Landesgartenschau 2027
Baustart für die Themengärten

Auf dem Gelände der künftigen Landesgartenschau in Bad Windsheim hat der Bau der Themengärten offiziell begonnen. Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) gab hierzu den Startschuss. Die Schaugärten sollen Planenden und Bauherren konkrete Anregungen für klimaresiliente Freiflächen unter Einsatz regionaler Materialien geben.

Betonwerkstein überzeugt bei CO2-Ausstoß und Primärenergiebedarf
Eine Studie des Betonverbandes SLG bietet einen ökobilanziellen Vergleich von sechs verschiedenen Terrassenbefestigungen.
Im Vorfeld der Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim, die unter dem Motto „#heilsam“ steht, werden auf über 27 Hektar umfangreiche Landschaftsbauarbeiten umgesetzt. Ein zentrales Projekt ist die ökologische Aufwertung des Geländes. So wurde der Kühwasengraben von 168 auf 251 Meter verlängert und in einer geschwungenen, naturnahen Trasse neu gestaltet. Diese Maßnahme verbessert nicht nur den lokalen Hochwasserschutz, sondern schafft durch neue Wege und Stege auch zusätzliche Aufenthaltsbereiche am Wasser. Die Arbeiten zeigen exemplarisch, wie ehemals versiegelte oder kanalisierte Flächen in ökologisch wertvolle Grünräume umgewandelt werden können.
Regionale Baukultur: Muschelkalk und Cortenstahl
Mit dem offiziellen Spatenstich beginnt nun die Realisierung von sechs Themengärten durch regionale GaLaBau-Fachbetriebe. Die Entwürfe setzen bewusst auf eine standorttypische und klimaresiliente Gestaltung. So kommen in den Gärten „Eine runde Sache in Muschelkalk“ (Wüst nagala) und „Muschelkalk und Cortenstahl: Zeitlose regionale Moderne“ (Kuhr Garten- und Landschaftsbau) gezielt Materialien aus der Region zum Einsatz, die eine moderne und zugleich nachhaltige Baukultur repräsentieren. Der Themengarten „Hitzefrei“ (Dürr Garten- und Landschaftsbau) fokussiert sich explizit auf Gestaltungsprinzipien zur Reduzierung urbaner Hitzeinseln.

Umfassende Infrastruktur- und Landschaftsbauarbeiten
Neben den Themengärten laufen im gesamten Landschaftspark komplexe Baumaßnahmen. Die Firma Biedenbacher Garten- und Landschaftsbau ist unter anderem für umfangreiche Erd- und Wegebauarbeiten sowie die Pflanzung von 173 standortgerechten Gehölzen verantwortlich. Im angrenzenden Kurpark, dem größten denkmalgeschützten seiner Art in Bayern, werden Wegeflächen mit hochwertigem Polygonalpflaster und wassergebundenen Decken neu angelegt. Die Pflanzung von 270 zusätzlichen Bäumen soll das Mikroklima nachhaltig verbessern und die Aufenthaltsqualität im Kurort sichern.
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Quelle: VGL Bayern
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