundkonzept mit hochwertigen Epoxidharzsystemen langlebige Rohrsanierung zu betreiben, ist geblieben.

Sie setzen beim Schlauchlining vornehmlich Epoxidharzsysteme und warmhärtende Verfahren ein – was im Hauptkanalbereich eher als Nische gilt. Wieso sind Sie diesem Konzept in den vergangenen 33 Jahren treu geblieben?

Müller: Aus Überzeugung! Epoxidharzsysteme sind die hochwertigsten Harze im Vergleich und härten auch bei widrigsten Umgebungsbedingungen sicher aus. Die Warmhärtung bietet die Möglichkeit, jeglichen örtlichen Gegebenheiten Rechnung zu tragen und immer die erforderliche Energie zur vollständigen Durchhärtung zur Verfügung zu stellen. So erreichen wir die maximal mögliche Nutzungsdauer der sanierten Rohrleitungen. Wir sind mit diesen Maßstäben vor über 30 Jahren gestartet und wollten keine Abstriche machen.

Wie sehen Sie die Entwicklung Ihres Unternehmens in den nächsten fünf bis zehn Jahren?

Müller: RS Technik steht stabil auf dem Markt und überzeugt insbesondere durch ihr schnelles und unkompliziertes Handeln. Unser Hausanschluss-Sanierungssystem RS MaxLiner hat sich als Allround-Künstler bewährt und viele Einbauunternehmen und Auftraggeber überzeugt. Wir erwarten hier eine Marktsicherung und -erweiterung in den nächsten Jahren. Die Vorteile echter polyadditionshärtender Epoxidharzsysteme schlagen sich im Hausanschlussbereich besonders nieder, da wir dort viel komplexere Leitungsverläufe, höhere Beständigkeitsanforderungen und schwierigere Zugänglichkeiten haben. Unsere EP-Harze erlauben eine wasserdichte und hinterwanderungsfreie Anbindung an das Altrohr auch ohne zusätzliche Anbindungstechniken. Das hat überzeugt und wird auch in Zukunft eines der ausschlaggebenden Argumente sein. Die Trägermaterialien sind bis DN 400 einsetzbar und erlauben mehrere Dimensionswechsel bei Einhalten der erforderlichen Endwanddicke. Damit lassen sich auch Hauptkanäle in diesem Dimensionsbereich optimal sanieren.

Christoph Turk übernimmt ab Juli 2026 die Geschäftsleitung der RS Technik AG in Deutschland. | Foto: RS Technik
Christoph Turk übernimmt ab Juli 2026 die Geschäftsleitung der RS Technik AG in Deutschland. | Foto: RS Technik

Unsere Systeme RS CityLiner und RS PolyLiner haben sich als warmhärtende Verfahren mit Epoxidharz und Polyester- bzw. Vinylesterharz bis DN 1600 etabliert. Hier erwarten wir ebenfalls ein Wachstum in den nächsten Jahren, da der Sanierungsbedarf steigt und eine leichte Rückkehr zu den Warmhärtungsverfahren auf dem Markt zu verzeichnen ist. Gerade bei schwierigen örtlichen Randbedingungen, wie beispielsweise im Grundwasserbereich, wird heute wieder bewusst risikoreduziert ausgeschrieben und vermehrt auf die konservative und sichere Warmhärtung zurückgegriffen. Dieses Vorgehen sichert letzten Endes lange Nutzungsdauern.

Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie?

Müller: Die RS Technik AG wird sich produkt- und systemtechnisch den künftigen Herausforderungen stellen. Wir entwickeln stetig weiter und optimieren Bewährtes. In Zukunft wird sich der Anteil biobasierter Rohstoffe erhöhen und die Produktionsverfahren sollen CO2-neutral stattfinden. Nur wenn man dranbleibt, kann man seine Marktposition sichern.

Personell wird es eine Verjüngung geben und so wird der langjährige Niederlassungsleiter Christoph Turk ab dem 1. Juli 2026 auch die Geschäftsleitung der RS Technik AG in Deutschland übernehmen.

