Transporter
Der Kia PV5 im Test

Mit dem PV5 bringt Kia einen neuen Elektrotransporter auf den Markt, der zwischen Lieferwagen und kompaktem Transporter positioniert ist – und das mit cleveren Details für Handwerk und GaLaBau. Der E-Van punktet mit niedriger Ladekante, durchdachter Raumnutzung und erstaunlich leiser Laufkultur. Trotz moderater Nutzlast und überschaubarer Ladebreite zeigt der PV5, dass Effizienz, Komfort und Alltagstauglichkeit auch im elektrischen Transportsegment kein Widerspruch sein müssen.
Zäumen wir das Pferd, oder hier den Kia PV5, mal von hinten auf. Schließlich wird der Neue wie jeder Transporter zunächst wegen seiner Eigenschaften als Frachter ausgewählt. Mit 4,7 Meter Länge und einem Laderaum von 4,4 Kubikmeter siedelt der Van sich zwischen klassischen Segmenten wie Lieferwagen und kompakten Transportern an. Wer mehr benötigt, wählt ab dem kommenden Jahr die Hochdachvariante mit fünf Kubikmetern. Türen auf – rechts passt keine Europalette durch, hinten wegen allerhand Einbauten rund um die Radkästen nur längs. Aber diese Ladungsträger sind im Galabau auch nicht unbedingt das Maß der Dinge. Und wer’s anders sieht, der überbaut die Engstelle. Prächtig ist dagegen die niedrige Ladekante des Kastenwagens von kaum mehr als 400 Millimetern. Und die Nutzlast? Mit der größeren von zwei Batterien (Kapazität 71,2 kWh) um die 650 Kilo. Aber da lässt sich was drehen. Kompaktere Batterie (51,5 kWh), kleinerer E-Motor mit 89 statt 120 kW, schon springen zwei Zentner mehr Nutzlast heraus. Und der Netto-Preis sinkt auf knapp 33.000 Euro.
Kia PV5: Durchdachtes Cockpit mit vielen Ablagen

Starker Antrieb, faire Preise beim Transporter

Angenehm leise und komfortabel unterwegs

Zum gepflegten Antritt gesellt sich ein sanftmütiges Fahrverhalten. An Bord herrscht Ruhe: Wegen des leisen E-Antriebs, den geringen Fahrwerksgeräuschen und einer Akustikverglasung der Türscheiben. Die Vorderachse mit sportlicher Doppelquerlenker-Aufhängung – passt, weil vorn die E-Antriebseinheit wenig Platz benötigt – bügelt Fahrbahnunebenheiten ebenso glatt wie die schraubengefederte Verbundlenker-Hinterachse. Auch schlängelt sich der Transporter mit 11,7 Meter Wendekreis recht behände durch Engstellen.
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Moderne Technik mit cleveren Details
Weniger begeistert zunächst die Sicht durch die Außenspiegel, beide ohne Weitwinkelfeld. Doch beim ersten Blinken folgt die Überraschung: Der Kia blendet ein Bild der entsprechenden Seite ins kompakte Instrumentenfeld vor dem Fahrer ein – der tote Winkel ist passé. Der Monitor ist angefüllt mit allerhand Zahlen, wirkt daher ein wenig überfrachtet. Dann hätten wir da noch in der Mitte einen üppigen 12,9-Zoll-Monitor.
Aerodynamik trifft auf Effizienz

Ausblick: Mehr Varianten in Planung
Und dann wäre da ein Blick in die nahe Zukunft. 2026 folgt eine 20 Zentimeter knappere Kurzausgabe und sogar ein Fahrgestell mit Fahrerhaus. Und 2027 der größere und gewichtigere Kia PV7, die es mit den Klassikern der kompakten Transporter aufnehmen will. Die Kia PV5 fängt gerade erst an.
Kia PV5 Cargo: Neuer Elektrotransporter mit Platz, Komfort und leiser Kraft: Weitere Bilder

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