XXL-Privatgarten: Warum sich hier ein Besuch lohnt
Karl Foerster (1874 bis 1970) war Staudenzüchter und Gartenpoet. Sein 5.000 Quadratmeter großer Garten in Potsdam, nicht weit von Schloss Sanssouci entfernt, zählt zu den meistbesuchten Privatgärten Deutschlands. Das grüne Paradies beeindruckt ganzjährig durch eine Kombination von winterharten Stauden, Gräsern, Farnen und Zwerggehölzen.

In der Gartenwelt, die Foerster in Potsdam-Bornim geschaffen hat, gehen Besucher auch 2026 wieder auf Entdeckungsreise: Führungen informieren sowohl über die Pflanzen als auch die Geschichte der grünen Oase, deren Schöpfer und seine Art der Gartengestaltung. Der diesjährige Themenschwerpunkt des Gartens ist die Iris. Seit 2001 kümmert sich die treuhänderische Marianne Foerster-Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz um Pflege und Erhalt der Anlage und die öffentliche Zugänglichkeit, unterstützt von der Stadt.
Foerster Garten: Anlage entstand 1910 in Potsdam
1910 verlegte „Staudenpapst“ Foerster seine Gärtnerei von Berlin nach Potsdam-Bornim und errichtete um sein Wohnhaus seinen privaten Garten, der ihm als Schau- und Versuchsgarten und den Besuchern seiner Gärtnerei als lebendiger Verkaufskatalog diente. Er gliederte die Anlage in sechs Gartenräume – Senkgarten, Frühlingsweg, Naturgarten, Herbstbeet, Steingarten und Versuchsgarten. Ein Gestaltungsprinzip, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts wegweisend war, wie die Stiftung mitteilt.
Senkgarten ist weltbekannt ist
Besonders der Senkgarten ist inzwischen weltbekannt – das 45 mal 25 Meter große, symmetrisch angelegte Areal bildet das Herzstück der Anlage und wurde von Foerster künstlerisch sehr aufwendig gestaltet. Als Vorbild dienten ihm hier die englischen „sunken gardens“. Kleine Pflanzenstufen und Treppchen führen etwa zwei Meter hinunter zum Senkgarten mit Gartenteich, umgeben ist er von Buchsbaumhecken. Der Einfluss, der von diesem Ort zu Beginn des 20. Jahnhunderts ausging, ist der Stiftung zufolge beachtlich und ließ Bornim zum Mekka der neuen Gartenbewegung werden. Foersters Gartenreich ist bis heute frei zugänglich.
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Foerster Garten im Potsdam: Termine für Führungen 2026
Sonntags, 11 Uhr am 5. April, 19. April, 3. Mai, 17. Mai, 7. Juni, 21. Juni, 5. Juli, 19. Juli, 2. August, 16. August, 6. September, 20. September, 4. Oktober, 18. Oktober, 1. November und 6. Dezember; freitags, 18 Uhr am 12. Juni, 26. Juni, 10. Juli, 24. Juli, 14. August und am 28. August sowie freitags 16 Uhr am 11. September, 25. September, 9. September und 23. Oktober. Anmeldungen für Führungen unter: www.foerster-garten.de.
Einfluss auf Garten- und Landschaftsgestaltung bis nach Amerika
Foerster wirkte als Züchter und Schriftsteller und inspiriert Generationen von Gärtnern und Gartenliebhabern – bis heute. Vom Gartenparadies in Potsdam aus trugen die „Foersterianer“ seine Ideen in die Welt, wie Ernst Pagels und Heinz Hagemann, oder auch Richard Hansen, Herman Mattern, Herta Hammerbacher, Walther Funke, Alfred Reich und Gottfried Kühn. Bis nach Amerika übten seine Ideen Einfluss auf die Garten- und Landschaftsgestaltung aus.
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