Christoph Turk: Ich freue mich auf diese Herausforderung und Entwicklung. Ich bin seit über 10 Jahren bei RS Technik tätig und habe in dieser Zeit die Branche kennen- und lieben gelernt. Mein Background ist die kaufmännische Seite und ich habe nach meiner Ausbildung im Groß- und Außenhandel Betriebswirtschaft studiert. Während meiner Tätigkeit bei RS Technik konnte ich den Lehrgang zum Zertifizierten Kanalsanierungsberater abschließen, was sehr wertvoll für meinen beruflichen Werdegang war und mir die technische Vielfalt der Rohrsanierung nochmals nähergebracht hat. Ich bin 38 Jahre alt, verheiratet und wohne in der Nähe von Bergkamen. Ich kenne Klaus Müller schon seit meiner Kindheit und bin ihm sehr dankbar für sein Vertrauen. Ich bin stolz darauf, die überzeugenden Sanierungssysteme von RS Technik vertreten zu dürfen und das Unternehmen in Deutschland zu leiten.

Welche innovativen Technologien oder Materialien setzt RS Technik ein, um die Effizienz und Qualität der Kanalsanierung zu verbessern?

Müller: Wir haben in den vergangenen Jahren sowohl den Bereich der Materialien als auch des technischen Equipments weiterentwickelt. Mit dem WovoLiner bieten wir jetzt auch nahtlos rundgestrickte Trägerschläuche mit oder ohne Glasfaserverstärkung an. Unser weiterentwickeltes Epoxidharzsystem MaxPox Eco sichert eine 100% SVHC-freie Epoxidharzrezeptur und bewahrt damit den großen Vorteil in grundwasserfreien Zonen ohne Außenfolie bzw. Preliner angewendet werden zu können. Für den industriellen Einsatz bei besonders hoher chemischer und thermischer Belastung haben wir das MaxPox Thermo Eco in die EP-Harzreihe integriert.

RS MaxLiner-System für anspruchsvolle Rohrverläufe DN 70 bis DN 400 inklusive Bögen und Nennweitenwechsel mit einer großen Vielfalt an Materialien und Techniken | Foto: RS Technik
RS MaxLiner-System für anspruchsvolle Rohrverläufe DN 70 bis DN 400 inklusive Bögen und Nennweitenwechsel mit einer großen Vielfalt an Materialien und Techniken | Foto: RS Technik
Turk: Beim technischen Equipment arbeiten wir stetig an unseren Dosier- und Mischanlagen, die es als vollautomatische und prozessorgesteuerte Hightech-Systeme gibt oder als einfache Hub-geregelte Lösungen für kleine Sanierungsprojekte. Die Linertränkung vor Ort ist das Herzstück der Epoxidharz-Anwendung und genau hier liegt mit das größte Know-how der RS Technik AG. Die Tränkung vor Ort findet flexibel statt und ist für jeden transparent. Die Anlagen ermöglichen eine automatische Dokumentation der Prozesse und sichern die Endproduktqualität. Zusätzlich können wir in Abstimmung und mit expliziter Freigabe unserer Kunden einen Online-Zugriff auf systemrelevante Daten erhalten. Wir können uns neben den Betriebstemperaturen, die Durchflussmengen, die Kalibriergeschwindigkeit und ggf. vorliegende Fehlermeldungen ansehen. Auch wenn wir nicht vor Ort sind, können wir uns 24/7 auf die Anlagen schalten, Anlagenstillstände vermeiden oder bei Störungen umgehend reagieren.

«Springen nicht auf jeden Zug auf, der gerade durch unsere Branche fährt» - Klaus Müller

Wie bleibt Ihr Unternehmen bei den ständig neuen technischen Entwicklungen auf dem neuesten Stand?

Müller: Gemäß unserer Firmenphilosophie springen wir nicht auf jeden Zug auf, der gerade durch unsere Branche fährt. Wir prüfen ganz genau in welche Richtung wir gehen, um unserem Credo der Qualität, Lebensdauer und Nachhaltigkeit treu zu bleiben. Kommen neue Impulse in den Markt, prüfen wir diese genau, bevor wir sie aufnehmen und unseren Kunden empfehlen. Wir arbeiten dazu unter anderem mit der IQS Engineering AG zusammen, die für uns vergleichende Einbautests konzeptioniert, durchführt und auswertet.

