Klimaresilienz, Datenresilienz und Schlauchliner-Diskussion
Resilienz in herausfordernden Zeiten – das betrifft natürlich den Klimaschutz in unseren Kommunen, aber auch den Datenschutz vor allem im Hinblick auf die verstärkte Nutzung von KI-Modellen. Diese und weitere aktuelle Themen, wie etwa die Qualitätssicherung bei der UV-Härtung von Schlauchlinern, waren Gegenstand des diesjährigen Lindauer Seminars, das mit insgesamt 679 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung verbuchte.


In die gleiche Kerbe stieß Dr. Suzanne Mösel, Baubürgermeisterin von Neckarsulm. Das Sondervermögen des Bundes i.H.v. 100 Milliarden Euro für Infrastruktur und Klimaschutzmaßnahmen stünden leider nicht für die Siedlungsentwässerung zur Verfügung. Klimaresilienz komme in Kommunen daher eindeutig zu kurz, so Mösel.
Daten, digitale Zwillinge und BIM
Mit QKan stellte M.Eng. Nora Blasé, Institute of Smart City Engineering der FH Aachen, eine Open-Source-Lösung für die zentrale Geodatenplattform QGIS vor. Das Planungs- und Verwaltungstool für Kanalnetzdaten bietet Werkzeuge zur Vorbereitung und Ergebnisdarstellung einer hydraulischen Netzberechnung sowie Schnittstellen zu Berechnungssoftware. Außerdem ist eine Zustands- und Substanzbewertung für Kanalnetze integriert.
Nach einem Ausflug ins Risikomanagement mit dem digitalen Projektrisiko-Zwilling ging es um die BIM-konforme Erstellung digitaler Zwillinge von kommunalen Abwassernetzen. „Informationssysteme existieren, sie sind aber nicht BIM-konform“, beschrieb Prof. Dr.-Ing. Florian Winter von der Hochschule Landshut. Auf dem Weg vom Isybau-Bestand hin zur Revit-fähigen Infrastruktur sei für Abwasserrohre und -bauteile die Definition eines Standards erforderlich. Insgesamt seien digitale Zwillinge kommunaler Netze anschlussfähig, notwendig und machbar.

Künstliche Intelligenz: Risiken und Möglichkeiten
Im Rahmen der Digitalisierung hält auch künstliche Intelligenz immer mehr Einzug ins Kanalmanagement, etwa in die Kanalzustandsbewertung. Aber auch beim Fremdwassermonitoring, wie M.Sc. Philipp Grimm, Pluvion GmbH, anhand der Überwachungslösung Water+ aufzeigte. Diese bietet Gemeinden eine intelligente, datenbasierte Möglichkeit, Zuflüsse zu lokalisieren, zu quantifizieren und zu beheben.
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Und was passiert mit Daten, wenn sie ausgewertet sind? „Man muss sich bei der Nutzung von KI-Modellen über die Risiken bewusst sein, insbesondere bei der Offenbarung betrieblicher Daten. Sobald man diese der KI preisgibt, verliert man die Kontrolle und man trainiert ggf. damit die KI“, so der ehemalige Hacker Moritz Samrock, Laokoon Security. Auch fehlende Berechtigungen bei Einspeisung von Daten in die KI durch Mitarbeiter stelle oft ein Problem dar.

„Auch bei Cyberangriffen wird KI effektiv genutzt, etwa um Malware zu erstellen, die nicht so schnell erkannt wird, oder um bestimmte Stimmen und Telefonnummern zu kopieren“, erklärte Samrock. Zwar steige die Anzahl von Cyberattacken, jedoch sinke der Impact, das heißt, Unternehmen bereiten sich immer besser auf Attacken vor. Gerade aber, was die kritische Infrastruktur anbelangt, müssten wir in Deutschland besser werden und geeignete Maßnahmen ergreifen, so der Experte. Ziel sei es, gesellschaftlich und politisch zusammenzuwirken und eine Gesamtresilienz aufzubauen.

Diskussion um Qualität im Schlauchlining

Prof. Dohmann wird verabschiedet

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