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Wenn jeder Zentimeter zählt

Es war das letzte noch fehlende Stück, welches sich die Abwasserentsorgung Ansbach AöR (awean) vorgeknöpft hat. Mit der Kanalerneuerung in der Wald-, Eichen- und Finkenstraße sind nun auch im westlichen Bereich des Stadtteils Meinhardswinden die abwassertechnischen Voraussetzungen auf dem neuesten Stand. Im engen Baugraben zeigen die eingebauten Kombischächte ihre wahre Größe.

Kanalerneuerung in Ansbach: Kompakte Kombischächte für enge Baugräben
Die engen Platzverhältnisse während der Baumaßnahme im fränkischen Ansbach-Meinhardswinden sind auf dem Bild gut zu erkennen. Der Einsatz von DWCor-Kombischächten (mittig im Bild) war hier eine ideale Lösung. | Foto: Funke Kunststoffe

Vor Ort wurde das alte, vorwiegend aus Beton und in Teilen aus Steinzeug bestehende Kanalnetz als modifiziertes Mischsystem mit Produkten der Funke Kunststoffe GmbH ersetzt. Sowohl der Mischwasserhauptkanal einschließlich der Hausanschlüsse bis zur Grundstücksgrenze als auch der vorhandene Fremdwasserkanal wurden hierfür neu verlegt.

Neben insgesamt rund 800 m HS-Kanalrohren in den Nennweiten zwischen DN/OD 160 und DN/OD 400, zehn Funke-Kunststoffschächten DN 1000, 13 Funke-Kunststoffschächten DN 800 und dem innenliegenden Absturz Funke-ILA baute die mit der Ausführung beauftragte Rossaro Bauunternehmung GmbH, Aalen, auch drei DWCor-Kombischächte des Herstellers von Kunststoffsystemen ein. Der Spezialschacht wurde eigens für beengte Platzverhältnisse konstruiert, denn er ermöglicht eine getrennte Führung zweier Kanäle durch einen einzigen Schacht. In Ansbach-Meinhardswinden wird das Mischwasser nun in diesem besonderen Schachtbauwerk in einem offenen Gerinne geführt, während das Fremdwasser durch ein seitlich an der Schachtwand angebrachtes, geschlossenes HS-Kanalrohr fließt. Der Zugang zum Fremdwasserkanal ist vom Schachtinneren aus durch eine HS-Laser- und Reinigungsöffnung sichergestellt.

Zwei Kanäle, ein platzsparendes Schachtbauwerk: In Ansbach wird im DWCor-Kombischacht in dem offenen Gerinne Schmutzwasser geführt, während Fremdwasser durch ein seitliches HS-Kanalrohr fließt – hier mit HS-Laser- und Reinigungsöffnung ausgestattet. | Foto: Funke Kunststoffe
Zwei Kanäle, ein platzsparendes Schachtbauwerk: In Ansbach wird im DWCor-Kombischacht in dem offenen Gerinne Schmutzwasser geführt, während Fremdwasser durch ein seitliches HS-Kanalrohr fließt – hier mit HS-Laser- und Reinigungsöffnung ausgestattet. | Foto: Funke Kunststoffe

Für die Maßnahme in Ansbach-Meinhardswinden erwiesen sich die DWCor-Kombischächte angesichts der engen Platzverhältnisse als ideale Lösung. Jochen Kuhn, Leiter Kanalbau und -betrieb bei der awean: „Die Straßenbreite liegt zwischen 3,00 und 4,70 m. Das ist nicht viel. Zumal im Baugraben auch Versorgungsleitungen wie zum Beispiel für Gas, Wasser und Strom entlanglaufen. Der Fremdwasserkanal und der Mischwasserkanal sind nur 50 bis 70 cm voneinander entfernt. Indem die beiden Kanäle durch ein Bauwerk geführt werden, haben wir unterirdisch viel Platz gewonnen.“

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Gewachsenes Fremdwassersystem mit wechselnden Tiefenlagen

Die kompakten DWCor-Kombischächte zeigen in engen Baugruben ihre eigentliche Größe. Sowohl Schmutzwasser als auch Fremdwasser werden in Ansbach durch ein und dasselbe Schachtbauwerk geführt. | Foto: Funke Kunststoffe
Die kompakten DWCor-Kombischächte zeigen in engen Baugruben ihre eigentliche Größe. Sowohl Schmutzwasser als auch Fremdwasser werden in Ansbach durch ein und dasselbe Schachtbauwerk geführt. | Foto: Funke Kunststoffe

