Pflasterarbeiten
So hat Usingen die Bahnhofstraße fit gemacht

Gerade zu Stoßzeiten ist die Bahnhofstraße im südhessischen Usingen prall gefüllt mit Autos, Lkw, Bussen, Fahrrädern und Schülerströmen. Bei der Sanierung der innerstädtischen Verkehrsachse kam gerade in den Kreuzungsbereichen eine spezielle Bauweise zum Einsatz.
„Aufgrund der nicht unerheblichen Verkehrsbelastungen, denen der künftige Straßenbelag standhalten sollte und der gestalterischen Anforderungen an das Areal, gab es hier einige Besonderheiten zu beachten“, sagt Gabriele Pöhlmann, Amtsleiterin beim Bauamt Usingen, mit Blick auf die Sanierung zwischen Bahnhof, Märkten und historischer Altstadt. Das Ziel beschreibt die Diplom-Ingenieurin so: die Haupt-Verkehrsflächen asphaltieren, aber einige Kreuzungsbereiche mithilfe einer geeigneten Pflasterung optisch absetzen – auch um Begegnungs- und Verweilstätten zu schaffen. Allerdings wirkten gerade in den Kreuzungsbereichen die Fahrzeuge oft mit besonderen Schub- und Scherkräften auf die Flächen ein.
Straße bleibt trotz Belastungen dauerhaft schadensfrei
Die Planer entschieden sich für das Bettungs- und Fugenmaterial „Ecoprec“ von der SF-Kooperation, das in Usingen bereits 2022 bei der Umgestaltung der Scheunengasse zum Einsatz kam. „Die circa 500 Meter lange Innenstadtstraße, die als kurze Spange zwischen zwei Innenstadt-Bundesstraßen dient und Wohngebäude sowie Läden versorgt, ist geprägt durch zahlreiche Ein- und Ausfahrten, was zu großen Belastungen auf den Straßenbelag führt“, erläutert Pöhlmann, „die Bauweise hat sich bewährt, bis dato sind keine baulichen Schäden im Straßenbelag vorzufinden.“ Auf das Bettungs- und Fugenmaterial gestoßen war die Stadt durch die Fuldaer Betonelemente-Firma F.C. Nüdling.
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Wie Ecoprec typische Pflasterschäden verhindert

Bei Ecoprec handelt es sich um ein bitumenhaltiges Material, das in der Regel in einer Dicke von dreieinhalb Zentimetern auf die Tragschicht im Kalteinbau aufgetragen wird. Dabei wird das Schüttgut erkaltet und rieselfähig angeliefert, der Einbau erfolgt wie bei einer herkömmlichen Splittbettung. „Einerseits sorgt das bituminöse Material für eine dauerhaft stabile Fuge“, sagt Ulrich Dehn, der von Seiten der Firma F.C. Nüdling das Projekt begleitet hat, „die üblichen Probleme, die man von Pflasterflächen kennt, bei denen sich Fugenmaterial auswäscht und es dann zu Schäden kommt, sind hier daher kein Thema.“ Andererseits sei Ecoprec nahezu wasserundurchlässig. „Schäden durch eindringendes Wasser sowie Frostschäden müssen wir daher nicht befürchten, denn auftretendes Oberflächenwasser fließt einfach ab“, so Dehn.
Stabilität durch das Pflastersystem „Primavera VS5.12“
Ebenso soll das eingesetzte Betonsteinpflastersystem „Primavera VS5.12“ aus dem Hause FCN zur Stabilität der rund 800 Quadratmeter großen gepflasterten Bereiche beitragen. Es verfügt über eine fünfseitige Verschiebesicherung. Seine Rundumverzahnung und die gekerbte Unterseite sollen dafür sorgen, dass es auch bei stark beanspruchten Flächen nicht zu Verschiebungen von Steinen kommt.
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Quelle: SF-Kooperation
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