Turk: Unsere Epoxidharzsysteme härten mittels Polyaddition und sind dadurch besonders sicher, hinterwanderungsfrei und langlebig. Die aktuellen Diskussionen auf dem Markt, die sich immer wieder um Reststyrol oder einer unzureichenden Durchhärtung der äußeren Linerlagen drehen, betreffen unsere Systeme nicht. Epoxidharze sind teurer und deshalb werden sie im direkten Preisvergleich seltener gewinnen. Sie überzeugen vielmehr durch Fachargumente und leisten somit einen wertvollen Beitrag in der Schlauchliningbranche.

Umweltschutz und Nachhaltigkeitsstrategien sind zur Zeit beinahe ein Muss in der grabenlosen Kanalsanierungsbranche. Welche Maßnahmen ergreift RS Technik, um umweltfreundliche und nachhaltige Lösungen anzubieten?

Turk: Wir arbeiten mit unserer RS Technik-Niederlassung in Bergkamen zu 100% mit selbst erzeugtem Strom aus Solarmodulen. Zudem setzen wir in unseren Synthesefaserlinern über 90% Recyclingfasern ein. In den vergangenen Jahren konnte der CO2-Fußabdruck bei sämtlichen Rohstoffproduktionen deutlich reduziert werden. Daran wird auch in Zukunft weitergearbeitet. Hinzukommt die schrittweise Umstellung auf biobasierte Ausgangsstoffe.

Müller: Nachhaltigkeit heißt zudem Lebensdauer der erzeugten Produkte, und da sehen wir uns mit unseren hochwertigen EP-Systemen und der konservativen Warmhärtung weit vorne. Umweltschutz messen wir auch in sichtbaren Projekten. So haben wir einen RS Technik-Wald im besonders vom Klimawandel betroffenen Harz aufforsten lassen in Zusammenarbeit mit der Klimaaktion Wald.

Wie beeinflusst diese zunehmende Bedeutung von Umweltauflagen Ihre Geschäftsstrategie?

Müller: Die Umweltauflagen beeinflussen insbesondere die Weiterentwicklung der Produkte und die erforderlichen Produktschulungen. Mit unserer neuen Epoxidharzreihe MaxPox Eco haben wir das bestehende System hinsichtlich der aktuellen Chemikaliengesetze weiterentwickelt und setzen auf eine 100% SVHC-freie Rezeptur. In diesem Zusammenhang wurden besonders besorgniserregende Inhaltstoffe substituiert. Da sich die behördlichen Einordnungen stetig verändern, muss man auch hier dranbleiben, um das System zukunftssicher zu erhalten. Dies ist sehr aufwändig, aber in unserer Geschäftsstrategie ist die Zukunftssicherheit der Produkte fest verankert.

RS CityLiner-System für die mobile Sanierung von Hauptleitungen und -kanälen DN 150 bis DN 800, Vor-Ort-Tränkung mit Warmwasser oder Dampf | Foto: RS Technik
RS CityLiner-System für die mobile Sanierung von Hauptleitungen und -kanälen DN 150 bis DN 800, Vor-Ort-Tränkung mit Warmwasser oder Dampf | Foto: RS Technik

Turk: Das Ausrichten nach geltenden Umweltauflagen ist zudem für den Standort Bergkamen essenziell. Hier werden Schläuche stationär mit UP- oder VE-Harzen getränkt und es gilt, die behördlichen Vorgaben einzuhalten, um Umwelt und Mitarbeiter zu schützen. Neue Chemikaliengesetze sind zu berücksichtigen, was sowohl die Produktion als auch die Lagerung und Verarbeitung der Materialien betrifft.

Bei unseren mobilen Tränkwerken zur Verarbeitung von EP-Harzen steht die sichere und geschlossene Verarbeitung im Vordergrund. So wird der Kontakt zu den Materialien minimiert und Gesundheit sowie Umwelt geschützt.

