Insolvenz
Fliesen-Zentrum Deutschland sucht Investor

Die Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH mit Sitz in Föhren ist erneut insolvent. Der vorläufige Insolvenzverwalter Grünewald will zügig einen Investorenprozess einleiten. Alle Niederlassungen des Unternehmens bleiben derweil bis auf Weiteres geschlossen.
Das Fliesen-Zentrum ist nach einem im Juli 2025 abgeschlossenen Insolvenzverfahren erneut in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Amtsgericht Wittlich hat am 31. Juli 2026 eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet, zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde wie schon 2024/2025 Rechtsanwalt Ingo Grünewald bestellt. „Wir unternehmen alles, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Unser Ziel ist es, den Abverkauf so schnell wie möglich wieder aufzunehmen, sodass Kunden, die Ware bestellt haben, diese in Kürze beziehen können", so Grünewald.
Suche nach Investor beginnt
Aktuell habe die Suche nach einem geeigneten Investor für den Geschäftsbetrieb oder wesentliche Teile höchste Priorität. Der Investorenprozess soll strukturiert und zügig eingeleitet werden, so der Insolvenzverwalter weiter. Bis Oktober seien die Lohn- und Gehaltsansprüche der Beschäftigten sichergestellt.
Sanierung in Eigenregie gescheitert
Vor gut einem Jahr hieß es, die Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH sei wieder auf Kurs. Am 22. Juli 2025 hatten die Gläubiger dem damals vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt. Damit sei die Fortführung gesichert, hieß es. Das Unternehmen hatte seit November 2024 eine Sanierung in Eigenverwaltung angestrebt, ebenfalls unter Leitung des Sanierungsexperten Ingo Grünewald von der Kanzlei Professor Schmidt aus Trier.
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Baustoffhändler mit Tradition
Das Familienunternehmen betreibt neben dem Hauptsitz in Föhren deutschlandweit zwölf Standorte im Groß- und Einzelhandel für Fliesen, Baustoffe und Bodenbeläge. In eine wirtschaftliche Krise sei das Unternehmen wegen der anhaltend schwierigen Marktlage der Baubranche geraten, so der Insolvenzverwalter 2024. Verstärkt worden seien die Probleme durch eine ambitionierte SAP-Einführung und den Umzug in ein neues Zentrallager. 2025 sah er das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs. Die Familie Friedrich führt das Unternehmen in fünfter Generation.
Mehr Insolvenzen durch Krise im Hochbau
Der Hochbau geht durch eine Krisenzeit, von der vor allem der Wohnungsbau betroffen ist. Das führt zu einem Anstieg der Insolvenzen. Prominentes Beispiel ist die Gröner Group GmbH, die im November Insolvenz anmeldete. Auch die Insolvenz der Helma-Gruppe beschäftigt seit März die Branche. Im September 2025 stellte die Building Partners Group einen Insolvenzantrag.
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