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Grabenlose Sanierung sichert Trinkwasserleitung

Nach mehreren Rohrbrüchen musste die Transportleitung zum Trinkwasserhochbehälter in Bodenheim kurzfristig erneuert werden. Gemeinsam setzten die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH (wvr) und die Swietelsky-Faber GmbH auf eine moderne Sanierungstechnologie. Durch das sogenannte Close-Fit-Verfahren konnte die Leitung schnell, nachhaltig und mit minimalen Einschränkungen für die Anwohner nahezu aufgrabungsfrei für eine Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren instandgesetzt werden.

Grabenlose Sanierung einer Trinkwasserleitung mit Close-Fit-Verfahren in Bodenheim
Vorbereitung des Rohreinzuges: Die Kolonne positioniert die Close-Fit-Trommel über dem Schachtzugang, von dem aus das vorverformte HDPE-Rohr in die bestehende Leitung eingezogen wird. | Foto: Swietelsky-Faber

Eine sichere Wasserversorgung ist die Grundlage für Lebensqualität, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung. Damit rund um die Uhr einwandfreies Trinkwasser aus dem Hahn kommt, betreibt die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH (wvr) ein weit verzweigtes Leitungsnetz mit Pumpstationen, Hochbehältern und Transportleitungen.

Übersicht der Sanierungsabschnitte in der Rheinallee in Bodenheim: Die Erneuerung der Trinkwasser-Transportleitung erfolgte grabenlos und erforderte nur wenige punktuelle Baugruben entlang der Trasse. | Foto: Swietelsky-Faber
Übersicht der Sanierungsabschnitte in der Rheinallee in Bodenheim: Die Erneuerung der Trinkwasser-Transportleitung erfolgte grabenlos und erforderte nur wenige punktuelle Baugruben entlang der Trasse. | Foto: Swietelsky-Faber

In der Rheinallee in Bodenheim kam einer dieser Transportleitungen eine besondere Bedeutung zu: Sie versorgt den örtlichen Trinkwasserhochbehälter. Nachdem sich über den langjährigen Betrieb der Leitung ein zunehmender Sanierungsbedarf abzeichnete, wurde die Instandsetzung der Leitung erforderlich, um die langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Grabenlose Sanierung statt offener Baustelle

Mit der Umsetzung der Maßnahme wurde die Swietelsky-Faber GmbH beauftragt. Die Arbeiten wurden in enger Zusammenarbeit zwischen der Niederlassung vor Ort und einem hochspezialisierten Team für den Trinkwasserbereich der Niederlassung Österreich ausgeführt.

Einzug des Close-Fit-Rohrs: Mithilfe einer Seilwinde wird der vorverformte Rohrstrang in den vorhandenen Leitungsabschnitt eingezogen. | Foto: Swietelsky-Faber
Einzug des Close-Fit-Rohrs: Mithilfe einer Seilwinde wird der vorverformte Rohrstrang in den vorhandenen Leitungsabschnitt eingezogen. | Foto: Swietelsky-Faber

Um die Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr möglichst gering zu halten, fiel die Entscheidung bewusst auf ein grabenloses Verfahren. Im Vergleich zu einer konventionellen offenen Bauweise waren lediglich wenige Baugruben erforderlich. Oberflächen, Verkehrswege und angrenzende Grundstücke konnten dadurch weitgehend erhalten bleiben, während sich gleichzeitig die Bauzeit deutlich verkürzte.

Das Close-Fit-Verfahren

Zum Einsatz kam das sogenannte Close-Fit-Verfahren nach ISO 11300-2, eine hochqualitative Technologie zur Sanierung von Trinkwasser-, Gas-, Industrie- und Abwasserleitungen. Die Materialgrundlage ist ein werksseitig vorverformtes HDPE-Rohr des Herstellers Agru Kunststofftechnik GmbH.

Durch diese Vorverformung wird der Rohrdurchmesser zunächst um etwa 25 bis 30 Prozent reduziert. Dadurch kann der Rohrstrang mit vergleichsweise geringen Zugkräften mittels Seilwinde in die vorhandene Altrohrleitung eingezogen werden. Nach dem Einzug wird das Rohr durch Druck und Heißdampf erwärmt und rückverformt. Es nimmt wieder seine runde Form an und legt sich eng – „close fit“ – an die Innenwand der bestehenden Leitung an.

Rückverformung durch Heißdampf: Unter Druck und Temperatur nimmt das PE-Rohr wieder seine ursprüngliche runde Form an und legt sich dicht an die Innenwand der Altleitung an. | Foto: Swietelsky-Faber
Rückverformung durch Heißdampf: Unter Druck und Temperatur nimmt das PE-Rohr wieder seine ursprüngliche runde Form an und legt sich dicht an die Innenwand der Altleitung an. | Foto: Swietelsky-Faber

Auf diese Weise entsteht eine neue, dauerhaft dichte Trinkwasserleitung innerhalb des Altrohres. Mit dem Verfahren lassen sich innerhalb kurzer Zeit Sanierungsstrecken von mehreren hundert Metern realisieren, während gleichzeitig nur wenige Eingriffe an der Oberfläche notwendig sind.

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Dieses Projekt in Bodenheim verdeutlicht – als eines von vielen –, wie durch den Einsatz moderner grabenloser Technologien, abgestimmte Teamarbeit und eine strukturierte Koordination infrastrukturelle Maßnahmen effizient und nachhaltig umgesetzt werden können.

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Quelle: Swietelsky-Faber



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