Wie stellen Sie sicher, dass die Kunden mit Ihren Dienstleistungen zufrieden sind und wiederkommen?

Turk: Wir tragen Sorge, dass wir eine zentrale und permanente Erreichbarkeit für unsere Kunden realisieren. Wir leben Partnerschaften und sind auf Langfristigkeit ausgerichtet. Die zentralen Bausteine sind Kundennähe, Dienstleistungsorientierung, Stringenz, persönlicher Kontakt und das langjährige Gespür für Marktentwicklungen. Wir bieten zudem zusätzliche Beratung in allgemeinen unternehmerischen Fragestellungen unserer Kunden an. Nur wenn unsere Kunden zufrieden und erfolgreich sind, kann die RS Technik AG an den Erfolg der letzten Jahrzehnte anknüpfen.

Müller: Als inhaber- und familiär geführtes Unternehmen stehen wir für Verlässlichkeit, persönliche Verantwortung und langfristiges Denken. Geschäfte werden von und zwischen Menschen gemacht. Ein zentraler Baustein ist aktives Zuhören. Nur wer die Bedürfnisse seiner Kunden kennt und diese ernst nimmt, wird gemeinsam einen erfolgreichen Weg gehen. Unsere Techniker begleiten so zum Beispiel auch kritische Baumaßnahmen zu den ungewöhnlichsten Zeiten, um ein perfektes Endergebnis zu realisieren. Wir sind bestrebt, in Schulungen nicht nur neue gesetzliche und regulatorische Vorgaben zu schulen, sondern auch neuen Mitarbeitern professionelles Fachwissen zukommen zu lassen, mittlerweile auch mehrsprachig. Ferner verfügt die RS Technik AG an diversen Standorten über einen ausgewählten und technisch hochwertigen Mietpark, um auch in Spitzenzeiten oder bei technischen Ausfällen die Kunden unproblematisch und kurzfristig versorgen zu können.

Sie sind international tätig. Welche sind die größten Unterschiede in der Branche in Deutschland vs. andere Länder?

Müller: Wir sind stolz, die etablierten Standards und regulatorischen Vorgaben an vielen Stellen in Deutschland begleitet und durch unsere Fachexperten mitgestaltet zu haben. Wir engagieren uns in der Verbandsarbeit, um Regularien zu prüfen und auch auf politischer Ebene konstruktiv zu diskutieren. Diese Standards haben wir in unsere Auslandsaktivitäten übertragen und dies wird bei Ingenieurbüros, Auftraggebern und insbesondere bei Großkonzernen sehr positiv aufgefasst und umgesetzt. Die Lernbereitschaft von Mitarbeitern im Ausland ist auf einem hohen Niveau. Natürlich gibt es in einzelnen Ländern Marktspezifika und kulturelle Besonderheiten, die nicht vergleichbar sind. Hier arbeiten wir aber stets mit eigenem Personal, das entweder die Regionalspezifika kennt oder sich schnell in diese eingearbeitet hat. Lokale Geschäfte müssen auch lokal betrieben werden.

Turk: In Deutschland würden wir uns einen deutlichen Bürokratieabbau wünschen, so dass Ausschreibungen schneller bearbeitet werden können. Je zügiger Projekte angegangen werden, desto eher werden wir der großen Aufgabe zur Erhaltung der unterirdischen und innerhäuslichen Infrastruktur gerecht. Es ist schade, wenn man optische Inspektionen sieht, wo die Schäden bereits zu groß sind und eine Renovierung mittels Schlauchlining nicht mehr möglich ist. Wäre man hier schneller gewesen, hätte man viele Probleme und hohe Kosten vermeiden können.

«Wir begegnen Herausforderungen offen und haben Erwartungen und Vorgaben der Netzbetreiber stetig im Blick» - Christoph Turk

Welche aktuellen Herausforderungen sehen Sie in der Branche und wie plant Ihr Unternehmen, diese zu bewältigen?

