GaLaBau 2026
Wie zwei Pariser Großprojekte urbane Freiräume neu definieren

Auf der Messe GaLaBau 2026 in Nürnberg wurden zwei französische Bauprojekte mit dem ELCA-Trendpreis der European Landscape Contractors Association ausgezeichnet. Das Necker-Krankenhaus und das Trainingszentrum von Paris Saint-Germain zeigen, wie nachhaltige Landschaftsarchitektur die Biodiversität fördert und Flächen ökologisch sinnvoll umgestaltet.

Betonwerkstein überzeugt bei CO2-Ausstoß und Primärenergiebedarf
Eine Studie des Betonverbandes SLG bietet einen ökobilanziellen Vergleich von sechs verschiedenen Terrassenbefestigungen.
Die European Landscape Contractors Association (ELCA) prämiert mit dem Trendpreis Bauvorhaben, die beispielhaft für ökologische Verantwortung und gesellschaftlichen Mehrwert stehen. Für Planende und ausführende Betriebe rücken solche Konzepte angesichts des Klimawandels zunehmend in den Fokus.
ELCA-Präsident Henrik Bos betonte bei der Verleihung im Rahmen der GaLaBau 2026 in Nürnberg die strategische Bedeutung der prämierten Vorhaben: „Die Gewinnerprojekte zeigen, dass nachhaltige Landschaftsarchitektur weit mehr ist als Begrünung: Sie kann Flächen neu denken, Biodiversität fördern, Geschichte bewahren und zugleich Räume schaffen, die Menschen heute und morgen gerne nutzen.“ Die Laudatio hielt ELCA-Vizepräsident Yasin Otuzoglu.
Entsiegelung urbaner Räume: Grünflächen statt Neubau am Necker-Krankenhaus
Beim „Necker Hospital Garden – Mother and Child Centre“ in Paris setzten die beauftragten Landschaftsarchitekturbüros Phytoconseil und DVA Paysages konsequent auf Flächenrückbau. Anstatt neue Areale zu versiegeln, wurden bestehende Gebäudestrukturen abgerissen. So entstand ein dringend benötigter Erholungsraum für kranke Kinder sowie deren Familien, der die urbane Nachverdichtung durch gezielte Entsiegelung aufbricht.
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Der ausführende GaLaBau-Betrieb Id Verde integrierte dabei Pflanzen mit gold- und silberfarbenem Laub, um die lokale Insektenvielfalt zu unterstützen. Für die strikte Nutzerorientierung des Entwurfs sorgen bauliche Details wie Hecken, die exakt an die Größe von Kindern angepasst wurden.
Regenwassermanagement und Biodiversitätsförderung beim PSG Training Center
Das zweite Siegerprojekt, der Trainingscampus von Paris Saint-Germain „PSG Training Center “, verbindet moderne Sportanlagen mit lokaler Ökologie. Die Agence Neveux Rouyer griff bei der raumplanerischen Gestaltung die historische Nutzung des Standorts als Gemüsegarten auf. Die drei ausführenden Betriebe Pinson Paysage, Marcel Villette und Lachaux Paysage verwendeten für die Grünanlagen ausschließlich heimische Pflanzenarten, die auch im direkt angrenzenden Naturschutzgebiet wachsen.
Für Bauunternehmen und Architekten besonders relevant ist zudem das integrierte nachhaltige Regenwassermanagement der Anlage. Dieses fängt Niederschläge auf, unterstützt die natürlichen Wasserkreisläufe vor Ort und sichert langfristig den ressourcenschonenden Betrieb der großflächigen Sportinfrastruktur.
Insgesamt fünf Projekte in Frankreich bereiste die Jury des ELCA-Trendpreises, bestehend aus Mitgliedern des Präsidiums und anderen landschaftsgärtnerischen Fachleuten.
Lesen Sie hier mehr zu Preisverleihungen auf der GaLaBau 2026:
Quelle: BGL
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