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GFK/tec: Innovative GFK-Lösungen & Kanalsanierung mit DIBt-Zulassung

GFK/tec: Innovative GFK-Lösungen & Kanalsanierung mit DIBt-Zulassung
Geschäftsführer Torsten Hund zeigte uns, was auf dem 16.000 m2 großen Gelände hergestellt wird. | Foto: B_I/Valdix

Probleme sind dazu da, um sie zu lösen. Das hat sich GFK/tec auf die Fahne geschrieben. Mit DIBt-Zulassung, stetigem Innovationsgeist und anwendungsorientierten Produkten ist das Unternehmen aus Leinefelde-Worbis (Thüringen) ein gefragter Hersteller und Dienstleister zugleich.

Die GFK/tec GmbH wurde vor 20 Jahren (2006) gegründet von Torsten Hund und Michael Kommer. Seit 2021 ist Torsten Hund alleiniger Geschäftsführer. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Kanal- und Schachtsanierung. Darüber hinaus ist das Unternehmen auch in der Industriesanierung, bei Bauwerksabdichtungen sowie im Freizeitbereich tätig, beispielsweise bei der Beschichtung von Rutschen, Pools und Schwimmteichen.

GFKtec: Breites Produktportfolio

Am Unternehmenssitz in Leinefelde-Worbis fertigt und verarbeitet GFK/tec Bauteile, Platten, Formteile und Systemkomponenten aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Zum Portfolio gehören unter anderem GFK-Platten und Halbzeuge, Gerinnehalbschalen, Hülsen, Konen, Bögen, Halbschalen sowie vorgeformte Schacht-Inliner.

Herstellung der GFK-Platten mit Glasfasermatten und Harz. 40 bis 60 Tonnen Glas werden am Unternehmenssitz jährlich verarbeitet. | Foto: B_I/Valdix
Herstellung der GFK-Platten mit Glasfasermatten und Harz. 40 bis 60 Tonnen Glas werden am Unternehmenssitz jährlich verarbeitet. | Foto: B_I/Valdix

Ergänzend bietet das Unternehmen aufeinander abgestimmtes Systemzubehör und Einbauteile an, die eine fachgerechte und dauerhaft funktionsfähige Ausführung unterstützen. Dazu zählen unter anderem in Zusammenarbeit mit der Firma Fischer entwickelte Schachtsanierungsdübel, Edelstahl-Unterlegscheiben, Entlüfter, Glasfasermatten, Harze, Topcoats, Primer sowie weitere Verarbeitungs- und Schutzkomponenten.

Darüber hinaus setzt GFK/tec auf Beschichtungssysteme zur Abdichtung und zum Schutz von Bauwerken und Bauteilen. Die Produkte werden nicht nur gefertigt und vertrieben, sondern auf Wunsch auch durch das eigene Team eingebaut. Zusätzlich bietet das Unternehmen Lehrgänge zur Verarbeitung von GFK, Harzen und Beschichtungssystemen sowie zur systemkonformen Ausführung nach DIBt-Vorgaben an.

Eine Besonderheit der GFK-Produkte ist das auf Wunsch aufgebrachte Abreißgewebe, das bei allen GFK-Platten und teilweise auch bei Formteilen eingesetzt werden kann. „Das Abreißgewebe erspart auf der Baustelle Schleifarbeiten und reduziert damit Staubbelastungen für Mitarbeiter und Menschen in der näheren Umgebung“, erläutert Geschäftsführer Torsten Hund.

Zudem verwendet GFK/tec bei ausgewählten Produkten Elastifizierer. Dadurch bleiben GFK-Formteile flexibler und lassen sich leichter in bestehende Bauwerke einbringen — ein wichtiger Vorteil bei der Sanierung von Schächten, Kanälen und anderen Bestandsbauwerken.

Das Abreißgewebe ist eine Besonderheit. | Foto: B_I/Valdix
Das Abreißgewebe ist eine Besonderheit. | Foto: B_I/Valdix

Zertifizierte Qualität: DIBt-Zulassung als starkes Alleinstellungsmerkmal

Ein zentraler Qualitätsnachweis von GFK/tec ist die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung/allgemeine Bauartgenehmigung des DIBt. Die Zulassung (Z-42.3-593) gilt für die Sanierung von Abwasserrohren, Abwasserschächten und Kammerbauwerken mit den Systemen „GFK-Tec“ und „GFK-Purtec“. Damit verfügt das Unternehmen über ein bauaufsichtlich zugelassenes Gesamtsystem für anspruchsvolle Sanierungsmaßnahmen im Abwasserbereich.