Müller: Die größte Herausforderung bleibt der enorme Sanierungsbedarf der unterirdischen Infrastruktur. Unsere Branche ist eines der Schlüsselakteure zur Erhaltung und Sicherung der Entwässerungssysteme. Um dem Bedarf gerecht zu werden, benötigen wir nachhaltige Systemlösungen, ausreichende Rohstoffverfügbarkeiten und gut ausgebildete Fachkräfte. Zukünftig wird man vermehrt auf Automatisierungen setzen müssen, um die vielfältigen Arbeiten hinreichend abzudecken und auch um dem steigenden Fachkräftemangel zu begegnen.

Die Schlauchliningbranche ist stabil aufgestellt und bietet eine beispiellose Vielfalt, die es ermöglicht, die bestgeeigneten Lösungen für jedes Projekt einzusetzen. Unter Berücksichtigung der Kernthemen Lebensdauer und Nachhaltigkeit wird sich dieser Ansatz in Zukunft vermehrt durchsetzen. In den vergangenen Jahren wurde viel über Mindestwanddicke, Reststyrolgehalt und Härtungsdefizite diskutiert. Dies hat teilweise zu einer Verunsicherung der Branche geführt, die es nun gezielt aufzulösen gilt. Der Schlauchliner ist und bleibt ein Erfolgsprodukt! Die Technikfamilie ist dringend erforderlich zur Bearbeitung des steigenden Sanierungsbedarfs, aber sie ist eben auch nicht trivial. Die Branche sollte offen mit ihren Stärken und Schwächen umgehen und schwierige Einsatzbereiche im Sinne der Lebensdauer auch gezielt bearbeiten.

Für die großen Kanäle und bei Sanierungen mittels UP-/VE-Harz steht der RS PolyLiner DN 150 bis DN 1700 zur Verfügung – mit einem stationären Tränkwerk in NRW und Lieferung direkt zur Baustelle. | Foto: RS Technik
Für die großen Kanäle und bei Sanierungen mittels UP-/VE-Harz steht der RS PolyLiner DN 150 bis DN 1700 zur Verfügung – mit einem stationären Tränkwerk in NRW und Lieferung direkt zur Baustelle. | Foto: RS Technik

Turk: RS Technik stellt sich hinter Qualität, Lebensdauer und Nachhaltigkeit und wird den zukünftigen Herausforderungen offen begegnen. Wir sind unseren Zielen treu geblieben und kommunizieren unsere Stärken und Schwächen. Unsere Anwender schätzen unsere Beratung und Unterstützung sowie unsere Bereitschaft mit ihnen weiterzuentwickeln. Bei sich ständig verändernden örtlichen Bedingungen benötigen die Anwender eine gewisse Robustheit der Systeme, um die Installationsvorgaben einhalten zu können. Die Erwartungen und Vorgaben der Netzbetreiber haben wir stetig im Blick und werden diese auch in Zukunft umsetzen.

Welchen Herausforderungen haben Sie sich in den letzten Jahren gestellt und wie schätzen Sie die Herausforderungen in der nahen Zukunft ein?

Turk: In den letzten Jahren war eine der größten Herausforderung der Erhalt unserer stationären Tränkanlage in Bergkamen. Unser RS PolyLiner-System auf Basis von UP-/VE-Harzen setzt auf die Warmwasserhärtung und diese war in der Vergangenheit wenig ausgeschrieben worden. Die UV-Härtung wurde verstärkt und quasi überall eingesetzt und hat die klassischen Warmhärter in vielen Bereichen verdrängt. Das aktuelle Umdenken, bei schwierigen Baustellenbedingungen wieder vermehrt auf warmhärtende Verfahren zu setzen, um beispielsweise stark kühlenden Effekten sicher entgegenzuwirken, ist zum Erhalt der Technikvielfalt wichtig und sichert maximal mögliche Lebensdauern der sanierten Rohrleitungen.