Schon seit langem gibt es im Stadtteil Meinhardswinden einen Fremdwasserkanal. Laut Kuhn handelt es sich um ein gewachsenes System. Bei der Erschließung des Baugebiets nach dem Zweiten Weltkrieg habe man schnell Wohnraum geschaffen. Drainagen habe man dabei an einen Fremdwasserkanal angeschlossen. Kuhn: „Er leitet offenbar nur Schichtwasser ab. Grundwasser stellte bei der jüngsten Baumaßnahme jedenfalls kein Problem dar, obwohl die Kanäle und Hausanschlüsse bis zu 4,00 m tief verlegt wurden. Es war keine Wasserhaltung erforderlich.“

Bereit für den Einbau: HS-Kanalrohre und ein DWCor-Kombischacht | Foto: Funke Kunststoffe
Bereit für den Einbau: HS-Kanalrohre und ein DWCor-Kombischacht | Foto: Funke Kunststoffe
Damit deutet Kuhn eine weitere Herausforderung der Baustelle an: Im Anschlussbereich liegen die Kanäle in 4 m Tiefe, an niedrigster Stelle dagegen nur 2,20 m tief. Aufgrund dieser Höhenunterschiede kam auch der Funke-ILA, der innenliegende Absturz, zum Einsatz. Mit seiner Hilfe konnten Differenzen zwischen 0,50 m und 1,00 m überbrückt werden. Beim ausführenden Unternehmen ist man zufrieden mit den Produkten von Funke Kunststoffe, wie Bauleiter Lukas Beck von Rossaro betont: „Die DWCor-Kombischächte sind eine tolle Lösung. Sie haben uns die Arbeit angesichts der herausfordernden Platzverhältnisse enorm erleichtert. Auch die übrigen, fertig angelieferten Kunststoffschächte waren einfach zu setzen und mit dem HS-Kanalrohrsystem gut zu verbinden.“

Farbliche Unterscheidung der Misch- und Fremdwasserkanäle

Insgesamt rund 800 m HS-Kanalrohre in Nennweiten zwischen DN/OD 160 und DN/OD 400 wurden in der Wald-, Eichen- und Finkenstraße für den Mischwasser- und den Fremdwasserkanal verlegt. | Foto: Funke Kunststoffe
Insgesamt rund 800 m HS-Kanalrohre in Nennweiten zwischen DN/OD 160 und DN/OD 400 wurden in der Wald-, Eichen- und Finkenstraße für den Mischwasser- und den Fremdwasserkanal verlegt. | Foto: Funke Kunststoffe
Für den Fremdwasserkanal verlegten die Tiefbauer HS-Kanalrohre der Nennweite DN/OD 200 und für den Mischwasserkanal vorwiegend Rohre der Nennweiten DN/OD 315 und DN/OD 400 zuzüglich Hausanschlussleitungen in DN/OD 160. Dadurch, dass die Kanalrohre sich farblich unterscheiden – die Mischwasserleitungen sind braun, der Fremdwasserkanal blau –, wird die Zuordnung auch in vielen Jahren noch zweifelsfrei möglich sein. Funke-Fachberater Ralf Weber betont: „Die zu erwartende Nutzungsdauer der HS-Kanalrohre liegt bei bis zu 100 Jahren. Die Rohre sind durchgefärbt. So sind sie auch später noch sowohl von außen im offenen Baugraben als auch von innen bei Kamerabefahrungen direkt unterscheidbar.“
Baubesprechung vor Ort (v.l.n.r.): Die Mitarbeiter von der ausführenden Rossaro Bauunternehmung GmbH, Elias Leberle, Florian Göggerle, Franz Neeser und Christof Leberle, im Gespräch mit Jürgen Knossalla und Ralf Weber von Funke und mit Jochen Kuhn von der auftraggebenden awean. | Foto: Funke Kunststoffe
Baubesprechung vor Ort (v.l.n.r.): Die Mitarbeiter von der ausführenden Rossaro Bauunternehmung GmbH, Elias Leberle, Florian Göggerle, Franz Neeser und Christof Leberle, im Gespräch mit Jürgen Knossalla und Ralf Weber von Funke und mit Jochen Kuhn von der auftraggebenden awean. | Foto: Funke Kunststoffe

Quelle: Funke Kunststoffe


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