Beide Systeme basieren auf vorgefertigten GFK-Grundplatten. Der Unterschied liegt in der anschließenden Auskleidung bzw. Beschichtung: Beim System GFK-Tec erfolgt diese mittels Ortlaminat, beim System GFK-Purtec mittels Polyureabeschichtung. Welche Variante eingesetzt wird, richtet sich nach den Anforderungen des jeweiligen Projekts.

„Die Polyureabeschichtung kommt in Verbindung mit den GFK-Platten vor allem bei größeren Flächen zum Einsatz, die schnell beschichtet werden sollen, oder wenn es auf geringere Geruchsemissionen oder eine besonders hohe chemische Beständigkeit ankommt“, erklärt Projektleiter Ronny Braun. Polyurea härtet innerhalb weniger Sekunden aus und bildet anschließend eine feste, dichte und widerstandsfähige Oberfläche. Für die Verfüllung von Hohlräumen in Kanälen, Schächten und anderen Bauwerken setzt GFK/tec außerdem auf PU-Schaum.

Sanierter Schacht | Foto: GFK/tec
Sanierter Schacht | Foto: GFK/tec

Das System GFK-Tec beschreibt Torsten Hund als besonders baustellentaugliches Sanierungsverfahren: „Wir müssen auf der Baustelle nichts scannen, vermessen oder kalibrieren. Unsere DIN-genormten Bauteile können individuell zugeschnitten, angepasst und anschließend direkt eingebaut werden. Mehrere Bauteile lassen sich dabei auch zu einem geschlossenen System kombinieren.“

Die GFK-Bauteile werden mechanisch am zu sanierenden Bauwerk befestigt und anschließend je nach System anlaminiert oder beschichtet. Gerade im Abwasserbereich bietet der Werkstoff GFK entscheidende Vorteile. „GFK ist relativ leicht, formstabil, äußerst widerstandsfähig und langlebig“, sagt Projektleiter Oliver Claus. Für Kommunen, Betreiber und Auftraggeber bedeutet das vor allem mehr Planungs- und Ausführungssicherheit, von der geprüften Systemkomponente bis zur fachgerechten Umsetzung.

Projektleiter Oliver Claus: „Als zuverlässiger Partner begleiten wir Projekte von der ersten Planung bis hin zur erfolgreichen Umsetzung.“ | Foto: bv
Projektleiter Oliver Claus: „Als zuverlässiger Partner begleiten wir Projekte von der ersten Planung bis hin zur erfolgreichen Umsetzung.“ | Foto: bv

Maßgeschneiderte GFK-Lösungen und hauseigene Harz-Innovationen

Ob besonders druckfeste und stabile Sandwichlaminate mit Wabenstruktur, rutschhemmende Oberflächen für stark frequentierte Bereiche oder spezielle Beschichtungen für technische Anwendungen – die Einsatzmöglichkeiten von GFK/tec sind vielfältig. Das gilt nicht nur für die Kanal- und Schachtsanierung, sondern auch für Industrie, Bauwerke, Freizeit- und Sonderanwendungen.

Je nach Einsatzbereich kommen unterschiedliche Harzsysteme zum Einsatz, darunter ISO-NPG-, VE- und Epoxidharze. Bei der Entwicklung neuer Materialzusammensetzungen und der Weiterentwicklung bestehender Produkte arbeitet GFK/tec eng mit Reinhard Grünewald von der Firma Inno-tec Kunststofftechnik zusammen. Gemeinsam werden konkrete Anforderungen aus der Praxis aufgegriffen, fachlich bewertet und zu anwendungsbezogenen Lösungen weiterentwickelt.

„Viele Entwicklungen entstehen direkt aus der Praxis heraus“, so Torsten Hund. „Wenn Kunden mit einer besonderen Herausforderung auf uns zukommen, suchen wir nach einer Lösung, die technisch funktioniert, dauerhaft hält und auf der Baustelle umsetzbar bleibt.“ Jährlich kommen so mehrere Weiterentwicklungen und Innovationen hinzu. Zuletzt wurde unter anderem ein Material entwickelt, das Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius standhält.