Müller: In Zukunft wird der Fachkräftemangel einer unserer größten Herausforderungen in der Branche sein. Die unterirdische Infrastruktur ist für viele nicht sichtbar und wir müssen Interesse und Begeisterung wecken, um Menschen für uns zu gewinnen. Die steigende Automatisierung wird helfen, komplexe Aufgaben zu vereinfachen und immer schneller zu bewältigen. Als weitere große Herausforderung ist der globale Wettbewerb zu nennen. Wir haben in Deutschland, Österreich und in der Schweiz einen hohen Qualitätsstandard erarbeitet. Diesen gilt es zu bewahren und auch im globalen Kontext nicht zu verlieren, weil etwas auch billiger geht. Das Kernziel einer maximal möglichen Lebensdauer ist die Basis nachhaltigen Handelns. Das wird bei reinen Vergleichen über den Preis leider häufig vernachlässigt.

Geschäftsinhaber Klaus Müller (4. von rechts) und Christoph Turk (1. rechts) neuer Geschäftsleiter Deutschland mit Team RS Technik AG | Foto: RS Technik
Geschäftsinhaber Klaus Müller (4. von rechts) und Christoph Turk (1. rechts) neuer Geschäftsleiter Deutschland mit Team RS Technik AG | Foto: RS Technik

Können Sie ein besonders herausforderndes Projekt beschreiben, das RS Technik erfolgreich umgesetzt hat?

Müller: Wir haben im vergangenen Jahr zwei Firmen unterstützt, die neu in den Markt eingetreten sind und nicht unerhebliches Marktpotenzial im In- und Ausland bearbeiten. Das Vertrauen in unsere Sanierungssysteme haben wir bei Schulungen bei uns in Bergkamen und beim Kunden vor Ort aufgebaut. So konnten wir mit Menschen ohne Branchenerfahrung die ersten Schritte gemeinsam realisieren. Wir sind kein ausführendes Unternehmen, aber wenn wir von unseren Kunden nach Hilfestellung gefragt werden, dann sind wir vor Ort und helfen, wo wir können.

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Turk: Ein großes Projekt für alle Beteiligten ist sicherlich, neben den kleinen Fachmessen, die Organisation unseres Bergkamener Linertages. Dieser Tag wird regelmäßig durchgeführt und bildet eines unserer Highlights. Das nächste Event findet am 10. September 2026 statt. Wir halten an diesem Projekt fest, um über Innovationen zu sprechen, Danke zu sagen an unsere Kunden, neue Interessenten in unserer Welt zu begrüßen und sicherlich auch den Branchenaustausch im Miteinander zu fördern im Rahmen einer gemütlichen Plattform. Wir lieben die Interaktion zwischen unseren Kunden, Kommunen, Ingenieurbüros, Planern, Partnern, Mitarbeitern und der Politik. Eine gelöste und friedliche Plattform zum Netzwerken, mit der Möglichkeit den Wettbewerbsdruck für ein paar Stunden zu entfliehen und einfach zu genießen. Nähere Infos sind ab dem ersten Quartal auf unserer Internetseite zu finden.

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Was macht Ihrer Meinung nach den Erfolg Ihres Unternehmens aus?

Müller: Die RS Technik AG hat in den letzten Jahrzehnten einen stringenten Weg bestritten. An der Vision und Zielrichtung im Bereich der epoxidharzbasierten Materialien und der konsequenten Weiterentwicklung im Bereich der Nadelfilzschläuche festzuhalten, hat das Team angetrieben. Wir haben unsere Preise stets versucht stabil zu halten und in kein Preisdumping mit den Marktbegleitern einzusteigen. Das entspricht nicht unserer Philosophie. Wir setzen auf die Menschen, die mitunter Jahrzehnte zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben – hier bedanken wir uns ausdrücklich bei allen, die mitgewirkt haben und mitwirken. Wir sind uns der sozialen Verantwortung bewusst und wer uns wirklich kennt, der weiß um die Vorteile unseres inhabergeführten Geschäftes. Wir treiben voran, wir hören unseren Kunden zu, nehmen Sorgen, Ideen, Visionen und Verbesserungen ernst und wir versuchen stets an uns selbst zu arbeiten, um besser zu werden. Der Erfolg basiert auf den Menschen und einem guten, auskömmlichen Miteinander – intern und mit unseren Kunden und Partnern. Wir sind Dienstleister – wir dienen und wir leisten.

Quelle: RS Technik



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