Appell für Innovation und ausgewogene Regulierung
Die Branche erkennt die zahlreichen Vorteile der grabenlosen Rohrsanierung mit CIPP-Technologie für Netzbetreiber, Einbauer, Gesellschaft und Umwelt – deshalb liegt hierauf der Fokus dieses Leserbriefs.


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Die grabenlose Rohrsanierung mittels CIPP-Technologie (UV-Lining) bietet zahlreiche Vorteile – sowohl für Netzbetreiber und Ausführende als auch für die Gesellschaft und unseren Planeten. Diese Verfahren stören durch den kurzen Bauablauf den Alltag in Städten deutlich weniger als herkömmliche Methoden in offener Bauweise. Zudem gilt die CIPP-Technologie als äußerst nachhaltig wegen des geringen Materialeinsatzes sowohl bei der Herstellung als auch beim Einbau der Liner.
Kritik an aktuellen Regeländerungen
Trotz der nachgewiesenen Vorteile der CIPP-Technologie gehen die derzeit diskutierten Änderungen in den Sanierungsrichtlinien – insbesondere die Erhöhung der Mindestwandstärke von 3 auf 4 mm (entspricht ca. 33 % mehr Materialverbrauch), die Einführung eines vorgegebenen SDR-Wertes von 135 und die Vorgabe einer Mindestnennsteifigkeit von SN 500 – aus unserer Sicht in die falsche Richtung. Diese Vorgaben stehen im Widerspruch zu etablierten technischen Normen und Regeln – und führen allein in Deutschland zu einer erheblichen Materialverschwendung von mehreren tausend Tonnen ölbasierter Harze und technischer Glasfasern pro Jahr. Dies geschieht ohne fundierte wissenschaftliche Grundlage und lässt den tatsächlichen Zustand des Altrohres außer Acht.
Forderungen an die DWA-Arbeitsgruppe ES 8.6 und Appell zur Zusammenarbeit
Um eine zukunftsweisende, nachhaltige und qualitätsgesicherte Kanalsanierung sicherzustellen, plädieren wir für eine paritätische Besetzung der DWA-Arbeitsgruppe ES 8.6: Ein Drittel Netzbetreiber, ein Drittel Einbauunternehmen, ein Drittel Hersteller. Nur so kann ein Regelwerk entstehen, das gemeinsam erarbeitet, breit akzeptiert und wissenschaftlich untermauert ist.
Wir setzen uns mit Nachdruck für Innovationen ein, insbesondere für die Entwicklung nachhaltiger oder vollständig recycelbarer Materialien – als Beitrag zum Ziel der EU, bis 2050 CO₂-neutral zu sein. Unser Unternehmen versteht sich als verantwortungsbewusster Partner und steht für einen offenen, konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten. Nur gemeinsam können wir Lösungen schaffen, die Wasser als wertvolle Ressource sichern, unnötige Kosten vermeiden und den Menschen dienen.
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In diesem Sinne wünsche ich mir, dass der DWA-Ausschuss anders besetzt wird und wir gemeinsam den Weg zu einer qualitativ hochwertigen, innovativen und nachhaltigen Kanalsanierung beschreiten.
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