Im Werk werden verschiedene Bauteile gefertigt. | Foto: GFK/tec
Im Werk werden verschiedene Bauteile gefertigt. | Foto: GFK/tec

Ein weiteres Markenzeichen von GFK/tec ist die individuelle Abstimmung mit Auftraggebern, Planern und ausführenden Unternehmen. „Die transparente, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kommunen und anderen Auftraggebern ist ein wichtiger Bestandteil unserer Tätigkeit. Dabei setzen wir auf Qualität, enge Abstimmung mit allen Beteiligten und strukturierte Prozesse“, sagt Oliver Claus.

Dass das Unternehmen in der Branche hohes Vertrauen genießt, liegt nicht zuletzt an der Verbindung aus eigener Fertigung, technischer Entwicklung, praktischer Erfahrung und geprüfter Qualität. GFK/tec wird regelmäßig fremdüberwacht und legt großen Wert darauf, dass Produkte, Systeme und Ausführung dauerhaft zuverlässig funktionieren.

Hamburg: Umfassende Arbeiten für Großprojekt

Baustelle Hamburg-Fuhlsbüttel: Als Verbindung zwischen Vortriebsrohr (Polymerbeton) mit PEHD-Auskleidung und GFK-Rohr wurde eine Stahlmanschette mit GFK-Platten eingebaut. | Foto: B_I/Valdix
Baustelle Hamburg-Fuhlsbüttel: Als Verbindung zwischen Vortriebsrohr (Polymerbeton) mit PEHD-Auskleidung und GFK-Rohr wurde eine Stahlmanschette mit GFK-Platten eingebaut. | Foto: B_I/Valdix

GFK/tec ist deutschlandweit tätig und betreut darüber hinaus Kunden im europäischen Ausland, insbesondere in den Niederlanden. Dass die Anforderungen je nach Einsatzbereich sehr unterschiedlich sein können, zeigt auch ein Großprojekt in Hamburg, bei dem mehrere Leistungen aus dem Portfolio des Unternehmens zusammenkamen.

Seit rund 18 Jahren arbeitet GFK/tec bereits für Hamburg Wasser. Im Frühjahr wurde das Unternehmen im Zuge der Erneuerung eines Mischwasserkanals im Rohrvortriebsverfahren mit verschiedenen Arbeiten beauftragt. Dazu gehörten unter anderem das Verschließen alter Anschlüsse, der Einbau von Zwischenschächten und eines eigens im Werk vorgefertigten Tangentialschachtes sowie die Lieferung und Laminierung von Verbindungsstücken und Bögen. Außerdem stellte GFK/tec einen Anschluss zwischen Vortriebsrohr und Altkanal mit einem GFK-Rohr und einer Stahlmanschette her, die mit GFK-Platten versehen wurde. Ein auf einer GFK-Wanne errichteter Schacht erhielt zusätzlich eine Polyurea-Beschichtung.

Für Projektleiter Ronny Braun, der bei GFK/tec unter anderem diesen Beschichtungsbereich, Projekte im Freizeitsegment sowie Baustellen in den Niederlanden betreut, zeigt das Hamburger Projekt die Bandbreite der praktischen Anwendung: „In Hamburg kamen mehrere Bereiche unseres Portfolios zusammen – von vorgefertigten Sonderbauteilen über Laminierarbeiten bis hin zu Polyurea-Beschichtungen.“

Das Projekt steht damit beispielhaft für die technische Bandbreite des Unternehmens: individuelle Fertigung, praktische Erfahrung und die Fähigkeit, unterschiedliche Anforderungen aus einer Hand umzusetzen. Auch nach 20 Jahren bleibt GFK/tec darauf ausgerichtet, bestehende Systeme weiterzuentwickeln und neue Anwendungen für anspruchsvolle Sanierungs- und Beschichtungsaufgaben zu realisieren.

GFK/tec: Innovative GFK-Lösungen & Kanalsanierung mit DIBt-Zulassung: Weitere Bilder

V.l.: Geschäftsführer Torsten Hund, Projektleiter Oliver Claus, Chemiker Reinhard Grünewald, Juliane Braun (Büroleiterin), Alina Böhm (kaufm. Sachbearbeiterin) | Foto: B_I/Valdix
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