Der elektrische Transporter ohne Humor
Frühjahrsputz bei Mercedes-Benz Vans. Schließlich geht es um Premium-Transporter, wie die Marke gerne betont. Dazu zählt seit vielen Jahren ohne Zweifel der Sprinter als Aushängeschild. Nicht unbedingt jedoch der bisherige eSprinter mit Einheitskarosse, wenig Mumm und sehr knapper Batterie. Nichts für Gartenbauer, die benötigen andere Kaliber. Sauber war bisher nicht wirklich lustig. Doch nun wird mit der neuen Generation des Stromers alles anders.

Mercedes eSprinter in vielen Varianten

Mercedes eSprinter ohne Humor?

Serienmäßig ist für den 3,5-Tonner bei 90 km/h Schluss. Alternativ begrenzt Mercedes den eSprinter auf Tempo 80, 100 oder praxisgerechte 120 für weitere Strecken. Im Stau sind dann wieder alle gleich. Auf der Nachbarspur steht ein Tankwagen mit dem großflächigen Spruch „Alles Super“. Den eSprinter interessiert’s nicht. Er lädt serienmäßig mit 11 kW an der Wallbox und eher zaghaften 50 kW an der Schnellladesäule. Optional sind’s 115 kW, auch nicht wirklich sprintrig. Es ist die Antwort auf die Frage nach ein paar Extra-Kilometern für den Heimweg.
Welche Assistenten im Mercedes eSprinter?

Anders das Rudel Assistenten an Bord. Die Burschen arbeiten wie im richtigen Leben mal perfekt, mal übereifrig, mal eher träge. Der aktive Spurassistent lässt den Transporter während der Testrunde zwar nicht nach rechts ins Gebüsch, aber durchaus über die gut erkennbare Mittellinie abdriften. Der Notbremsassistent warnt mehrfach unnötig vor einem schlanken Motorrad voraus, hält es mitsamt dem drahtigen Fahrer für einen Fußgänger. Generell geht dem Fahrer mitunter der vielfache Warnton im Calypso-Sound einer Steelband auf den Wecker, vor allem durch wiederholte Mahnungen bei der geringsten Geschwindigkeitsüberschreitung.
Mercedes eSprinter: Was kostet er?

Der kleinste und einfachste eSprinter ist laut Konfigurator nun als Kastenwagen für netto 39.993 Euro im Angebot. Mit 100 kW Motorleistung, 56-kWh-Batterie, einer Normreichweite von 220 Kilometer und einer knappen Tonne Nutzlast in Serienausstattung. Er kann deutlich mehr als der Vorgänger. Die nächstgrößere Batterie mit 81 kWh kostet netto gut 8.000 Euro Aufpreis, verringert die Nutzlast um etwa 200 Kilogramm und vergrößert die Reichweite um fast 100 Kilometer. Der Schritt zur stärkeren Maschine bedeutet einen guten Tausender zusätzlich. Wer die dickste Batterie von 113 kWh mit Blick auf die Norm-Reichweite von rund 450 Kilometer ordert, muss aus Gewichtsgründen zum 4,25-Tonner greifen und aus Platzgründen zum Sprinter lang und hoch. Macht dann 62.388 Euro. Das will gut überlegt sein, auch angesichts von der zwangsläufigen Geißel mit Tempobegrenzung, allgemeinem Lkw-Überholverbot und Fahrtenschreiber. Nicht zuletzt droht Gartenbauern jetzt im Unterschied zu Handwerksbetrieben die Maut für gewichtige Transporter. Das alles wird sich – im Konfigurator bei Redaktionsschluss noch gesperrt – auf Pritschen, Kipper, Fahrgestelle übertragen lassen.
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Am Ende der Fahrt hat der eSprinter im gemischten Einsatz mit Stadt und Stau, mit Überland- und Autobahnverkehr bei besten Witterungsbedingungen 28 kWh verbraucht, das entspricht der Normangabe. Passt schon, und das viel besser als bisher, egal bei welchem Himmel. Saubere Leistung. Und mitunter obendrein lustig.
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